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Transkript Modi des Verbs – Indikativ, Imperativ, Konjunktiv

Hallo, ich bin es, Luise. Heute geht es um die verschiedenen Modi. Es gibt 3 verschiedene Formen und ich werde euch heute erklären, worum es bei diesen Begriffen geht. "Modi" ist der Plural von "Modus" und das bedeutet so viel wie: die Aussageweise. Ganz einfach - es geht um die Absicht, die man mit einer Aussage hat. Man kann z. B. etwas Reales sagen oder etwas Gesehenes oder Gehörtes oder man kann seine Wünsche äußern oder etwas befehlen. Deutlich wird dies durch den Modus des Verbs. Es gibt 3 verschiedene Formen von Modi: einmal den Indikativ, den Imperativ und die Konjunktive. Das Besondere dabei ist, dass es einen Konjunktiv I und einen Konjunktiv II gibt. Der Indikativ ist die Wirklichkeitsform, mit dem man sagt, was ist, was geschehen ist und was noch geschehen wird. Am Beispiel: Peter ist krank. Er ist wirklich krank, es ist real. Ich habe gesehen, dass er im Bett gelegen hat, weil er krank ist. Genauso kann ich das in andere Zeitformen setzen. "Peter war krank" oder "Peter wird krank sein". Klar ist, was der Indikativ ist. Was ist aber jetzt der Imperativ? Noch einmal zur Wiederholung: Er ist die Befehlsform. Wir benutzen ihn für Befehle, Aufforderungen oder um Rat zu geben. Der Imperativ steht immer an der ersten Stelle des Satzes - es sei denn, wir schieben ein "Bitte" davor. Als Satzzeichen ist sich ganz einfach ein Ausrufezeichen zu merken. Die Bildung des Imperativs: Es gibt nur 3 Formen des Imperativs. Und zwar: 1.) In der 2. Person Singular. 2.) In der 2. Person Plural. 3.) In der Höflichkeitsform. Dazu ein paar Beispiele: In der 2. Person Singular: Ganz klar, wenn ich jemanden sagen möchte, dass er herkommen soll, sage ich zu ihm: "Komm her!" Wenn ich es zu vielen sagen möchte, also in der 2. Person Plural, sage ich: "Kommt her! Und in der Höflichkeitsform: "Kommen Sie her!" Also noch einmal genauer: Wie bilde ich jetzt den Imperativ in der 2. Person Singular? Ganz einfach: Wir nehmen den Präsensstamm und hängen ein "-e" hinten dran. Allerdings ist das "-e" fast aus der Umgangssprache verschwunden. Wir sagen z. B. nicht "Laufe!", sondern wir sagen "Lauf!". Aber wenn der Stamm mit einem "-eln" oder "-ern" endet, dann hängen wir auf jeden Fall das "-e" hinten dran, wie bei dem Beispiel "Wandere!". Eine Besonderheit bei der Bildung sind die Stammvokaländerungen. Bei vielen Verben mit "e" im Präsensstamm wird der Vokal "e" zu einem "i". An dem Beispiel "helfen" kann man das sehr gut sehen: "helfen" wird zu "hilf!". Die Bildung des Imperativs in der 2. Person Plural: Ganz einfach - wir nehmen die 2. Person Plural Präsens ohne das Pronomen. An dem Beispiel: "Ihr macht eure Hausaufgaben", daraus machen wir "Macht eure Hausaufgaben!". Wir lassen einfach das "ihr", das Pronomen, weg. Oder "Ihr kommt" wird zu "Kommt!". Die Bildung des Imperativs in der Höflichkeitsform: Das Verb steht in der 3. Person Plural des Konjunktivs im Präsens und dem Verb wird ein "Sie" nachgestellt. "Kommen Sie bitte schnell ins Büro." Okay, der Indikativ und der Imperativ sind klar. Was aber sind die Konjunktive? Es gibt 2 Konjunktive und beide haben eine spezielle Funktion. 1. Konjunktiv I: Der Konjunktiv I ist typisch für die indirekte Rede und manchmal findet man den Konjunktiv I auch in Gebrauchsanweisungen oder um Wünsche und Empfehlungen auszudrücken. An 2 Beispielen: "Peter sagt, dass er Grippe habe." Das ist indirekte Rede. Oder in einer Gebrauchsanweisung z. B.: "Man nehme täglich 3 Tropfen." Der Konjunktiv I wird hauptsächlich in schriftlichen Texten verwendet. Man hört auch, wenn man es sagt, dass es ein wenig ungewöhnlich klingt. In der Umgangssprache bevorzugen wir den Konjunktiv II oder "würde+Infinitiv". Der Konjunktiv I kommt am Häufigsten in der indirekten Rede vor. Die indirekte Rede, das ist immer dann, wenn eine Äußerung eines anderen wiedergegeben wird. Das heißt, wenn ich erzähle, was ein anderer erzählt hat. Ganz einfach zu erklären: Die