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Transkript Energie eines harmonischen Oszillators

Hallo und herzlich willkommen zu Physik mit Kalle. Heute wollen wir uns aus dem Gebiet Schwingungen und Wellen die Energie des harmonischen Oszillators näher ansehen. Für dieses Video solltet Ihr bereits den Film über die harmonische, mechanische Schwingung gesehen haben. Wir lernen heute: Welche Energieform wir im harmonischen Oszillator finden können.

Wie Ihr zeitlicher Verlauf ist, und wie ich die Formel für die Gesamtenergie herleiten kann. Rechts seht Ihr eine Animation eines einfachen Federpendels.

Wir wollen nun wissen, welche Energieform wir während einer Schwingung finden können. Wenn wir nun unser Pendel anheben, ist in der Feder potenzielle Energie gespeichert, die von der Auslenkung abhängt. Wenn wir das Pendel loslassen, wird es nach unten gedrückt und die potenzielle Energie verwandelt sich in kinetische Energie. Diese wiederum zieht die Feder in die andere Richtung lang, bis die gerade erst gewonnene kinetische Energie wieder aufgebraucht und vollkommen in potenzielle Energie verwandelt ist.So geht es immer weiter. Wir haben also in einem harmonischen, mechanischen Oszillator zwei Energieformen: potenzielle Energie und kinetische Energie. Und den zeitlichen Verlauf der beiden wollen wir uns jetzt im nächsten Kapitel genauer ansehen. In diesem Diagramm seht Ihr die zeitlichen Verläufe beider Energien eingezeichnet. Die potenzielle Energie ist blau, die kinetische Energie rot. Am Anfang habe ich meinen Oszillator ein Stück ausgelenkt. Damit hat er eine potenzielle, aber keine kinetische Energie, denn noch liegt er ruhig in meiner Hand. Dann lasse ich ihn los und die Schwingung beginnt. Mit der Zeit sinkt nun die potenzielle Energie immer weiter und die kinetische Energie steigt, bis ich an der Gleichgewichtslage des Pendels angekommen bin. Hier ist die kinetische Energie maximal und es gibt keine potenzielle Energie mehr, denn die Feder hat keine Auslenkung mehr und übt damit keine Kraft aus. Nun wird mein Pendel aber von der kinetischen Energie weitergetragen, bis es die maximale Auslenkung in der entgegengesetzten Richtung erreicht hat, bei der die kinetische Energie auch wieder auf null gesunken ist. Die potenzielle Energie hat hier wiederum Ihr Maximum erreicht und wird das Pendel sofort wieder beginnen in die entgegengesetzte Richtung zu beschleunigen und so geht dies immer weiter. Eine interessante Feststellung machen wir, wenn wir die beiden Energien addieren. Die Gesamtenergie, im Bild lila ist nämlich konstant. Das schreiben wir uns gleich einmal auf und überprüfen die Werte für die kinetische und potenzielle Energie. Für die Auslenkungen plus A null und minus A. Bei der Auslenkung y=+A, ist die potenzielle Energie maximal nämlich: 1/2×Federkonstante K×Auslenkung Quadrat, also A² und die kinetische Energie ist null. Bei y=0, ist die potenzielle Energie gleich null, denn wir hatten gerade schon festgestellt, keine Auslenkung, keine Federkraft. Dafür hat die kinetische Energie Ihr Maximum: EKin=1/2mv² Für y=-a erhalten wir natürlich das Gleiche, wie für y=a, die potenzielle Energie ist 1/2kA², die kinetische Energie ist null. Mit diesen Erkenntnissen bewaffnet, wollen wir nun versuchen, eine Herleitung für die Formel der Gesamtenergie zu finden. Wir wissen und das können wir auch gleich so hinschreiben. Die Gesamtenergie ist die kinetische Energie plus die potenzielle Energie = 1/2mv²+1/2ky². Wir schreiben uns gleich noch ein paar andere Dinge auf, die wir zum Umformen brauchen werden. Die Auslenkung y zum Zeitpunkt T ist A×sin(omega t+fi). Die Geschwindigkeit v ist die Ablenkung der Auslenkung nach der Zeit. Also geht y nach tt und das ergibt abgeleitet: A×cosinus(Omega t+fi×nachdifferenziert Omega) und Omega, die Kreisfrequenz ist die Wurzel aus k/m oder anders geschrieben Omega²×m=k, die Federkonstante. Dann mal auf ins Gefecht. Wir setzen unsere Ausdrücke für y und v ein und erhalten: =1/2mOmega²A²cos²Omega t + fi + 1/2kA²sin²(Omega t + fi), wenn Ihr Euch den letzten meiner drei Einsetzausdrücke von gerade eben anseht, erkennt Ihr Omega² m ist gleich k, das heißt, ich kann das am Anfang meiner Gleichung einsetzen und erhalte dann: 1/2kA² und dann in Klammern (cos²(Omega t+fi)+sin²(Omega t+fi) und da cos² von x + sin² von x gleich 1 ist, kann ich die gesamte Klammer einfach wegfallen lassen und ich erhalte: =1/2k×A² das ist eine so schöne einfache Formel, dass wir sie uns gleich noch mal aufschreiben: Die Gesamtenergie eines harmonischen Oszillators beträgt: EGes=1/2×Federkonstante×Amplitude² Wir wollen noch mal wiederholen, was wir heute gelernt haben: In einem harmonischen Oszillator wird potenzielle Energie genutzt, um kinetische Energie zu erzeugen, die ihrerseits wieder potenzielle Energie erzeugt und so weiter, usw. Die Gesamtenergie, die gleich die potenzielle plus die kinetische Energie ist, ist konstant. Die Formel zur Berechnung der Gesamtenergie lautet: EGes=1/2kA² mit der Amplitude A und der Federkonstante K K kann ich dabei auch schreiben, als Kreisfrequenz im Quadrat mal Masse So, das war es für heute, ich hoffe, ich konnte Euch helfen. Vielen Dank fürs Zuschauen. Vielleicht bis zum nächsten Mal. Euer Kalle      

Informationen zum Video
3 Kommentare
  1. Karsten

    @all

    Hier sind die Links zu weiteren Videos die die Mathematischen Hintergründe beschreiben.
    http://www.sofatutor.com/mathematik/videos/winkelfunktionen-spezielle-funktionswerte
    http://www.sofatutor.com/mathematik/videos/sinusfunktion-allgemein-mit-parametern
    http://www.sofatutor.com/mathematik/videos/periodische-funktionen-definition-und-beispiel-1
    http://www.sofatutor.com/mathematik/videos/periodische-funktionen-definition-und-beispiel-2
    http://www.sofatutor.com/mathematik/videos/partielle-integration-mit-sinus-und-cosinustermen

    Von Karsten Schedemann, vor fast 2 Jahren
  2. Default

    Mathematisch sagt mir das so gar nichts.
    Bitte Verlinkung zu den Videos, die dafür nötig sind, etc., um dies Video dann zu verstehen...

    Von Rosenrot78, vor fast 2 Jahren
  3. Default

    Die Gesamtenergie ist die gleiche wie die potentielle Energie?! Wie setzt sich die potentielle Energie zusammen, bzw. wie könnte ich sie noch ausdrücken? Es gibt ja auch die potentielle Lageenergie EL=m*g*h, um die es sich hier allerdings nicht handelt, oder teilweise?
    Also wie kommt man auch die Energie Epot= 1/2*k*A^2 und warum ist sie am Ende auch die Gesamtenergie?

    Von Gammerdinger, vor mehr als 4 Jahren