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Transkript Wichtige Polymere des Alltags

Hallo miteinander. Auf einem Haushaltsgegenstand habe ich etwas Interessantes entdeckt. Offensichtlich soll er für die Nahrungsmittelzubereitung verwendet werden. In Italien hergestellt, auch gut. Das hier ist das Recycling Zeichen. Und hier steht PP, das ist für den Chemiker interessant. Wobei handelt es sich nun bei unserem Haushaltsgegenstand? Ich möchte euch darüber nicht im Unklaren lassen und werde ihn nun vergrößern. Es ist eine hübsche, nützliche Schüssel aus einem Kunststoff. Also, somit guten Tag und herzlich willkommen! In diesem Video geht es um wichtige Polymere, für die Jahrgangsstufe 10. Das Video gehört zur Reihe Kunststoffe. Als Vorkenntnisse solltet ihr Chemie bis Erdöl, Erdgas, Benzin und Alkane, gelernt haben. In dem Video möchte ich euch eine kleine Übersicht, über wichtige Polymere und ihre Verwendung als Kunststoffe geben. Der Film besteht aus 8 Abschnitten und einem Nachtrag, der ist mir beim Drehen des Filmes noch eingefallen. 1. Kennzeichnung von Polymeren 2. Alkanähnliche Polymere 3. Polystyrol 4. Polymere mit Doppelbindungen 5. Polymere mit Esterbindungen 6. Polymere, die Stickstoff enthalten 7. Siliciumhaltige Polymere 8. Mischpolymere und zusätzlich noch ein Nachtrag.   1. Kennzeichnung von Polymeren Zur Kennzeichnung von Polymeren bedient man sich des Recyclingcodes. Wir haben ihn bereits auf der Plasteschüssel gesehen. Bei diesem Recyclingcode heißt PE Polyethylen. HD heißt nicht etwa Hochdruck, sondern High Density. Das bedeutet hohe Dichte. Bei einem Recyclingcode zwischen 01-07 wissen wir, dass es sich um Kunststoffe handelt. Ich möchte einige wichtige Abkürzungen für Kunststoffe notieren. PVC, wohl am bekanntesten, heißt Polyvinylchlorid. PP hatten wir bereits, das heißt Polypropylen. PS bedeutet Polystyrol. Wenn ihr ein O findet, so dürft ihr nicht staunen. Das heißt einfach other, also andere Kunststoffe.

