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Transkript Abschlussprüfung Klasse 10 Zinsen

Hallo, wir haben das Thema Zinsen, da bist du vielleicht auch schon so drauf gekommen, wenn man sich das hier so anguckt. Das Thema Prozente und Zinsen kommt vor hier in der Liste der Themen bei den Pflichtaufgaben, deshalb zeige ich ein Thema zu den Zinsen, eine Aufgabe zu den Zinsen meine ich, ich bin schon ganz tüterich hier. Also, wie könnte die Aufgabe lauten: ein Kapital von 1800Euro wird in den ersten beiden Jahren mit jeweils 1,5% verzinst, im 3. Jahr wird es mit 2% verzinst. Wie groß ist das Endkapital bzw. wie viel bekommt man nach dem Ende des 3. Jahres ausgezahlt. Da gibt es 3 Möglichkeiten, ich möchte alle 3 zeigen. Ich fange mit der umständlichsten an. Es wäre möglich, das mit einem Dreisatz zu berechnen. Kommen hier Euro hin, ja, das ist ein Euro-Zeichen, auch wenn man es nicht sehen kann, hier sind die %. Ich fange an mit 1800Euro;, das entspricht also 100%, dann kann man auf 1% herunterrechnen, das sind übrigens 18Euro;, man muss auf beiden Seiten durch 100 teilen, dann möchten wir wissen, also 1,5% von 1800Euro;, da muss ich hier die 18 mit 1,5 multiplizieren, d. h. einfach die Hälfte von 18 drauf und das ist 27 und das bringt dich überhaupt nicht aus der Ruhe, das wusstest du genau so wie ich, genau so schnell, hoffe ich zumindest. Wir haben die Zinsen ausgerechnet, 27Euro;, am Ende des 1. Jahres haben wir 1827, die Zinsen muss man ja jetzt einfach zum Kapital hinzuaddieren. Wenn man das jetzt für das 2. Jahr ausrechnen möchte, muss man hier also statt 1800 1827 ausrechnen. Übrigens, 1% wird dann anders sein, nämlich 18,27Euro und wenn man 18,27Euro mit 1,5 multipliziert kommt auch mehr heraus als 27. Ich sag das nur mal, falls du das so rechnen möchtest. Nicht, dass du dich wunderst, dass da was anderes rauskommt. Ist ja normal so, wenn die Zinsen, die man zu einem Kapital hinzu erhält im nächsten Jahr, im darauf folgenden Jahr, wieder verzinst werden bekommt man Zinseszinsen und das, was man an Zinsen bekommt wird also immer größer, weil das Kapital ja auch immer größer wird. Zweite Möglichkeit.. also diese Möglichkeit ist sehr umständlich, du musst 3 Mal  einen Dreisatz machen und 3 Mal  was dazu addieren. Ich hoffe, du  machst das nicht so und kannst das einfacher und schneller. Ich möchte eine zweite Möglichkeit zeigen, und zwar die Möglichkeit mit der Zinsformel. Du hast die Zinsformel in deiner Formelsammlung angegeben und da steht Folgendes: Z=K×p÷100×i. So und da bekommen wir eine mittelschwere Katastrophe. In deiner Formelsammlung steht, dass i die Zeit ist. Folgendes ist gemeint: du kannst Zinsen ausrechnen, wenn.. also du kannst mit dieser Formel Zinsen ausrechnen, wenn du das Jahr in Monate unterteilst und z. B. wissen möchtest, wie viele Zinsen bekomme ich nach 3,4,5 Monaten ausbezahlt. Das ist x, ist die Anzahl der Monate und weil das Jahr 12 Monate hat, wird hier durch 12 geteilt. Du kannst also hier statt i, statt Zeit, Monate÷12 eingeben, einsetzen für i und dann auf die richtigen Zinsen kommen. Du kannst auch, wenn du wissen möchtest wie viele Zinsen bekomme ich nach 243 Tagen, dann kannst du hier die Anzahl der Tage, ich schreibe mal t dahin, dann hätte ich vielleicht auch hier sinnigerweise m schreiben sollen, Anzahl der Monate, wie auch immer, du weißt, was ich meine. Anzahl der Tage÷360, so kann man das ausrechnen. Was aber nicht geht und wo man.. wo eben die Katastrophe hereinkommt ist, du kannst für i nicht die Anzahl der Jahre einsetzen. Man könnte vielleicht meinen, da steht doch Zeit, also darf Zeit auch Anzahl der Jahre sein, nein, dafür ist diese Formel nicht gemacht für die Anzahl der Jahre musst du was anderes rechnen. Und zwar deshalb, wenn du hier einfach statt i 2 hinschreiben würdest, dann würden ja die Zinsen, die man hier ja so korrekterweise nach dem 1. Jahr ausgerechnet hätte,  sich einfach verdoppeln. Tun sie aber nicht, wie du an dem Dreisatz sehen kannst. Wie ich schon sagte, wenn du den zum 2. Mal ausführst sind die Zinsen, die man bekommt, nicht 27Euro sondern etwas mehr. Das wäre falsch, wenn du für i die Anzahl der Jahre eingibst. Wollte ich nur in aller Deutlichkeit sagen, normalerweise würde man ja sagen, wenn da die Zeit steht und die Zeit 2 Jahre ist, kann ich auch 2 Jahre eingeben. Ist hier aber falsch. So. Noch eine Anmerkung zu dieser Zinsformel: p sind die % bzw. die %-Zahl, d. h. 1,5. Der Fehler wird oft gemacht, dass für p 1,5% hier hingeschrieben wird, das ist falsch. Hier muss die %-Zahl stehen, wenn wir 1,5% Zinsen bekommen, muss hier 1,5 stehen, wenn wir 2% Zinsen bekommen, muss hier eine 2 stehen und nicht 2%, man kann das gar nicht deutlich genug sagen. D. h., wenn du jetzt also mit dieser Formel die Zinsen ausrechnen möchtest, kannst du machen im 1. Jahr, dann musst du die Zinsen zum Kapital dazu addieren, also zu den 1800Euro. Dann erhältst du im Ganzen als neues Kapital im 2. Jahr 1827Euro;, musst das hier für das Kapital wieder eingeben, für p 1,5. Dann erneut die Zinsen ausrechnen, zu dem am Ende des Jahres entstandenen Kapital von 1827 die Zinsen dazu addieren und dann im 3. Jahr hier wieder den Betrag am Ende des 2. Jahres einsetzen und hier für p die 2 einsetzen. Das mach ich jetzt nicht alles, und zwar deshalb, weil es nämlich eine Rechnung gibt, die wesentlich einfacher ist und die möchte ich hier eigentlich zeigen und ich hoffe, dass du sie im Unterricht auch kennengelernt hast, weil das nämlich die Sache ganz enorm vereinfacht. Wir haben 1800Euro und verzinsen diese 1800Euro im 1.Jahr und überlegen uns, wenn wir.. also 1,5% dazubekommen, dann haben wir ja im Ganzen 101,5%. Das bedeutet, ich kann das auch so ausrechnen, dass ich einfach 1800 mit 1,015 multipliziere. 101,5% ist dieselbe Zahl wie 1,015, denn % bedeutet einfach Hundertstel oder ÷100. 101,5÷100 ergibt einfach nur 1,015. Wenn ich das Kapital damit multipliziere, habe ich das Kapital am Ende, das Gesamtkapital am Ende des 1. Jahres. Dann muss ich das also hier im 2. Jahr wieder verzinsen, im 2. Jahr erhalte ich wieder von diesem Kapital hier 101,5%, d. h. ich muss wieder mit 1,015 multiplizieren und dann das Ganze noch mal fürs 3. Jahr machen. Das passt hier nicht mehr hin, deshalb schreib ich das in eine neue Zeile, und zwar gleich in der Form, die dann die eigentliche Rechnung darstellt. Wenn ich nämlich hier das einklammere und noch mal multipliziere, dann kann ich mir die Klammern sparen, hier steht ×1,015×1,015, wie man das platzsparend hinschreibt, weißt du, nämlich das ist ×1,015² und das ist das Kapital am Ende des 2. Jahres. Am Ende des 3. Jahres haben wir 102% dieses Kapitals, d. h. wir müssen mit 1,02 multiplizieren. Und das ist also die gesamte Rechnung, die man braucht, um das Kapital am Ende der 3 Jahre zu kennen. Das rechne ich eben nach: 1800×1,015²×1,02, das sind also1891..  ja, jetzt steht hier Komma 4931, wir sind im Euro-Bereich, wir runden auf Cent selbstverständlich, weil man nur ganze Cent ausbezahlt bekommt, also Komma 49, das ist das Kapital am Ende der 3 Jahre. Und ich wollte das nur mal vormachen, das hier ist eine Sache  von fast wenigen Sekunden, um das auszurechen. Wenn man es jeweils mit dem Dreisatz  macht dauert es doch erheblich viel länger und die Zeit, die man hier spart, die kann man lieber sinnvoller nutzen in der Abschlussarbeit, nämlich sich auf die schwierigen Aufgaben stürzen und schöne Lösungsideen entwickeln, das ist dann effektiver. Ich hoffe also, dass du das so rechnen kannst, weil es dann sehr schnell geht. Ja, ich glaube, das war es dazu. Irgendwie fiel mir noch ein, dass ich noch was dazu sagen wollte.. ach so, der Antwortsatz fehlt noch: Irgendwie fiel mir noch ein, dass ich noch was dazu sagen wollte.. ach so, der Antwortsatz fehlt noch: Das Kapital am Ende der 3 Jahre besteht nun aus Euro fertig . Viel Spaß damit, Tschüss.

