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Transkript Bedingungen Deutscher Bund

Hallo liebe Freunde! Hier ist wieder eine neue Folge von Käpten Geschi. Heute erzähle ich Euch von den Bedingungsfaktoren des Deutschen Bundes. In diesem Video lernt Ihr etwas über die Hintergründe seiner Entstehung und über die unterschiedlichen Meinungen von Bürgern und Fürsten über den Deutschen Bund. Doch zunächst zu den Hintergründen der Entstehung des Deutschen Bundes. Durch Säkularisierung und Mediatisierung und durch die Eroberungen von Napoleon hatten sich die territorialen Verhältnisse und die Herrschaftsverhältnisse in Deutschland sehr verändert. Säkularisierung bedeutet übrigens, dass die Besitztümer der Kirchen, also deren Land oder Vermögen, an die weltlichen Hoheitsträger übergingen. Und Mediatisierung bedeutet, dass viele kleine Reichsstände unter die Herrschaft eines einzigen Fürsten gestellt wurden, dass also aus vielen kleinen Ländern wenige große Länder wurden. So sind zum Beispiel Baden und Bayern zu mittelgroßen Staaten aufgestiegen. Die 2. Bedingung zur Entstehung des Deutschen Bundes war die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation im Jahre 1806. 3. , die Bundesakte. Das Grundgesetz des Deutschen Bundes besagte, dass alle deutschen Bundesstaaten demokratische Züge zu beinhalten hatten. Der 4. Hintergrund für die Entstehung des Deutschen Bundes war eine damals ganz neue Idee, die bis heute die extremsten Auswirkungen auf die Politik in Ländern rund um die Welt hat- der Nationalismus. Ich will Euch nun kurz noch erzählen, wie dieser Nationalismus in Deutschland entstanden sein soll. 1. , die deutschen Nationalisten haben sich von den Franzosen inspirieren lassen, die ab 1789 ihre eigene grand nation hatten und eine eigene Nationalversammlung. 2. , die Erleidung der Herrschaft Napoleons über deutsche Gebiete und die darauf folgenden Befreiungskriege verursachten ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Deutschen. 3. , Kunst schaffende der deutschen Romantik glorifizierten die deutschen Kaiser des Mittelalters. Mit Gedichten wie ''Kaiser Rotbart Lobesang '', gemeint ist Barbarossa, beflügelten sie den aufkeimenden Nationalismus in Deutschland. Die nationalistisch gesinnten Bürger wollten ein einig deutsches Vaterland. Einen solchen Nationalstaat mit einem starken Kaiser als Zentralregierung wollten die Fürsten aber nicht. Diese Herrscher von Gottes Gnaden sahen dadurch nämlich ihre Souveränität bedroht. Und auch die europäischen Großmächte wollten das nicht. Durch einen einheitlichen deutschen Nationalstaat sahen sie das Mächtegleichgewicht in Europa gestört. So entstand auf dem Wiener Kongress 1815 durch die Bundesakte, sozusagen als Kompromiss, der Deutsche Bund. Der Deutsche Bund bedeutete eine gewisse Einheit unter den einzelnen deutschen Staaten. Das Mächtegleichgewicht in Europa wurde aber dadurch aufrecht erhalten, dass der Deutsche Bund keine Zentralregierung hatte. Die Fürsten der einzelnen deutschen Staaten behielten weitgehend die Oberhand über deren Geschicke. So waren die nationalistisch gesinnten Bürger enttäuscht, weil es immer noch kein einig deutsches Vaterland gab. Und die liberal und die konstitutionalistisch gesinnten Bürger waren vom Deutschem Bund enttäuscht, weil keine Volksvertretung entstand, die die Macht der Fürsten wirklich beschränkt hätte. Und Näheres dazu erfahrt ihr in dem Video ''Die Beschaffenheit des Deutschen Bundes''. So liebe Freunde, jetzt wisst ihr Bescheid und bis zum nächsten Mal haltet die Ohren steif. Euer Käpten Geschi.

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2 Kommentare
  1. Default

    assemblée NaTionale !! nicht Nacionale , Danke !

    Von Martin Lamit, vor mehr als 3 Jahren
  2. Default

    sehr schöne Karrikaturen! Gut erklärt...

    Von Stupsnaeschen, vor mehr als 4 Jahren