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Platin 07:44 min

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Transkript Platin

Guten Tag und herzlich willkommen! Dieses Video heißt Platin. Der Film gehört zur Reihe Elemente. Als Vorkenntnisse solltest du die Naturwissenschaften bis zum 11. Schuljahr gut beherrschen. Mein Ziel ist es dir eine Übersicht über die Eigenschaften und die Verwendung des chemischen Elements Platin zu vermitteln. Den Film hab ich in 5 Abschnitte unterteilt: 1. Kurze Geschichte 2. Stellung im Periodensystem der Elemente 3. Eigenschaften 4. Herstellung und Hersteller 5. Verwendung   1. Kurze Geschichte Man nimmt an, dass bereits vor 3000 Jahren im alten Ägypten Platin verwendet wurde, allerdings ist diese Tatsache nicht endgültig bewiesen. Im 17. Jahrhundert wurde von den Eroberern Amerikas an den Flüssen Ecuadors Metall gefunden, dessen Eigenschaften ihnen missfielen. Die Spanier nannten es deshalb "Platina", was in der Übersetzung etwa "kleines, unreifes Silber" bedeutet, daher warfen sie es zurück in die Flüsse. Im Jahre 1750 hielt der Wissenschaftler William Watson einen Vortrag über die Eigenschaften des Platins. Er fasste die Eigenschaften des Metalles zusammen und konstatierte: "Ich habe nichts Neues entdeckt", trotzdem gilt seitdem Watson als Entdecker des Platins. Rückblickend muss man feststellen, nicht Watson hat das Platin entdeckt, sondern das Platin hat Watson entdeckt. 1784 stellte Achard den ersten Platintiegel her und 1823 baute Döbereiner das nach ihm benannte Feuerzeug, das mit Platin als Katalysator funktionierte. Heute zu Beginn des 21. Jahrhunderts kann man feststellen, dass Platin ein wichtiges Metall der modernen Zivilisation ist.   2. Stellung im Periodensystem der Elemente Im Periodensystem der Elemente befindet sich Platin hier. Es steht in der 8. Nebengruppe, als Nebengruppenelement ist es ein Metall. Sein chemisches Symbol ist Pt. Die wichtigsten Oxidationszahlen in den chemischen Verbindungen sind: +2, +4 und +6.   3. Eigenschaften Platin ist ein grauweißes Edelmetall, es ist weich, etwas härter als Gold, seine Mohshärte beträgt 3,5. Platin hat eine hohe Dichte von 21,4 g/cm³, damit ist seine Dichte höher, als die Dichte von Gold, die von Quecksilber, Silber, Kupfer und Eisen. Platin ist gut mechanisch formbar. Platin ist relativ hoch schmelzend. Die Schmelztemperatur beträgt 1768 °C. Platin verfügt über ausgezeichnete katalytische Eigenschaften, es beschleunigt die Verbrennung von Wasserstoff im Sauerstoffstrom. Diese Anwendung wurde beim Döbereiner-Feuerzeug ausgenutzt. Platin geht mit verschiedenen Metallen Legierungen ein, mit Eisen, Nickel und Kupfer, auch mit Kobalt, Gold und Wolfram. Und auch Galium und Zinn bilden mit Platin Legierungen. Die Reaktivität von Platin ist ziemlich gering. Es reagiert weder mit konzentrierter Salz- noch mit konzentrierter Salpetersäure, vom Gemisch der beiden dem Königswasser, wird Platin angegriffen. In der Hitze kann man Platin mit Schwefel, Phosphor, Bor, Silizium und Kohlenstoff zur Reaktion bringen. Unter den Platinmetallen, ist Platin das edelste.   4. Herstellung und Hersteller Platinbergbau findet heute nicht mehr statt, einzige Ausnahme ist Südafrika. Platin fällt hauptsächlich als Nebenprodukt der Nickelgewinnung an. Bei der Elektrolyse wird zuerst das edlere Platin, dann das unedlere Nickel abgeschieden. Diese Art der Gewinnung und Reinigung bezeichnet man als Raffination. Im Labor gewinnt man Platin auch durch Glühen von Hexachloridoplatinsäure, das Metall fällt als sogenannter Platinschwamm an. Die Weltförderung von Platin wurde im Jahr 2008 hauptsächlich durch 3 Länder bestritten: Südafrika förderte 153 t, Russland 25 t und Kanada 7,2 t. Zusammen waren das mehr als 90% der Weltförderung.   5. Verwendung Metallisches Platin wird in vielen Gebieten von Wissenschaft und Technik eingesetzt, zunächst einmal ist es ein Münzmetall, auch Platinschmuck erfreut sich großer Beliebtheit. Platin wird zur Fertigung von Thermoelementen verwendet, auch ein Laserdrucker benötigt Platin. Auch in Zündkerzen findet man Platin, und ebenso in den Heizwiderständen von Herdplatten. Laborgeräte werden aus Platin gefertigt, so wie dieser Platintiegel. Platinspiegel dunkeln im Gegensatz zum Silberspiegel nicht nach. Über Platin als Katalysator haben wir bereits gesprochen, man setzt es im Abgaskatalysator und in der Brennstoffzelle ein, auch bei der Salpetersäureherstellung wirkt Platin als Katalysator. Raketen enthalten Platin in der Verkleidung, in Flugzeugtriebwerken ist es Bestandteil der Turbinenleitschaufeln. Spinndüsen werden mechanisch stark beansprucht, dieser Beanspruchung wird das Platin gerecht und schließlich sei nicht vergessen, dass bis 1960 eine Platin-Iridiumlegierung als Meterprototyp diente. Auch die Platinverbindungen sind von Bedeutung, über die Hexachloridoplatinsäure haben wir bereits gesprochen, das komplexe Anion bildet mit einigen Metallionen Niederschläge, mit den Ionen des Kaliums, Rubidiums, Cäsiums, dem Ammonium-Ion und dem Thallium(I)-Ion. Es bildet sich jeweils ein gelber Niederschlag. Die Platinfluoride sind starke Oxidationsmittel, Platin(V)-Flourid oxidiert selbst Wasser, wobei Sauerstoff O2 frei wird. Platin(VI)-Flourid oxidiert das Edelgas Xenon. Platin(IV)-Oxid wird für die Katalyse eingesetzt. Ein Platinkomplex, das "Cis-Platin" wird bei der Chemotherapie bei Krebs eingesetzt. Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg! Auf Wiedersehen!

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