Kalk 09:58 min

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Transkript Kalk

Einen schönen guten Tag und herzlich willkommen.

Dieses Video heißt Kalk. Welcher? Welcher? Welcher? Welcher? Welcher? Welcher? Und tatsächlich, um welchen Kalk handelt es sich hier eigentlich? Ist es der Kalkstein, den man in den Kalkfelsen findet? Oder ist es der Branntkalk, der Industriekalk, der als Baukalk Verwendung findet? Oder etwa der Löschkalk, der auch zum Bauen verwendet wird und dem man im Kalkwasser antrifft, der dort eine Base ist, die man in Lösung auch als Lauge bezeichnet?

Wir wollen in diesem Video über alle drei sprechen. Über Kalkstein, Branntkalk und Löschkalk.

Kalkstein findet man in Kalkfelsen, wo ihn vor vielen vielen Jahren Meereslebewesen erzeugt haben. Sein chemischer Name ist Calciumcarbonat. Seine chemische Formel lautet CaCo3. Ich habe hier in einem kleinen Gebinde Calciumcarbonat in pulverisierter Form. Ich gebe davon einige Löffel in den chemischen Becher, dazu fülle ich etwas destilliertes Wasser. Beobachtet bitte, was ihr seht. Kalkstein sind weiße Steine, man kann sie zu einem weißen Pulver zermahlen. Kalkstein, Calciumcarbonat ist schlecht wasserlöslich. Nun gebe ich einige Löffel Kalkstein in den Becher. Dazu schütte ich etwas Essigsäure. Beobachtet bitte, was ihr seht. Es kommt zu einer chemischen Reaktion. Man sieht eine kräftige Gasentwicklung. Kalkstein, Calciumkarbonat reagiert mit Säure. 2H+ + CaCO3 -> Ca2+ + H2CO3. H+ sind die Wasserstoffionen. CaCO3 ist der Kalkstein und Ca2+ ist ein Calziumion, das 2-fach geladen ist. Bei H2CO3 handelt es sich um Kohlensäure. Die Kohlensäure zerfällt in Kohlenstoffdioxid und Wasser. H2CO3 -> Co2+H2O. Schauen wir uns den Becher noch einmal an. Wir sehen, zu welcher Gas- und Schaumentwicklung es gekommen ist.

Wir wollen nun die Verwendungsmöglichkeiten von Kalkstein aufzählen.

Erstens wäre das die Herstellung von Brandkalk. Außerdem wird aus Kalkstein Zement hergestellt. Kalkstein findet ferner Verwendung bei der Anwendung als Dünger. Er dient auch als Füllstoff für verschiedene Produkte. Schließlich hat er noch weitere Verwendungszwecke. Er dient zur Herstellung von Farben und für die Entsäuerung von Wasser.

Die zweite Art des Kalkes ist der Branntkalk. Branntkalk heißt mit chemischen Namen Calciumoxid. Branntkalk, Calciumoxid hat die chemische Formel CaO. Branntkalk gewinnt man aus Kalkstein durch Kalkbrennen. Dabei wird der Kalkstein nicht verbrannt, sondern nur bis auf hohen Temperaturen von etwa 1000°C erhitzt. Unter diesen Bedingungen spaltet der Kalkstein den Branntkalk, Calciumoxid CaO, ab. Außerdem entsteht bei dieser chemischen Reaktion CO2, Kohlenstoffdioxid. Calciumoxid, der Branntkalk, reagiert mit Wasser. CaO + H2O -> Ca(OH)2. Das Reaktionsprodukt heißt Calciumhydroxid. Bei Calciumhydroxid handelt es sich um eine Base. Eine Base in Lösung bezeichnet man auch als Lauge. Branntkalk ist stark ätzend, vor allem die Augen, aber auch die Hände und die Schleimhaut schützen. Branntkalk ist ein Pulver, dass je nach seinem Reinheitsgrad weiß bis grau ist. Ich möchte nun die Verwendungsmöglichkeiten von Branntkalk kurz aufzählen. Zunächst die Verwendung von Branntkalk für den Bau und die Industrie. Da wäre zu nennen: - die Herstellung von Mörtel, - die Produktion von Kalksandstein, - die Herstellung von Zementklinker, - Produktion von Kalkfarbe - und die Herstellung von Düngekalk. In der Chemie benutzt man Branntkalk als Ausgangstoff für die Synthese von Calciumcarbid, außerdem kann man es verwenden für die Trocknung von Gasen. Auch für Flüssigkeiten ist Calciumoxid unter bestimmten Bedingungen geeignet. Und noch eine Verwendungsmöglichkeit ist der Einsatz als Neutralisationsmittel von übersäuertem Wasser zum Beispiel.

