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Transkript Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere (Vertiefungswissen)

Guten Tag und herzlich willkommen! Dieses Video heißt Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere für den Grundkurs. Der Film gehört zur Reihe Kunststoffe. Für das Verständnis des Videos solltet ihr die Grundlagen der organischen Chemie kennen. Ihr wisst, was Aromaten sind, kennt Ester, Karbonsäuren und Alkohole? Ziel des Videos ist es, eine Übersicht über die verschiedenen Kunststoffe mit verschiedenen Eigenschaften zu erlangen. Der Film ist, wie folgt, gegliedert: 1. Wie sich orientieren? 2. Thermoplaste 3. Duroplaste 4. Elastomere
5. Übersicht 1. Wie sich orientieren? Eine riesige Zahl verschiedener Kunststoffe umgibt uns, wovon ein großer Teil auch im Haushalt und im täglichen Leben anzutreffen ist. Einige Beispiele möchte ich hier zeigen. Ist es möglich, in dieser gigantischen Vielzahl von Kunststoffen eine Ordnung herzustellen? Als wichtige Eigenschaft dabei hilft uns die Härte. Die 2. unterscheidende Eigenschaft ist die Verformbarkeit eines Kunststoffes. Je nachdem, wie hart oder verformbar ein Kunststoff ist, wird er als Thermoplast, Duroplast oder Elastomer bezeichnet. Kommen wir nun zu den Thermoplasten. Innerhalb der Kunststoffreihe besitzen Thermoplaste eine mittlere Härte. Die Verformbarkeit der Thermoplaste ist gut. Thermoplaste sind warm pressbar. Ein Beispiel für ein Thermoplast ist ein Polyamid. Ein wichtiges Polyamid ist Nylon. Im Polyamid finden wir die Amidbindung. Ein weiterer Thermoplast ist Plexiglas. Viele Brillengläser bestehen aus Plexiglas. Plexiglas ist ein Polymer, dessen Moleküle eine große Anzahl von Estergruppen in kleinen Seitenketten enthalten. Ein weiterer Thermoplast ist Polyester, abgekürzt PET, nach dem Wichtigsten im Polyester. PET enthält in der Molekülgruppe die Estergruppe. Außerdem finden wir dort aromatische und aliphatische Fragmente. Ein Polyester ist somit ein Vielfachester in einer langen Kette. Ein ganz populärer, wenn auch umstrittener Plast, ist Polyvinylchlorid, abgekürzt PVC. Unter anderem werden Rohre aus PVC gefertigt. Die Struktur des PVC ist relativ einfach. Und nun noch ein Klassiker - Zelluloid. Früher wurden viele Kinderpuppen aus Zelluloid gefertigt. Kommen wir zum 3. Abschnitt - Duroplaste. Die Härte der Duroplaste ist hoch. Nach dem Aushärten sind sie nicht mehr verformbar. Sie sind zum Beispiel nicht pressbar. Ein Duroplast entsteht bei der Reaktion von Melamin mit Formaldehyd. Man nennt den entstehenden Duroplast: Melaminharz. Melaminharz ist ein Aminoplast. Moderne Haushaltsgegenstände werden häufig aus Melaminharz gefertigt, wie zum Beispiel diese Kelle oder diese Schüsseln. Bei der Reaktion von Phenol mit Formaldehyd entsteht Bakelit. Man nennt den Kunststoff auch Phenoplast. Bakelit ist durchaus kein veralteter Kunststoff. Griffe von Handfeuerwaffen und auch Teile von Musikinstrumenten werden aus Bakelit hergestellt. Ein 2. Duroplast entsteht, wenn Bisphenol A, ein zweifacher Phenol, mit Epichlorhydrin reagiert. Dabei bildet sich ein Epoxidharz. Auf vielen Gebieten kommt man ohne Epoxidharze nicht mehr aus - so in der Weltraumfahrt oder beim Segelflug. Auch beim Motorsport ist Epoxidharz unentbehrlich. In der Elektrotechnik wird er für Isolierungen verwendet. Kommen wir zum 4. Punkt - Elastomere. Elastomere besitzen alle gummiähnliche Eigenschaften, wie dieser springende Ball. Die Härte der Elastomere ist gering. Bei Raumtemperatur sind sie reversibel verformbar. Der Kunststoff Polyurethan in seiner Variante als Weichschaum wird als Elastomer verwendet. Moderne Fußbälle, aber auch Topflappen, werden aus Polyurethanschaum gefertigt. Ein weiteres Beispiel für ein Elastomer ist Silikonkautschuk. Im Silikonkautschuk finden wir Siliciumatome, die sich mit Sauerstoffatomen bei der Kettenbildung abwechseln. An den Siliciumatomen sitzen jeweils 2 Methylgruppen. Diese hübsche gelbe Tastatur und diese blaue Backform sind aus Silikonkautschuk gefertigt. Ein 3. wichtiges Beispiel für Elastomere ist Kautschuk, auch Gummi genannt. Fast überall treffen wir Kautschuk an, sei es als Dichtung oder in Gummibändern, in diesem Gummiball oder in Quietscheentchen. 5. Zusammenfassung: Elastomere sind zum Beispiel Polyurethanschaum, Silikon oder Kautschuk. Also wichtige Thermoplaste sind zu nennen: Polyamid, Plexiglas, Polyester, Polyethylen, Polyvinylchlorid und Zelluloid. Und schließlich gehören zu den Duroplasten: Aminoplast, Phenoplast (das ist Bakelit) und Epoxidharz. Ich danke für die Aufmerksamkeit, alles Gute - auf Wiedersehen!

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