Feststoffe 04:22 min

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Transkript Feststoffe

Guten Tag und herzlich willkommen. In diesem Film geht es um Feststoffe. Das ist der Teil eins: Grundlegendes. Als Vorkenntnisse wäre es wünschenswert, wenn Ihr bereits die Filme Aggregatzustände, Gase und Flüssigkeiten gesehen habt. Ich möchte Euch in diesem Film, das ist mein Ziel, grundlegende Vorstellungen über Feststoffe vermitteln. Das Video ist in die Abschnitte Vorkommen, Kristalle, amorphe Stoffe und Modifikationen gegliedert. 1. Vorkommen Im Periodensystem, die Elemente, treffen wir mehr als 80 Prozent Vertreter an, die bei Raumbedingungen im festen Aggregatzustand vorliegen. Pauschal gesagt ist der feste Aggregatzustand ein Vorrang der unbeliebten Natur. Bei Mineralien und Salzen trifft man ein sogenanntes Kristallgitter an. Es ist bemerkenswert, dass die meisten organischen Verbindungen kristallisierbar sind. Das gilt selbst für solche komplizierten Spezies, wie die DNA, Proteine, Enzyme und Viren. Man kann auch kurz sagen, Biopolymere sind prinzipiell kristallisierbar. 2. Kristallgitter Das in der festen Materie häufig anzutreffende Kristallgitter kommt in verschiedenen Formen vor. Als Beispiel sei hier genannt: kubisch, hexagonal, rhombisch und monoklin. Gemeinsam ist ein Kristallgitter, ein regelmäßiger Aufbau ihrer Struktur. Die Struktur von Kristallgittern kann mit der modernen Methode der Röntgenstrukturanalyse aufgeklärt werden. 3. Amorphe Stoffe Im Unterschied zu den Kristallen zeigen amorphe Stoffe ein Fehlen eines regelmäßigen Aufbaus. Typische Beispiele für amorphe Stoffe sind Aktivkohle, Puder und Heilerde. Wozu hingegen zählt man Glas, Leim und einige Kunststoffe? Diese Stoffe zählen nicht zu den amorphen Stoffen. Man spricht hier von unterkühlten Schmelzen. 4. Modifikationen Modifikationen sind verschiedene Erscheinungsformen eines chemischen Elements. Ein interessantes Beispiel ist Phosphor. Weißer Phosphor geht bei einer Temperatur von 250 Grad Celsius in die andere Modifikation, in roten Phosphor, über. Die beiden Modifikationen unterscheiden sich deutlich in ihren Eigenschaften. Weißer Phosphor ist chemisch sehr reaktiv, während roter Phosphor eher träge ist. Während weißer Phosphor sehr giftig ist, ist roter Phosphor praktisch ungiftig. Vorsicht, keinen roten Phosphor konsumieren. Er kann Spuren des weißen Phosphors enthalten. Ein zweites Beispiel für Modifikationen ist das chemische Element Zinn. Zinn kommt in zwei Modifikationen vor. Dem α-Zinn und dem β-Zinn. Bei 13 Grad Celsius wandelt sich das amorphe α-Zinn in metallisches β-Zinn um. Den umgekehrten Vorgang bezeichnet man als Zinnpest. Das hat Bedeutung, vor allem dann, wenn man um den Erhalt von Zinngegenständen bangen muss. So können zum Beispiel die aus Zinn bestehenden metallischen Orgelpfeifen, in unterkühlten Kirchen, in das amorphe Zinn zerfallen. Ich danke für die Aufmerksamkeit. Alles Gute. Auf Wiedersehen

Informationen zum Video
2 Kommentare
  1. 001

    Periodensystem der Elemente.

    Von André Otto, vor fast 4 Jahren
  2. Default

    Was bedeutet PSE?

    Von Manuel Karaboga, vor fast 4 Jahren