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Transkript „Wilhelm Tell“ – Inhaltsangabe (Schiller)

Wie lässt Schiller seinen “Wilhelm Tell” beginnen? In der schönen Schweiz. Die Leute der Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden bereiten sich auf einen Aufstand vor. Sie werden von den österreichischen Vögten, die Vertreter des jeweiligen Landesherren waren, unterdrückt. Doch letztlich ist es nicht ein Aufstand, sondern es sind ein Hut, ein Apfel und ein Pfeil, die zur Befreiung der Schweiz führen.

Beginnen wir mit dem Anfang. So hat beispielsweise der Vogt Wolfenschießen versucht, die Frau des Konrad Baumgarten zu vergewaltigen. Dieser hat den Vogt Wolfenschießen darauf erschlagen. Nun muss der Baumgarten fliehen. Wilhelm Tell hilft ihm dabei.

Schikanen der Vögte

Trotz des tobenden Sturmes fährt er ihn über den See und bringt ihn in Sicherheit. Den Bauern und Fischern in den Kantonen Uri, Schwyz und Unterwalden geht es nicht gut. Der neue Kaiser akzeptiert die alten Freiheitsabkommen nicht. Seine Vertreter, die Vögte, schikanieren das Volk, wo es nur geht. Sie versuchen, es dem neuen Kaiser zu unterwerfen.

Auch Melchthal hat den Zorn der Vögte gespürt. Als man ihm ein Ochsengespann wegnehmen wollte, hat er einem Boten des Vogts den Finger gebrochen. Melchthal musste daraufhin fliehen und versteckt sich bei einem Bekannten. Dort erfährt er nun, was mit seinem Vater passiert ist: Weil der seinen Sohn nicht verriet, ließ der Vogt ihm die Augen ausstechen. Er nahm ihm seinen Besitz weg, so dass er nun arm und nackt betteln muss.

Selbst den reicheren Leuten geht es nicht besser. So fürchtet der Werner Stauffacher um sein schönes Haus. Der Vogt will es ihm wegnehmen. Und auch unter den Adligen ist der Umbruch spürbar: Der Freiherr von Attinghausen steht zwar zur Schweiz. Doch sein Neffe Rudenz hat sich auf die Seite der Österreicher geschlagen.

Gegen die Unterdrückung

Das ändert sich erst, als er dem Fräulein Bertha seine Liebe gesteht. Ihretwegen nämlich war er für die Österreicher. Die Adlige aber wäscht ihm aber gehörig den Kopf. Sie hält zur Schweiz, nicht zuletzt, um ihren Besitz gegen die Österreicher zu verteidigen. Die Männer und Frauen wollen diese Unterdrückung nicht länger dulden.

Schließlich treffen sich die Männer aus allen drei Kantonen nachts auf der Rütliwiese. Dort erneuern sie ihren alten Bund. Gemeinsam wollen sie die Freiheit zurückerlangen. Sie beschließen, an Weihnachten die Burgen der Vögte zu stürmen.

Inzwischen hat der Vogt Gessler einen Hut auf dem Platz von Altdorf aufstellen lassen. Er will den Gehorsam des Volkes prüfen. Alle sollen sich vor dem Hut verneigen. Zwei Soldaten bewachen den Hut. Als Wilhelm Tell mit seinem Sohn Walther auf den Platz tritt, geht er achtlos am Hut vorbei. Die Soldaten ergreifen ihn und wollen ihn verhaften.

Tells Schützenkünste

Zufällig kommt der Vogt Gessler hinzu. Er weiß, dass Tell ein hervorragender Schütze ist. Deshalb stellt er ihm eine Aufgabe: Er muss mit seiner Armbrust einen Apfel vom Kopf seinen Sohnes Walther schießen.

Wenn er nicht trifft, wird er getötet. Tell ringt mit sich. Doch dann stellt er sich der Aufgabe und schießt. Er trifft den Apfel, der Sohn ist unverletzt. Gessler sieht, dass Tell einen zweiten Pfeil eingesteckt hatte. Er verspricht, Tell auf jeden Fall am Leben zu lassen, will aber die Wahrheit hören. Tell gesteht: Der zweite Pfeil war für Gessler bestimmt. Hätte er den Apfel verfehlt, so hätte er mit dem zweiten Pfeil Gessler getötet.

