Advent, Advent, 1 Monat weihnachtliche Laufzeit geschenkt.

Nicht bis zur Bescherung warten, Aktion nur gültig bis zum 18.12.2016!

Textversion des Videos

Transkript Konsonantendopplung

Guten Dank liebe Lernende. In diesem Lehrvideo soll es uns um Konsonantenverdoppelung gehen, und zwar, wie das also in Deutsch geregelt ist. Es gibt für diese Problematik relativ viele Ausnahmen, die ich im Einzelnen noch vorstellen möchte, die aber letztendlich auch durchgehalten werden. Also da gibt es dann nicht wieder irgendwelche Ausnahmen. Es gibt eine Anzahl von Ausnahmen, von der Grundregel, die da lautet, dass ein kurz gesprochener Vokal letztendlich eine Verdoppelung des nachfolgenden Konsonanten nach sich zieht.  Also, spreche ich ein kurzes A oder ein kurzes O, wie in Wolle, oder wie in Ball, dann folgt danach die Verdopplung des Konsonanten, in diesem Falle des Ls. Ich schreibe also nicht ein L hin, dann würde es heißen Bal und ich schreibe nicht ein L bei Wolle, sonst würde es heißen Wole, was etwas anderes bedeutet. Das ist die Grundregel: Ein kurz gesprochener Vokal zieht also die Verdopplung des nachfolgenden Konsonanten nach sich. Hier haben wir aber noch eine besondere Schreibweise für zwei Konsonanten. Einmal für das K: Das K schreiben wir also, wenn wir es verdoppeln nicht kk, sondern mit ck. Und das Z schreiben wir auch nicht, wenn wir es doppeln müssen, wie zum Beispiel in Mütze mit zz, sondern wir schreiben es mit tz. Das hat etwas mit der Historie zu tun, weil unser Alphabet, das kommt, also ursprünglich aus Rom, benutzte lateinische Buchstaben, wie die Römer sie benutzt haben. Und die Römer hatten kein k und kein z in ihrem Alphabet. Und das nennt man eine Reminiszenz, eine Art Ehrenhuldigung gegenüber den Römern, dass wir also deren Buchstaben, die sie im Alphabet nicht hatten und die bei uns eben so aufgesplittet sind in ein k und in ein z, dass wir denen also so eine Art Huldigung zukommen lassen. Das ist nur so von der Schreibweise, ändert nichts an der Regel. Ck ist quasi das doppelt gesprochene k und tz ist das doppelt gesprochene Z - wohlgemerkt nur bei den deutschen Wörtern. Das betrifft jetzt keine Lehnwörter, bei Lehnwörtern gibts das nicht, z.B. Stakkato, oder Pizza. Also Wörter, die aus dem Ausland zu uns gekommen sind und auch in den Sprachgebrauch übergegangen sind, aber bei deutschen Wörtern gibt es dann die Schreibung ck für kk und tz für zz. Kommen wir jetzt zu den Ausnahmen bei der Konsonantendopplung. Wir haben keine Dopplung für die deutschen Konsonanten c,h,j,q,x und y. Es gibt keine deutschen Wörter, in denen also das c,h,j,q,x oder y verdoppelt werden. Das c hatten wir jetzt letztendlich schon beim z untergebracht. Wir sprechen also zwischen dem z und dem c kaum unterschiedlich und das wird also dann auch da respektiert, dass also da keine Dopplung ist. Ein deutsches Wort mit c in der Mitte ist immer ausländischen Ursprungs, also kein eigentlich deutsches Wort. Beim h auch nicht, wir sind nicht in der Lage den Buchstaben h in unserem Gaumen sozusagen zu verdoppeln, also einen Rachenlaut zu bilden, der also ein Doppel-h zulassen würde. Dazu sind wir Deutschen nicht in der Lage. In Afrika und auch in Israel zum Beispiel werden sehr viele Laute mit dem Gaumen gebildet und das bedeutet, dass die also dort sicherlich viele Wörter haben werden, die ein Doppel-H chhhhhh, ja, solche Laute im Gaumen, die wir also im Deutschen nicht benutzen. Wir sprechen weiter vorne mit unserer Zunge. Das j ist so ein Zwielaut, so ein Halbvokal, so ein jie und deswegen wird das also im Deutschen auch nicht verdoppelt. Das q ist so ein Mischlaut zwischen dem quuk, dem k und dem w. Dementsprechend ist der eigentlich schon doppelt. Deswegen wird der also auch nicht mehr nach kurzen Vokalen verdoppelt. Das x ist das gleiche, wie der Name schon sagt, iks, ist also quasi ein k und ein s gemeinsam zu einem neuen Laut gebildet, oder wir haben auch die Umschreibung mit c,h und s. Das wird nicht verdoppelt. Y ist das gleiche. Das ist ein sehr merkwürdiger Buchstabe in unserer Sprache. Weiß der Geier, warum der in unserer Sprache immer noch Eingang gefunden hat. Den benutzt man heute also kaum noch. Ja, also jedenfalls mir ist in deutschen Wörtern das y relativ selten untergekommen, meist sind das dann Lehnwörter aus dem Englischen oder Französischen, wo das y also sehr häufig benutzt wird. Jedenfalls gibt es kein deutsches Wort, dass ein Doppel-y beinhaltet. Weiter, auch ganz wichtig: Es gibt keine Dopplung nach Diphthongen. Diphthonge sind die Zwielaute, also Zwei - Di-phthong, die also aus zwei Vokalen bestehen, das sind also im Einzelnen die Buchstabenkombinationen ai oder au, ja, oder ei, oder ie, oder eu. Das sind also die 5 gängigsten Diphthonge und nach diesen Diphthongen, also das ist ja nicht ein Vokal, sondern es sind zwei Vokale, die also zusammenstehen, wird kein Konsonant, der deutschen Ursprungs ist, verdoppelt. Bei Fremdwörtern ist das wieder möglich, aber bei unseren einheimischen Wörtern ist dies nicht möglich, da kann also keine Dopplung erfolgen. Und schließlich ist es im Deutschen möglich, das also nach Umlauten, darf man nicht mit Diphthong verwechseln, Umlaute gibts im Deutschen 3, das ä, das ö und das ü. Das sind die 3 Umlaute, die es im Deutschen gibt und da ist es möglich, dass wir also dann die konsonantische Verwendung verdoppeln müssen. Aber es ist auch möglich, dass wir das dann nicht verdoppeln müssen, je nachdem wie man es spricht. Sagen wir mal hässlich, kurz gesprochenes ä führt zur Verdopplung, es heißt nicht häslich, es heißt hässlich. Wenn wir bei der gleichen Anwendung haben wir den Hasen, ja, wird lang gesprochen, Häsin, also bleibt es bei einem s. Das Gleiche können wir für ö machen. Was weiß ich, plötzlich, tz, ja Verdopplung, oder lang gesprochen Möhre, wenn wir mal beim Hasen bleiben wollen, da haben wir also nur ein einfaches ö und sogar noch ein Dehnungs-h drinnen, aber zur Dehnung kommen wir später. Oder um das ü auch noch zu bedienen Mütze, kurz gesprochenes ü, oder müßig, für jemanden, der also den lieben langen Tag bloss seinen eigenen Unterhaltungen nachgeht. Gut, dass soll also erst einmal das Theoretische zur Konsonantendopplung gewesen sein. Kurz gesprochener Vokal zieht Dopplung des Konsonanten nach sich. Das ist die Grundregel, die Ausnahme an sich.

