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Transkript Sulfate – Salze der Schwefelsäure

Sulfate - Salze der Schwefelsäure

Hallo! Was haben eigentlich Baustoffe und Abführmittel gemeinsam? Offensichtlich erstmal nicht viel. Bei genauerer Betrachtung kann man allerdings feststellen, dass sowohl für das eine, als auch für das andere Sulfate verwendet werden. Heute wollen wir uns deshalb mit den Sulfaten etwas näher beschäftigen. Sulfate sind Salze der Schwefelsäure. Wie diese gebildet werden und wozu sie außerdem verwendet werden, wollen wir uns heute einmal genauer ansehen.

Als erstes wollen wir uns ansehen wie die Salze eigentlich gebildet werden. Es gibt hier drei wichtige Reaktionen die du kennen solltest. Bei der ersten Reaktion lässt du ein Metallhydroxid mit der Schwefelsäure reagieren, Du erhältst so das Salz und Wasser.

Das schauen wir uns an einer Beispielreaktion einmal genauer an. Wir lassen Natriumhydroxid mit Schwefelsäure reagieren und erhalten so Natriumsulfat und Wasser. Diesen Reaktionstyp nennt man auch Neutralisationsreaktion. Sulfate lassen sich aber auch auf anderem Wege herstellen. Reagiert ein unedles Metall mit der Schwefeläure entstehen Sulfat und Wasserstoff. Du kannst zum Beispiel Magnesium mit Schwefelsäure reagieren lassen und erhältst so Magnesiumsulfat und Wasserstoff.

Nun die dritte Art um Sulfate entstehen zu lassen. Dazu können wir auch ein Metalloxid mit der Schwefelsäure reagieren lassen und erhalten das Sulfat und Wasser. Wenn wir zum Beispiel Kupferoxid mit Schwefelsäure reagieren lassen, erhalten wir Kupfersulfat und Wasser.

Nun wissen wir also wie Sulfate entstehen können. Als nächstes wollen wir uns einige Sulfate und deren Verwendungen etwas genauer ansehen.

Wir beginnen mit dem blauen Kupfersulfat, welches du vielleicht schon aus der Schule kennst. Besonders schön gelingt mit dem Salz das Kristallisieren. Wenn du eine gesättigte Kupfersulfat-Lösung herstellst und diese einige Tage ganz ruhig in einem offenen Becherglas stehen lässt, kannst du sehr schön die blauen Kristalle des Salzes erkennen.

Salze bilden beim Kristallisieren ein Kristallgitter. Darin lagern sich oft Wassermoleküle in einem ganz bestimmten Verhältnis ein. Man spricht dabei vom Kristallwasser. In der Formel des Salzes werden die Wassermoleküle deshalb mit angegeben. Beim Kupfersulfat kristallisieren meist fünf Moleküle Wasser pro einem Molekül Salz. Der Name der Verbindung ist dann Kupfersulfat-Pentahydrat. Oft ist das Kristallwasser auch verantwortlich für die charakteristische Farbe des Salzes. Wird Kupfersulfat zum Beispiel erhitzt, dann entweicht Wasserdampf und es entsteht ein weißes Salz. Ohne das Kristallwasser ist Kupfersulfat also weiß.

Anwendung findet wasserfreies Kupfersulfat daher als Nachweisreagenz von Wasser, da das weiße Salz bei Anwesenheit von Wasser wieder blau wird.

Ein weiteres sehr bekanntes Sulfat ist Calciumsulfat. Enthält dieses Salz zwei Moleküle Wasser, handelt es sich also um Calciumsulfat-dihydrat, wird es auch als Gips bezeichnet. Gips bildet farblose, meist nadelförmige Kristalle. Gips hat vielseitige Anwendungen, zum Beispiel als Baustoff, aber auch als Modellgips oder bei Gipsverbänden.

Das nächste Beispiel ist das blass blaugrünliche Eisensulfat-heptahydrat. Dieses Salz wird als Düngemittel verwendet. Oftmals wird es Rasendünger beigefügt und bekämpft so Moos und Schnecken. Eisensulfat-heptahydrat wird ebenfalls als Desinfektionsmittel in der Färberei und beim Gerben eingesetzt.

Ein weiteres Salz der Schwefelsäure ist Natriumsulfat. Natriumsulfat bildet farblose Kristalle und wird in Waschmitteln als Füllstoff verwendet. In wasserfreier Form dient das Salz außerdem in der Synthesechemie um organische Lösungsmittel zu trocknen. Natriumsulfat-decahydrat wird in der Medizin als Abführmittel verwendet. Es ist auch bekannt unter dem Namen Glaubersalz.

Ein weiteres wichtiges Sulfat ist das Bittersalz. Hierbei handelt es sich um Magnesiumsulfat-heptahydrat. Den Namen Bittersalz hat es wegen seines bitteren Geschmacks. Es wird ebenfalls in der Medizin als Abführmittel eingesetzt und als Düngemittel in der Landwirtschaft.

Du hast heute also gelernt, dass sowohl Gips, welcher als Baustoff verwendet wird, als auch Glaubersalz, welches als Abführmittel verwendet wird, Sulfate sind. Es wird dir außerdem gezeigt, wie Sulfate hergestellt werden. Dazu kann entweder ein unedles Metall, ein Metalloxid oder ein Metallhydroxid mit Schwefelsäure umgesetzt werden. Außerdem weißt du nun, dass Sulfate in der Medizin, der Landwirtschaft und in der Industrie Anwendung finden. Tschüß und bis bald.

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