Flüssigkeiten 04:23 min

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Transkript Flüssigkeiten

Guten Tag und herzlich willkommen! In diesem Video geht es um Flüssigkeiten. Als Vorkenntnisse solltet ihr die Filme Aggregatzustände und Gase bereits gesehen haben. Ziel des Videos ist es, die wichtigsten allgemeinen Merkmale der Flüssigkeiten kurz darzustellen. Das Video ist in vier Abschnitte untergliedert: 1. Vorkommen, 2. Struktur, 3. Oberflächenspannung und 4. Viskosität.

  1. Vorkommen: Bei Temperaturen ab 30 Grad Celsius gibt es im Periodensystem der Elemente nur 4 Elemente, die flüssig sind: Quecksilber, Brom, Gallium und Cäsium. Bei Raumtemperatur sind davon nur Quecksilber und Brom flüssig. Quecksilber und Gallium werden für die Anfertigung von Thermometern verwendet. Gallium hat einen relativ niedrigen Schmelz- und einen sehr hohen Siedepunkt. Daher können auch hohe Temperaturen mit Galliumthermometern gemessen werden. Bei den Verbindungen sind kleinere Moleküle meist flüssig. Diese Stoffe sind meistens der organischen Chemie entlehnt. Wasser, Chloroform, Alkohol, Ether, Ethylenglycol, Glycerin, Benzol, Heptan, Tetrachlorethylen und Cyclohexan. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Menge der Flüssigkeiten.

  2. Struktur: Ob man es glaubt oder nicht: Auch Flüssigkeiten besitzen eine Struktur, wie man am Beispiel der Wasserstruktur leicht sehen kann. Dies ist allerdings im Gegensatz zu der Struktur der Festkörper sehr kompliziert und unbeständig. Ihre Bedeutung ist jedoch groß, denn schließlich ist sie für den flüssigen Aggregatzustand der entsprechenden Verbindungen und Element zuständig.

  3. Oberflächenspannung: Die physikalische Größe Oberflächenspannung hat das Symbol Tau. Die Oberflächenspannung führt dazu, dass an der Oberfläche der Flüssigkeit eine Verfestigung entsteht. Das ist das Ergebnis der Kräfte, die zwischen den Teilchen innerhalb der Flüssigkeit wirken. Als Ergebnis der Kräfte zwischen den Teilchen sind kleine Stoffmengen von Flüssigkeiten danach bestrebt eine Kugelform anzunehmen, so wie es beim Wassertropfen der Fall ist. Im Ergebnis entsteht ein Körper mit minimaler Oberfläche. Eine weitere Konsequenz der Oberflächenspannung besteht darin, dass die Wasseroberfläche eine Struktur ausbildet. Daher kann ein unbedachter Sprung ins kühle Nass durchaus gefährlich sein.

  4. Viskosität: Es gibt Varianten der Viskosität, die aber gleichsam im Prinzip das Gleiche ausdrücken. Sie tragen die Symbole η und ν. Viskosität drückt die Zähigkeit einer Flüssigkeit aus. Sozusagen den Widerstand gegen Bewegung. Wollen wir einmal die dynamischen Viskositäten η einiger Flüssigkeiten miteinander vergleichen. Die Angaben sind in Milipascalxs und werden bei 20° Celsius angegeben. Ether: 0,23; Wasser 1,01. Ist also viermal viskoser. Ethanol:1,19. Also noch viskoser. Schmieröl für mich unerwartet zwischen 0,1 und 1,2. Glycerin (eine 50-prozentige Lösung):6,05. Olivenöl hat eine hohe Viskosität von 100 und Honig eine sehr hohe von 104. Einen starken Einfluss auf die Viskosität einer Flüssigkeit üben die physikalischen Größen Temperatur und Druck aus. Zum besseren Einprägen möchte ich die beiden Zusammenhänge grafisch darstellen. Bei zunehmender Temperatur nimmt die Viskosität von Flüssigkeiten ab, wird der Druck erhöht, steigt die Viskosität. Ich danke für die Aufmerksamkeit. Alles Gute. Auf Wiedersehen!

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4 Kommentare
  1. 001

    Tut mir leid, ich habe die Frage erst jetzt entdeckt. (Gibt es viele Kommentare und/oder das Hinzufügen zu den Favoriten, entziehen sich die aktuellen Mitteilungen schnell meinenm Zugriff.)
    "Er" meint damit folgendes:
    Zwischen den Teilchen einer Flüssigkeit gibt es Kräfte. Wäre es anders, könnte die Flüssigkeit nicht existieren und wir hätten ein Gas. Die Kräfte am der Wasseroberfläche sind verantwortlich für die so genannte Oberflächenspannung.Das kann man sich so vorstellen, als ob über die Flüssigkeitsoberfläche ein dünnes Netz gespannt ist. Dass das so ist, kann man beim Wasser an einigen eindrucksvollen Beispielen erkennen:
    1. Der Wasserläufer, ein Insekt, dass über die Wasseroberfläche laufen kann.
    2. Man kann auf die Wasseroberfläche in einem Glas (mit großem Geschick!) eine Büroklammer flach legen, ohne dass sie untergeht. Ist man noch geschickter, geht das sogar mit einer kleinen Geldmünze!
    3. Die Kräfte an der Oberfläche können durch Seife oder ein Waschmittel aufgehoben werden. Darauf beruht der Waschvorgang.

    Zum Video:
    Wenn man aus größerer Höhe (3m ... 5m) ins Wasser springt, sollte man senkrecht mit den Beinen oder dem Kopf eintauchen. Macht man einen "Bauchklatscher", vergrößert man die Oberfläche des Körpers und der Aufprall kann durch die Oberflächenspannung (Teilchenkräfte an der Oberfläche) sehr schmerzhaft sein.
    Ich hoffe, es war verständlich.
    Alles Gute und viel Erfolg

    Von André Otto, vor etwa 2 Jahren
  2. Default

    "...dass die Wasseroberfläche eine Struktur ausbildet. Daher kann ein unbedachter Sprung ins kühle Nass durchaus gefährlich sein."

    Was meint er damit?

    Von Spelli88, vor mehr als 3 Jahren
  3. Default

    bei mir nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Bpjung, vor mehr als 3 Jahren
  4. Default

    Das Video läuft sehr sehr leise, trotz voll aufgedrehtem Lautsprecher versteht man den Redner kaum.
    Inhaltlich ist es ok.

    Von Antje Buetow, vor fast 4 Jahren