indirekte Rede besteht aus dem einleitenden Hauptsatz - um erst einmal zu sagen, um wessen Aussage es sich handelt - und einem Nebensatz, der im Konjunktiv I steht und dieser wird manchmal durch die Konjunktion "dass" eingeleitet. Am Besten erkläre ich das an einem Beispiel: Der Hauptsatz ist "Peter sagte", damit wir wissen, wer etwas gesagt hat: Peter. ", dass ...", also die Konjunktion "dass", " ... er krank sei." ", dass er krank sei" ist der Nebensatz und "sei" ist dabei im Konjunktiv I. Oder: Man kann das Ganze auch ohne die Konjunktion "dass" sagen: "Peter sagte, er sei krank." Die Bildung des Konjunktivs I: Konjunktiv I Präsens wird vom Infinitiv des Verbs abgeleitet. Es ist aber oft sehr schwierig, die Form des Konjunktivs vom Indikativ Präsens zu unterscheiden. Ich zeige euch das am Besten an ein paar Beispielen: der Indikativ Präsens: Ich habe das Verb "schreiben" ausgewählt. Ganz klar, ganz einfach. Im Indikativ Präsens: ich schreibe, du schreibst, er/sie/es schreibt, wir schreiben, ihr schreibt, sie schreiben. Ich kreise euch jetzt die Endung ein, um zu sehen, was der Unterschied zum Konjunktiv I ist. Der Konjunktiv I von "schreiben": ich schreibe, du schreibest, er/sie/es schreibe, wir schreiben, ihr schreibet, sie schreiben. An den Endungen kann man erkennen, dass es typisch für den Konjunktiv I ist, dass man ein "-e" einschiebt bei der 2. Person Singular und Plural. Also statt "du schreibst" im Indikativ Präsens, "du schreibest" im Konjunktiv I. Man kann sehen, dass in vielen Formen, die der Konjunktiv I, gleich der Indikativ Präsens sind. In diesem Fall wird der Konjunktiv I durch den Konjunktiv II ersetzt. Wichtig beim Konjunktiv I ist: Er wird zwar selten in der Umgangssprache genutzt, aber er ist wichtig, um in Texten die Absicht des Autors zu erkennen, wie z. B. in der indirekten Rede. Okay, klar ist, was der Konjunktiv I ist. Aber was bedeutet Konjunktiv II? Mit dem Konjunktiv II drücken wir Irreales, Gedachtes oder Vermutungen und Wünsche aus. Zum Beispiel wenn wir den Satz im Indikativ haben: "Peter ist gesund." Dann ist es ganz klar: Peter ist gesund in dem Moment, es ist real. Der Konjunktiv II, mit dem möchten wir sagen: Peter hat einen Wunsch. "Peter wäre gern gesund." Und wir wissen, er ist es nicht wirklich, aber er wäre es gern. Okay und noch ein anderes Beispiel: Im Indikativ: "Ich fliege nach Italien, wenn ich Zeit habe." Und im Konjunktiv II: "Wenn ich Zeit hätte, würde ich nach Italien fliegen." Der Konjunktiv II bei unregelmäßigen Verben: Das Beispiel "haben": ich hätte, du hättest, er/sie/es hätte, wir hätten, ihr hättet, sie hätten. Und beim Beispiel "sein": ich wäre, du wärst, er/sie/es wäre, wir wären, ihr wärt, sie wären. Du kannst sehen, dass es Varianten gibt und zwar bei der 2. Form Singular und auch Plural. Man kann entweder sagen "du wärst" oder "du wärest" oder "ihr wärt" oder "ihr wäret". Einige Formen des Konjunktivs II sind die gleichen, wie der Indikativ Präteritum. Dann benutzt man die Ersatzform mit "würde" in der jeweiligen Personalform plus den Infinitiv des Verbs. Den Konjunktiv II benutzt man oft, um Wünsche oder Träume auszudrücken. Es gibt einen schönen Spruch dazu: "Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär mein Vater Millionär, meine Mutter Königin und ich säß mittendrin." Noch einmal zur Wiederholung: Den Konjunktiv I benutzt man vor allem in schriftlichen Texten - ansonsten wird er nicht so oft gebraucht. Der Konjunktiv II ist sehr wichtig bei Wünschen oder Bedingungen. Ich hoffe, der Indikativ, der Imperativ und die Konjunktive sind jetzt klar. Ich mache noch zum Abschluss einen Beispielsatz an allen verschiedenen Formen. Im Indikativ: "Er läuft die Straße entlang." Die Handlung findet genau jetzt statt. Im Imperativ - ich befehle jemanden, die Straße entlang zu laufen - also: "Lauf die Straße entlang!" Im Konjunktiv I: "Ich dachte, er laufe die Straße entlang." Und im Konjunktiv II: "Ich dachte, er liefe die Straße entlang." Also macht es gut und bis zum nächsten Mal, eure Luise.