Informationen zum Video
6 Kommentare
  1. Default

    Ich hate keinen Ton

    Von Sven Salomo, vor 2 Tagen
  2. Chaosbewaeltiger

    Struwwelpeter ist zwar ein Kunstbegriff, aber inzwischen im Sprachgebrauch. Für -vv- gibt es in der Tat kein Beispiel. Danke für die Korrektur.

    Von Robert Knorr, vor mehr als 2 Jahren
  3. Default

    Es werden auch die Konsonanten v und w nicht verdoppelt.

    Von Schwedenelch 7, vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    Sich zu verabschieden wäre auch noch angebracht

    Von Mohamed Elsayed, vor mehr als 2 Jahren
  5. Chaosbewaeltiger

    leider ist mir nicht ersichtlich, wie die frage bzw. anmerkung lautet.
    regeln für die schriftsprache sind und werden unvollständig bleiben. manches wird durch ausnahmen gebrochen, anderes durch für und wider im diskurs modifiziert, drittes wieder und wieder umgestülpt.
    die hier von ihnen genannten beispiele ließen sich jeweils erklären: haß (das ersetzen des ß durch ss erzeugt mehr mißverständnisse als hilfen beim verständnis unserer sprache) im unterschied zu hasten; modern (inhämisch für faulen) und modern (fremdstämmig für neuartig), imgleichen roman.
    und ja, das ist zu kompliziert für einen fünftkläßler (sic!), daher würde ich das wort regel gern durch prinzip ersetzen und die ausnahmefälle aufschreiben lassen und dann NUR DIE im unterricht abfragen. der rest wird in der erfahrung gewonnen. und dieses prinzip lautet: kurz gesprochener vokal erzeugt verdoppelten konsonanten - im prinzip. ;)

    Von Robert Knorr, vor fast 4 Jahren
  1. Default

    - Fehlt hier nicht ein Hinweis auf das Stammprinzip? (hasten, hassten; Zeugnis - Zeugnisse: gehört nicht zum Wortstamm, -nis bzw. -nisse bzw. hass -ten ist Endung)
    - Nach einem kurzen Stammvokal schreiben wir in der Regel 2 oder mehrere - verschiedene - Konsonanten (hasten, klatschen, Mist, Kunst, wursten); hat es nur 1 Konsonanten müssen wir ihn verdoppeln (damit wir 2 Konsonanten haben, um den Stammvokal kurz zu sprechen): sie hassten das Böse, er misst die Strecke).
    Sollte die Regel nicht auch umkehrbar sein? Sehe ich nach dem Stammvokal 2 oder mehrere Konsonanten, spreche ich den voranstehenden Vokal kurz (Leseregel) bzw nach langem Stammvokal schreibe ich 2 Konsonanten, hat es nur eine Sorte, muss ich ihn verdoppeln.(Rechtschreibregel)
    - modern (langes o ist Stammvokal = verfaulen) vs. modern (kurzes e = zeitgemäß, Mode). Den betonten Vokal nenne ich Stammvokal.
    Roman (Name, langes,betontes o ) vs. Roman (Geschichte, langes, betontes a)
    - zu kompliziert bis zur 5./6. Klasse?
    Freundliche Grüsse HR. Schmidlin
    hrschmidlin@bluewin.ch

    Von Florentini86, vor fast 4 Jahren
Mehr Kommentare