Mineralwasser 08:57 min

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Transkript Mineralwasser

Einen schönen guten Tag und herzlich willkommen. Dieses Video heißt Mineralwasser. So erfrischend ist ein Schluck Mineralwasser, das wir auch umgangssprachlich als "Wasser" bezeichnen. Für Mensch und Natur ist lebensnotwendig, dass Wasser Salze löst. Wenn ich ein Salz, zum Beispiel Natron, in reines destilliertes Wasser gebe, es umrühre und vielleicht ein bisschen stehen lasse, erhalte ich nach einer bestimmen Zeit eine klare Lösung. Wir wissen heute, dass die Salze nicht einfach als Moleküle im Wasser aufgelöst werden, sondern durch Dissoziation der Salze entstehen geladene Teilchen, die Ionen. Nehmen wir zum Beispiel Natron, das eben verwendete Salz. Ein Molekül Natriumhydrogencarbonat dissoziiert in wässriger Lösung in ein positiv geladenes Natriumion und in ein negativ geladenes Hydrogencarbonat Ion, HCO3^-. Nehmen wir ein anderes Salz, Calciumsulfat. Ein Molekül Calciumsulfat, CaSO4, dissoziiert in wässriger Lösung in ein zweifach positiv geladenes Calciumion, Ca2+  und in ein zweifach negativ geladenes Sulfation SO42-. Alle vier Ionen sind in Lösung enthalten. Beim Eindampfen der Lösung könnten die Natriumionen 2N+ sich mit den Sulfationen SO42- verbinden und das Salz Natriumsulfat Na2SO4 bilden. Genauso können die Ionen Ca2^+ mit den Hydrogencarbonationen HCO3^- sich verbinden und das Salz Ca(HCO3)2 bilden. Wir können aus 4 Ionen 4 Salze bilden. Ich habe diese mit 1, 2, 3 und 4 gekennzeichnet. Demenzufolge liegen in Salzlösungen niemals undissoziierte Teilchen, sondern stets Ionen vor. Zum einen hat man in einer Salzlösung Kationen. Das sind positiv geladene Ionen. Wir möchten hier zwei wichtige Vertreter nennen: das Natriumion, Na^+ und das Calciumion, Ca2+. Die negativen Ionen werden Anionen genannt. Ich möchte hier die beiden wichtigsten für das Mineralwasser nennen: Das sind das Hydrogencarbonation, HCO3^-, und das Sulfation SO42-. Von dem verwendeten Mineralwasser möchte ich nun die entsprechenden Mengen an Ionen nennen. Ich werde dabei auf ganze mg/l runden. Natriumionen 16 mg/l, Calciumionen 67 mg/l, Hydrogencarbonationen 147 mg/l und Sulfationen 60 mg/l. Die Gesamtmenge an Ionen ergibt für unser Mineralwasser 290 mg/l. Wenn wir diesen Wert mit dem Wert der Meere vergleichen, so stellen wir fest, dass das bedeutend geringer ist als der Ionengehalt der Ostsee. Der beträgt immerhin ungefähr 500 mg/l. Die Meere enthalten entsprechend mehr Ionen. Bis 3000 und mehr mg/l an Kationen und Anionen. Das ist einer der Gründe dafür, warum Mineralwasser nicht salzig schmeckt. Warum ist Mineralwasser nicht salzig? Gemeint ist damit der Geschmack. Einen der Gründe haben wir eben genannt. Der Ionengehalt im Mineralwasser ist geringer als der Ionengehalt der Meere. Der zweite Grund ist fast noch wichtiger. Mineralwasser enthält kein oder kaum Chlorid. Das heißt, es enthält kaum Chloridionen Cl^-. Cloridionen sind vor allem für den Salzgeschmack eines Wassers verantwortlich. Warum enthält Mineralwasser kaum Nitrat, NO3^-? Nitrationen NO3^- sind physiologisch relativ unbedenklich. Allerdings sind sie in der Lage durch Oxidation Nitiritionen NO2^- zu bilden. Diese wiederum sind fähig Nitroso-Verbindungen zu bilden. Nitroso-Verbindungen snd krebserregend, eine äußerst wenig wünschenswerte Perspektive. Warum enthält Mineralwasser kein Carbonat, CO32-? Carbonat ist für den Menschen völlig unschädlich. Allerdings hat es die Eigenschaft, dass es gelöste Calciumionen als Calciumcarbonat CaCO3 ausfällen kann. Ca2+ und CO32- reagieren zu sehr schwer löslichem Calciumcarbonat. Die Calciumionen würden ausfallen. Somit würden wir die Calciumionen Ca2+ in der Lösung verlieren, da sie dort nicht mehr bleiben könnten und sich als Niederschlag absetzen würden. Welche Rolle spielt Kohlenstoffdioxid CO2 im Mineralwasser? Zunächst einmal ist CO2 Kohlenstoffdioxid im Sprudel erfrischend. CO2 übt allerdings auch eine chemische Reaktion aus: CO32-+CO2+H2O reagieren zu 2HCO3^- Kohlenstoffdioxid, CO2, ist somit fähig Carbonat CO32- in Hydrogencarbonat HCO3^- umzuwandeln. Somit können zum Beispiel Calciumsalze als Carbonat unlöslich in Hydrogencarbonat in lösliches Salz umgewandelt werden. Hat Mineralwasser gegenüber Trinkwasser Vorteile? Kaum ist die Antwort. Beide sind wichtige Elektrolytspender. Beide liefern lebenswichtige Ionen. Vor allem ist wichtig, dass beide Spender von Ca2+, von Calciumionen sind. Wir fassen zusammen: Mineralwasser ist dem Trinkwasser in seiner physiologischen Wirkung durchaus ebenbürtig und kann hinsichtlich der Versorgung des Körpers mit Calciumionen Ca2+ sogar die Milch ersetzen. Das war es wieder für heute. Ich wünsche Euch alles Gute. Auf Wiedersehen.  

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