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Textversion des Videos

Transkript Blüte – Aufbau und Funktion

Hast du dir mal einen Blumenstrauß oder die Blütenpflanzen auf einer Sommerwiese genauer angeschaut? Dann ist dir bestimmt aufgefallen, dass die Blüten der Pflanzen oftmals sehr unterschiedlich aussehen, oder?

Trotzdem gibt es einen grundsätzlichen Aufbau einer Blüte, den man bei vielen Blüten leicht erkennen kann. Diesen grundsätzlichen Blütenaufbau möchte ich dir in diesem Video zeigen und dir außerdem die Funktion der einzelnen Blütenbestandteile erklären.

Abwandlung von Blättern

Dieses ist eine typische Blüte, die du bestimmt schon einmal gesehen hast: Es ist die Blüte eines Kirschbaumes. Auf den ersten Blick kannst du sehen, dass man diese Blüte in vier unterschiedliche Teile einteilen kann.

Bei diesen unterschiedlichen Teilen handelt es sich um abgewandelte Blätter, die abhängig von ihrer Funktion ganz unterschiedlich aufgebaut sind und auch ganz unterschiedlich gefärbt sein können. Dass es sich bei den einzelnen Blütenbestandteilen um Blätter handelt, wirst du gleich an den Namen der Bestandteile sehen, denn diese enthalten immer den Wortstamm „blatt“.

Kelch- und Kronblätter

Fangen wir von Außen an. Dort findest du die grünen Kelchblätter. Danach folgen die Kronblätter, die oft auch als Blütenblätter bezeichnet werden. Kronblätter können weiß wie bei der Kirsche sein. Sie können aber auch ganz auffällige Farben haben. Die Funktion von Kelch- und Kronblättern ist der Schutz der inneren Blütenbestandteile, besonders, wenn sich die Blüte noch im Knospenstadium befindet.

Die Kelch- und Kronblätter schützen vor Wettereinflüssen wie Regen und Wind, aber auch vor mechanischen Schäden z.B. durch Zweige. Eine weitere Funktion der Kronblätter wirst du am Ende des Videos kennen lernen, denn Kronblätter spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Blüten.

Staubblätter

Wenn wir nun weiter in das Innere der Blüte gehen, sehen wir die Staubblätter. Diese setzen sich aus dem Staubfaden und dem Pollensack zusammen. Aus dem Pollensack werden die Pollenkörner freigesetzt, die auch als Blütenstaub bezeichnet werden. Bestimmt bist du schon einmal an eine Blüte gekommen und hattest einen orange-gelben Fleck auf deinem T-Shirt, oder?

Das war der Pollen, der von den Pollensäcken abgestreift wurde. Staubblätter sind die männlichen Blütenorgane und sie bilden die männlichen Geschlechtszellen. Und obwohl sie so anders als die Kelch- und Kronblätter aussehen, handelt es sich auch dabei um umgewandelte Blätter.

Fruchtblätter

Im Inneren der Blüte findest du das Fruchtblatt. Auch dieses ist ein abgewandeltes Blatt, obwohl es wiederum eine ganz andere Form hat. Das Fruchtblatt ist zum so genannten Stempel zusammengewachsen. Unten befindet sich der verdickte Fruchtknoten, der über den Griffel mit der klebrigen Narbe verbunden ist. Das Fruchtblatt ist das weibliche Blütenorgan, das die Samenanlage mit der Eizelle enthält.

Funktion der Fortpflanzung

Die Funktion einer gesamten Blüte ist nicht etwa das hübsche Aussehen, das uns Menschen so begeistert. Blüten dienen der Fortpflanzung der jeweiligen Pflanzenart. Aus den Blüten, bzw. meist nur aus dem Fruchtknoten bilden sich die Früchte einer Pflanze, die die Samen enthalten.

Bei dem Kirschbaum sind das die Kirschen mit dem darin enthaltenen Kirschkernen. Die Ausbreitung dieser Samen führt dazu, dass die Pflanzenart weiter existiert. Und daher kannst du dir bestimmt auch gut vorstellen, dass eine Pflanze so einiges daran setzt, dass sie Samen entwickeln kann, oder?

Und das kann eine Pflanze nur, wenn Pollen auf die klebrige Narbe gelangt, sich ein Pollenschlauch ausbildet und die Eizelle befruchtet wird. Erst dieses Aufeinandertreffen von weiblichen und männlichen Geschlechtszellen, also die Befruchtung, führt zur Samenbildung und ist damit von großer Bedeutung für die Pflanze.

Bestäubung

Die Bestäubung wird oft von Insekten übernommen. Das ist auch der Grund, weshalb viele Blüten und dort besonders die Kronblätter manchmal sehr farbenfroh sind. Dadurch werden bestäubende Insekten aufmerksam. Meist haben Blüten noch starke Düfte und zuckerhaltigen Nektar, wodurch Insekten angelockt werden. Viele Pflanzen bestäuben sich aber auch selbst und benötigen keine Insekten für die Bestäubung.

Bei wieder anderen Pflanzen werden die Pollenkörner durch den Wind verbreitet und die Pflanzen so bestäubt. Das kennst du bestimmt von den gelben Pollen von Kiefern und Raps, die sich alljährlich im Mai auch auf Autos und anderen Oberflächen sammeln.

Zusammenfassung

Schau dir das nächste Mal Blüten aus einem Blumenstrauß oder von anderen Pflanzen einmal genauer an. Bei vielen Blüten kannst du leicht die Kelch-, Kron-, Staub- und Fruchtblätter entdecken. Manchmal sind Blüten aber auch soweit abgewandelt, dass einzelne Blütenbestandteile fehlen oder verwachsen sind.

Die Funktion einer Blüte ist in jedem Fall die Fortpflanzung. Deshalb haben Blüten, die durch Insekten bestäubt werden, oft auffällige Farben, starke Düfte oder zuckerhaltigen Nektar. Tschüss!

Informationen zum Video
3 Kommentare
  1. Basst%c3%b6lpel

    Und 20× verständlicher Als im meinem Buch ;) ECHT KLASSE weiter so

    Von Niko Tröster, vor 5 Monaten
  2. Default

    Danke für die Erklärung, du bist ungefähr 10mal verständlicher als meine Lehrerin.

    Von Odile, vor fast 3 Jahren
  3. Default

    sehr gut erklärtes Video, ich freu mich schon auf die nächste Bio-Stunde !:-)

    Von Karin Lenz, vor etwa 3 Jahren