Textversion des Videos

Transkript Diffusion und Osmose (Basiswissen)

Diffusion und Osmose (Basiswissen) - Versuche zu Diffusion und Osmose

Hallo! Die Begriffe Diffusion und Osmose hast Du bestimmt schon einmal gehört. Aber weißt du auch, was sie mit deinen Erdbeeren im Sommer zu tun haben? Erst sind sie so saftig fest, doch keine 5 Minuten nach dem Zuckern sind sie total matschig! Warum das so ist und was bei der Diffusion und der Osmose passiert, lernst du anhand toller Beispielen in diesem Video.

Fangen wir mit der Diffusion an. Was kannst du beobachten, wenn du einen Tropfen blaue Tinte in ein Glas mit Wasser gibst und das Glas dabei nicht bewegst? Zunächst siehst du die Tinte noch deutlich als dunkelblaue Schlieren. Wenn Du einige Zeit wartest, vermischt sich die Tinte mit dem Wasser und du bekommst eine gleichmäßig blau gefärbte Flüssigkeit. Das ist ein ganz einfaches Beispiel für Diffusion.

Jedes Teilchen, also die Wasserteilchen und die Farbstoffteilchen der Tinte, haben eine Eigenbewegung, die sogenannte Brownsche Molekularbewegung. Deshalb bewegen sich alle Teilchen in einer Lösung, stoßen dabei aneinander und verteilen sich dadurch in der Lösung. Deshalb sind nach einer gewissen Zeit die Farbstoffteilchen der Tinte gleichmäßig in dem Wasser verteilt. Man sagt auch: Die Tinte diffundiert in dem Lösungsmittel, dem Wasser.

Die Molekularbewegung hört dann aber nicht auf, sondern sie liegt immer vor. Für unser Auge ist diese Bewegung jedoch nur so lange sichtbar, bis die Farbstoffteilchen gleichmäßig in der Lösung verteilt sind.

Einen zweiten Versuch kannst Du auch ganz einfach selbst durchführen: Du zählst dir Erbsen und Linsen ab, so dass Du von beiden die gleiche Anzahl hast. Dann gibst du die Erbsen auf die eine Seite und die Linsen auf die andere Seite einer Schüssel.

Wenn Du nun das Gefäß verschließt und schüttelst, vermischen sich die Erbsen und Linsen. Auf den ersten Blick siehst du, dass die Erbsen und Linsen gleichmäßig in der Schüssel verteilt sind.

Wenn Du Dir nun vorstellst, dass die Erbsen und Linsen für zwei verschieden Sorten von Teilchen stehen, kannst du dir gut vorstellen, was bei der Diffusion passiert. Stell Dir vor, die Erbsen sind Wasserteilchen und die Linsen sind Farbstoffteilchen. Zuerst sind beide nicht vermischt, aber durch das Schütteln, was die Molekularbewegung wiederspiegelt, stoßen die Teilchen aneinander und verteilen sich gleichmäßig. Das ist Diffusion.

Osmose ist im Prinzip auch eine Diffusion, aber nur eine einseitige. Osmose findet man dann, wenn zwei Räume durch eine semipermeable Membran getrennt voneinander sind. Eine Membran ist semipermeabel, wenn sie für Wasser durchlässig ist, aber nicht für in dem Wasser gelöste Teilchen wie zum Beispiel Zuckerteilchen.

Wenn man nun zum Beispiel in einem Raum reines Wasser und in dem anderen Raum eine Zuckerlösung hat, sind sowohl die Wasser- als auch die Zuckerteilchen bestrebt, das Konzentrationsgefälle auszugleichen. Da die Membran aber nur für Wasser durchlässig ist, können nur die Wasserteilchen das Konzentrationsgefälle ausgleichen. Auf der Seite der Zuckerlösung kommt es daher zu einer Volumenzunahme.

Soviel zur Theorie. Aber konntest du im Alltag schonmal Osmose beobachten? Bestimmt! Wenn Du zum Beispiel Zucker auf geschnittenes Obst wie Erdbeeren gibst, kannst du nach kurzer Zeit beobachten, wie Wasser aus den Fruchtstücken austritt und die Erdbeeren matschig werden. Dort findet Osmose statt.

Durch das Aufstreuen von Zucker ist die Konzentration an Zucker auf den Obststückchen sehr viel höher, als die Konzentration von Zucker in den Obststücken, in denen sich auch noch Wasser befindet. Nach dem Prinzip der Diffusion findet dann ein Ausgleich der hohen, äußeren und niedrigen, inneren Zuckerkonzentration statt.

Da Zellmembranen semipermeabel sind und damit nur durchlässig für Wasserteilchen, können nur die Wasserteilchen das Konzentrationsgefälle ausgleichen und treten aus den Fruchtstücken aus bis zu einem Konzentrationsausgleich. Durch das ausgetretene Wasser wurde die hohe äußere Zuckerkonzentration damit verdünnt und der inneren niedrigen Konzentration weitestgehend angeglichen. Das äußere Verhältnis von Wasser zu Zuckerteilchen ist damit annähend gleich dem inneren. Ähnliches kannst Du auch beobachten, wenn du eine rohe Kartoffel aufschneidest und auf die Schnittfläche Salz gibst. Auch hier tritt Wasser aus der Kartoffel aus.

Nun weißt du, dass bei der Diffusion die Brownsche Molekularbewegung dafür sorgt, dass eine gleichmäßige Konzentration aller Teilchen im Raum stattfindet. Und du weißt, dass bei semipermeablen Membranen nicht die gelösten Stoffe wie Zucker durch die Membran können, um die Konzentration auszugleichen, sondern nur das Lösemittel selbst.

Bei deinen Erdbeeren ist es das Wasser, welches die Membran durchquert, um die Konzentration auszugleichen. Ist das Wasser aus der Erdbeere raus, wird sie matschig. So einfach ist das! Und schmecken tut sie danach trotzdem toll! Tschüss!

Informationen zum Video
9 Kommentare
  1. Default

    Sehr gut erklärt !

    Von Sydy, vor 12 Tagen
  2. Default

    Super erklärt:)

    Von Anne Golderer, vor 12 Monaten
  3. Default

    das ist ein richtig gutes Video !

    Von T Gloss, vor 12 Monaten
  4. Default

    djanks

    Von Itslearning Nutzer 1974 6005, vor etwa einem Jahr
  5. Img 9018

    danke, sehr Gut

    Von Kevin Milke, vor etwa einem Jahr
  1. Default

    Super

    Von Ggrueber, vor mehr als einem Jahr
  2. Dark side of the moon

    Top Video !

    Von Broye, vor fast 2 Jahren
  3. Default

    SEHR gut und anschaulich erklärt ! Mein Favo unter allen Videos. Eine gleichmäßige und ruhige Erzählerstimme verhilft noch mehr zum verstehen !

    Von Annika Behnke, vor fast 2 Jahren
  4. Default

    Top Video !

    Von Kadi1985, vor etwa 3 Jahren
Mehr Kommentare