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6 Kommentare
  1. Sarah2

    @ Fakharmalik: Bitte wende dich mit solchen konkreten Aufgaben an den Mathe-Fachchat, der täglich von 17 bis 19 Uhr online ist. Am besten schilderst du dort auch gleich, an welcher Stelle der Aufgabe du Probleme beim Lösen hast. Viel Erfolg!

    Von Sarah Kriz, vor mehr als einem Jahr
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    Kan mir jemand bei der Aufgabe helfen?:) Die Aufgabe lautet : Familie Schmidt legt ein Vermögen in höhe von 6500.00€ über fünf Jahre fest an. Die Zinssätze für die beiden ersten Jahre betragen 4.25% und 4.5 % . Im dritten Jahr werden 329.27€ Zinsen gut geschrieben . Der Zinssatz für die letzten beiden Jahre ist gleich. Am Ende der Anlagezeit erhält die Familie ein Vermögen von 8185.59€ ausbezahlt.

    Berechnen Sie den Zinssatz für die letzen beiden Jahre . Wie hoch hätte ein über die gesamte Laufzeit gleichbleibender Zinssatz sein müssen , um denselben Anlageerfolg zu erzielen ? .

    Von Fakharmalik, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    Ich hab den gleichen Taschenrechner

    Von Laur N T, vor mehr als einem Jahr
  4. Default

    Supergut erklärt, vielen Dank dafür!

    Von Vanityflower, vor fast 2 Jahren
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    Du könntest nach jedem rechenweg einen abstand halten

    Von Vitha79, vor mehr als 2 Jahren
  1. Default

    und wie schreibt man dann in "i", wenn man mit Jahren rechnet ?

    Von Fritz Albrecht Kuhlmann, vor etwa 3 Jahren
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