Die dritte Kalkform ist der Löschkalk. Löschkalk hat den chemischen Namen Calciumhydroxid. Er besitzt die chemische Formel Ca(OH)2. Calciumhydroxid ist eine Base und in Lösung auch Lauge genannt. Es hat demnach einen ph Wert > 7. Von seinem Äußeren her, ist es je nach den Bedingungen, das heißt je nach dem wie viel Wasser es enthält entweder eine weiße Masse, eine weiße Aufschlämmung oder eine farblose Lösung. Calciumhydroxid ist schlecht wasserlöslich. Es ist basisch, man sagt dazu auch alkalisch. Genauso wie Branntkalk ist Löschkalk stark ätzend. Vor allem die Augen, aber auch die Schleimhäute von Mund und Nase schützen. Löschkalk, Calciumhydroxid, reagiert mit Säuren zu Salzen. Diese Reaktion bezeichnet man als Neutralisation.

Kommen wir nun zum Abschluss noch kurz zur Verwendung von Calciumhydroxid. Die Anwendung ist ähnlich wie die des Branntkalkes, nämlich auf dem Bau und in der Industrie. Als Zweites möchte ich die Reaktion mit Kohlenstoffdioxid nennen. Calciumhydroxid reagiert mit Kohlenstoffdioxid zu Calciumcarbonat, Kalkstein und Wasser. Ca(OH)2 + CO2 -> CaCO3+ H2O. Diese Reaktion spielt eine Rolle bei der Entfernung von Kohlenstoffdioxid aus Gasen. Sie setzt auch ein bei der Abbindung von Mörtel.

Das wars wieder für Heute. Ich hoffe ich konnte euch ein wenig helfen. Alles Gute. Auf Wiedersehen.

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3 Kommentare
  1. Default

    Tolles Videos!!
    Super praktisch für mein Referat über Säuren und Salze!
    Vielen Dank!!
    Daumen hoch!!!

    Von Bade Connect, vor fast 2 Jahren
  2. 001

    Lieber Johannes,

    es tut mir leid, deinen Nerv für ein kleines Späßchen nicht getroffen zu haben. Ich verfüge über kein Tonstimmenstudio und musste mit dem auskommen, was mir Mutter Natur gegeben hat.

    Über die Form lasse ich gerne mit mir reden. Über den Wunsch, gleich zu Beginn die Kernfrage zu stellen, allerdings nicht. Frage einen willkürlich ausgewählten Menschen, was Kalk ist, und du wirst die seltsamsten (nicht richtigen) Antworten erhalten.Daher die vielleicht etwas ungewöhnliche Einleitung.

    Wenn du beim Schauen des Videos Peinlichkeit empfunden hast, so respektiere ich das durchaus. Menschen empfinden nun einmal unterschiedlich.

    Mit freundlichen Grüßen

    André

    Von André Otto, vor etwa 5 Jahren
  3. Default

    Echt peinlich sich dieses Video vor anderen Menschen anzuschauen... Die Einleitung ist wirklich überflüssig.

    Von Johannes Kunz, vor etwa 5 Jahren