Das könnten sein, Acrylglas, Nylon, ABS oder Fiberglas. SAN heißt, es handelt sich um ein Mischpolymer, das aus Styrol und Acrylnitril besteht. Und damit soll es genug sein. Stürzen wir uns nun in die Beispiele.   2. Alkanähnliche Polymere Beginnen wir mit PE=Polyethylen. Ein Stückchen Polyethylen sieht so aus. Was ist das? Na klar, eine lange, lange Alkankette. Wir haben es hier sozusagen mit einem riesen großen Superalkan zu tun. Viele Dinge kann man aus Polyethylen herstellen. Mir ist beim letzten Besuch im Supermarkt aufgefallen, dass viele Griffe von Haushaltsgegenständen daraus gefertigt werden. Und was kann man noch daraus herstellen? Na sicher, Folien wie Tragetaschen oder diesen kleinen Beutel. PP, das hatten wir bereits, das heißt Polypropylen. Wie sieht es aus? Schaut euch einmal dieses Makromolekül an und stellt fest, welche Unterschiede es im Vergleich zum Polyethylen gibt. Na klar, wenn Polyethylen ein Superalkan ist, so ist das hier ein verzweigtes Superalkan. Bei meiner Suche nach Kunststoffen war ich erstaunt, wie viele Haushaltsgegenstände aus Polypropylen gefertigt sind. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass Polypropylen etwas fester ist als Polyethylen. PIB, Polyisobutylen, schaut euch auch diesmal seine Struktur an. Es handelt sich um ein riesengroßes Alkanmolekül. Im Vergleich zum Polypropylen ist es aber ein noch stärker verzweigtes Superalkan. Die populärste Anwendung dieses Kunststoffes möchte ich euch nicht vorenthalten. Ja richtig, Kaugummi wird daraus hergestellt.   3. Polystyrol Polystyrol, das hatten wir bereits, hat das Abkürzungszeichen PS. Polystyrol kann man durchsichtig fertigen. Es ist ein Thermoplast, der jedoch relativ spröde ist. Dieser Haushaltsmessbecher wurde aus Polystyrol hergestellt.   4. Polymere mit Doppelbindungen Ein Beispiel möchte ich euch für diese Polymere vorstellen. Die Abkürzung ist BR (Butadiene Rubber), der Kunststoff wird auch Polybutadien genannt. Schaut euch einmal die Struktur des Polymers an. Es ist eine riesen langeKette, die aber, im Unterschied zum Polyethylen, Doppelbindungen hat. Es ist also sozusagen ein Superalken. Wer die Alkene noch nicht hatte, nimmt das einfach Mal so zur Kenntnis. Es handelt sich um ein ganz wichtiges Polymer, es ist nämlich synthetischer Gummi. Der Gummiball und auch diese Autoreifen wurden aus Polybutadien gefertigt.   5. Polymere mit Esterbindungen Diese Kunststoffe bezeichnet man auch als Polyester, sie enthalten nämlich die Esterbindungen. Ein spezieller Vertreter der Polyester ist das PET. Mitunter findet ihr das Zeichen PET auf den Getränkeflaschen. Denn die meisten Getränkeflachen aus Plast, die durchsichtig sind, sind aus Polyester gefertigt. Also PET. Und nicht zu vergessen, hübsche Damen- und Kinderbekleidung wird aus Polyester hergestellt.   6. Polymere, die Stickstoff enthalten PA bedeutet Polyamide oder Polyamid. Polyamide enthalten die Amidbindung, die man in der Biologie auch als Peptidbindung antrifft. Haushaltsgeräte, wie z. B. der Bratenwender und die Salatkelle oder auch Bekleidung, werden aus Polyamiden hergestellt. MF, das heißt Melamin-Formhaldehyd-Harz. Manchmal hört man auch nur einfach Melaminharz. Auf Kunststoffgegenständen habe ich aber auch schon oft die Kennzeichnung Melamin gefunden. Diese Schöpfkelle und mit höchster Wahrscheinlichkeit auch dieser Zahnputzbecher, sind aus Melaminharz gefertigt. PAN, Polyacrylnitril, schauen wir uns einmal seine Struktur an. Wir haben auch hier die Grundstruktur des Superalkans. An jedem 2. Kohlenstoffatom finden wir ein Nitril. Es handelt sich somit um ein substituiertes Superalkan. Aus Polyacrylnitril wird Kunstwolle, die in vielen Textilien Anwendung findet, hergestellt.   7. Siliciumhaltige Polymere Findet ihr die Abkürzung SI, so handelt es sich um Silikone, aber auch Silikonkautschuk ist richtig. Mitunter hört man auch Silikongummi. Ich habe bei uns im Supermarkt diesen Küchenpinsel gefunden und auch diese Backform wurde aus Silikon gefertigt. Die sieht so fest aus? Naja, dann zeige ich euch das Mal. Es handelt sich wirklich um ein Elastomer.   8. Mischpolymere, man bezeichnet sie auch als Copolymere Das Mischpolymer aus PP und PE ist ein Elastomer. Die Gummis und auch die Luftballons wurden aus PP/PE hergestellt. Und SAN, erinnert euch, Styrol-Acrylnitril-Polymer. Dieser Kunststoff ist offensichtlich nicht so spröde wie Styrol. Dieser Messbecher wurde aus ihm hergestellt.   Und schließlich noch ein kleiner Nachtrag. PVC sollten wir nennen, ein ganz wichtiges Polymer. Es handelt sich um Polyvinylchlorid. So sieht seine Struktur aus. An jedem 2. Kohlenstoffatom sitzt ein Chloridatom. PVC ist sehr populär, hat aber den Nachteil, dass es Chlorwasserstoff entwickelt. Außerdem ist der enthaltene Weichmacher schädlich. Für Spielzeug, also kein geeignetes Material. Die Rohre, der Vorhang und auch der Schlauch wurden aus PVC hergestellt. Und zum Abschluss PTFE, Polytetrafluorethylen. So sieht dieses Molekül aus. Es enthält an der Kohlenstoffkette nur noch Fluoratome. PTFE ist das stabilste aller Polymere. Es brennt nicht und reagiert nicht mit Chemikalien. Für viele Zwecke, Geräte und Apparaturen wird PTFE verwendet. Als Beispiele möchte ich das Band, die Scheiben und die Beschichtung der Pfanne nennen. Hier kennt ihr es unter dem Namen Teflon.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Ich wünsche euch alles Gute, Tschüss.

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3 Kommentare
  1. Default

    wäre super wenn es genehmigt wird. Das Niveau wäre für FHS/Werkstoffkunde
    Danke Schön schon mal im vorweg

    Von Jonnylein, vor mehr als 4 Jahren
  2. 001

    Hallo,

    es gibt kein Video. Ich könnte es vielleicht drehen, wenn es genehmigt wird. Instruktiv wäre für mich noch das Niveau (Gymnasium, FHS, HS).

    Gruß aus Berlin

    André

    Von André Otto, vor mehr als 4 Jahren
  3. Default

    Guten Tag,
    ich bin auf der Suche nach einem Video zur Silikon-, Glas- und. Keramikherstung und deren chemischen Eigenschaften und Unterschiede. Leider habe ich kein Video zu dem Thema gefunden.
    Sollte es kein Video geben, würde ich mich sehr über eins freuen.
    Vielen Dank
    Jonas

    Von Jonnylein, vor mehr als 4 Jahren