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25 Kommentare
  1. Default

    Danke Danke Danke sehr gut erklärt

    Von Abdellahzaraa, vor 5 Tagen
  2. Default

    wieso sprichst du wünsche mit ch aus sonst super video luise oder willst du mir einen bären aufbindem

    Von Vivi Lange, vor etwa einem Monat
  3. Default

    cooles Vidio , Aufgaben habe sehr viel gelernt

    Von Joerg Madeleine, vor etwa 2 Monaten
  4. Default

    von der Geschwindigkeit her alles in Ordnung, und 1A erklärt! Vielen Dank!

    Von Alexkruse67, vor 9 Monaten
  5. Default

    Du kannst das seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr gut erklären

    Von Murat N., vor 11 Monaten
  1. Default

    Das ist wirklich sehr sehr gut gemacht:)
    Danke,aber vllt. nächstes mal das Video etwas langsamer machen.;)

    Von Angelinaalizee, vor 12 Monaten
  2. Default

    Sehr gut erklärt

    Von Pape Fulda, vor etwa einem Jahr
  3. Default

    Luise richtig richtig gut erklärt ich habe alles verstanden ALLES WAR SUPPPPPPPPPEEERRR nur kontra du bist richtig im zeitraffermodus

    Von Murat N., vor etwa einem Jahr
  4. Rene redaktion

    Vielen Dank für eure Kommentare. Probiert auch gerne die interaktiven Übungen aus, in denen ihr euer Wissen zu den Modi des Verbs üben und anwenden könnt.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor etwa einem Jahr
  5. Default

    sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr seehr guuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuut

    Von Seyda A., vor etwa einem Jahr
  6. Dsc01437

    Dieses Video hat mir wirklich geholfen!
    Gut gemacht!!

    Von Elaina S., vor mehr als einem Jahr
  7. Default

    Dankeschön! Ich habe es in der Schule nicht verstanden und konnte so nicht richtig mitarbeiten. Aber jetzt kann ich es besser den je. Vielen Dank Luise, mach weiter so !

    Von Heidemaxx, vor mehr als einem Jahr
  8. Default

    Super Video .. Danke Luise :)

    Von Mandeep B., vor mehr als einem Jahr
  9. Default

    nice

    Von Justin G., vor mehr als einem Jahr
  10. Default

    super!

    Von Pauli000 21, vor fast 2 Jahren
  11. Rene redaktion

    Es freut uns sehr zu hören, dass euch das Video geholfen hat. Um die einzelnen Modi des Verbs noch besser kennenzulernen, findet ihr auf der rechten Seite weitere Lernvideos.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor fast 2 Jahren
  12. 349

    IN DER ARBEIT WERDE ICH RICHTIG GUT SEIN :D

    Von Vanessa V., vor fast 2 Jahren
  13. Default

    "Sehr gut erklärt .mir hat es wirklich geholfen!!!!!!!!!! ^_^

    Von Stiegersmile, vor fast 2 Jahren
  14. Default

    Super erklärt! Hat mir sehr geholfen! Vielen Dank!

    Von Di0, vor etwa 2 Jahren
  15. Default

    Hat mir sehr geholfen:-)danke"

    Von Haroun Fiazi, vor mehr als 2 Jahren
  16. Default

    gut erklärt, vielen dank

    Von Wekzym, vor mehr als 2 Jahren
  17. Default

    Das hat mir weiter geholfen:)Danke schön

    Von Silvia Bocher, vor mehr als 2 Jahren
  18. Default

    Das ist Super, Vielen Dank

    Von A Negin86, vor etwa 3 Jahren
  19. Kopie von p5080901

    Gute zu wissen !!!

    Von Johanna H., vor mehr als 3 Jahren
  20. Frisch%20auf

    VOLL GUT ERKLÄRT :) DANKE

    Von Johnny 14, vor fast 5 Jahren
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