Tells Verhaftung

Gessler will Tell nun in den Kerker werfen. Er lässt ihn fesseln und abführen. Gemeinsam fahren sie auf einem Schiff davon. Doch wieder kommt ein Sturm auf. In der Not fragt Gessler Tell, ob er das Steuer übernehmen könne. Tell wird losgebunden und steuert das Schiff nah an eine Felsplatte.

Die Ermordung des Vogts

Dort springt er an Ufer, stößt aber das Schiff mit seinem Fuß wieder in den Sturm zurück. Tell will sich nun rächen. Er wartet in der hohlen Gasse auf Gessler. Er weiß, dass der Vogt da lang kommen muss. Als Gessler durch die Gasse reitet, tötet Tell ihn mit seinem zweiten Pfeil. Inzwischen beschließen die Männer Uris, Schwyz’ und Unterwaldens, nicht länger zu warten.

Die Situation ist günstig: Der Freiherr von Attinghausen liegt im Sterben. Sein Neffe Rudenz aber kämpft nun für die Schweiz. So erobern die Männer in Schwyz und Unterwalden die Burgen der Vögte und vertreiben die ungeliebten Herrscher.

Die Heldenfigur Tell

Im letzten Akt des klassisch in fünf Akten gebauten Dramas gehen die Urner auf die noch nicht fertig gebaute Burg los und reißen sie nieder. Die Schweiz ist jetzt frei. In der letzten Szene gehen die freien Leute von Uri, Schwyz und Unterwalden zu Wilhelm Tell. Denn schließlich haben Gesslers Hut, der Apfel und Tells Pfeil den Aufstand beschleunigt. Tell ist ihr Held der Freiheit.

Informationen zum Video
5 Kommentare
  1. Default

    Paricidas fehlt doch!

    Von Marianne Faust, vor 8 Monaten
  2. Rene redaktion

    Hallo, ganz richtig bemerkt! In dem Video wird nur der Anlass, aber nicht die Ursache beschrieben, warum der der Landvogt Tell zwingt, den Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen.

    Die Ursache ist - wie du schon festgestellt hast - u.a. das Treffen zwischen Tell und Gessler im 3. Aufzug, 1. Szene. Zitat von Hedwig: „Er hat vor dir gezittert – Wehe dir!
    Dass du ihn schwach gesehn, vergibt er nie.“

    Der Anlass zur Machtdemonstration des Vogts ist aber wiederum der Umstand, dass Tell den Hut ignoriert hat. Die Idee zur Machtdemonstration wurde wiederum durch den Sohn mitgetragen. Zitat von Walther Tell:
    „Und das muss wahr sein, Herr – 'nen Apfel schiesst
    Der Vater dir vom Baum auf hundert Schritte.“

    Danke für deinen Hinweis!

    Beste Grüße
    Die Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    das Video ist gut, aber ich habe es beim Lesen des Buches so verstanden, dass Gessler Tell deshalb den Apfel vom Kopf schießen lässt, weil Tell ihn im 3. Aufzug 1. Szene in einer hilflosen und aussichtslosen Situation gesehen hatte. Dies will nun Gessler rächen. Auch ist Gessler erst auf die Idee des Apfelschusses gekommen, als Tells Sohn Walter ihm erzählt hat, dass sein Vater auf 100 Schritt den Apfel vom Baum trifft.

    Von Ina Kim Hanselmann, vor mehr als einem Jahr
  4. Rene redaktion

    Das freut uns zu hören. Vielen Dank für deinen Kommentar!

    Beste Grüße
    Die Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor fast 2 Jahren
  5. Default

    Mir fehlen die Worte, so gut habt Ihr das Video didaktisch und inhaltlich aufgebaut! Echt der Hammer!

    Von Natascha Bischoff, vor fast 2 Jahren