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Transkript Eigenschaften von Kunststoffen

Guten Tag und herzlich willkommen! Dieses Video heißt: Eigenschaften von Kunststoffen für die Klassenstufe 10. Der Film gehört zur Reihe Kunststoffe. Für die notwendigen Vorkenntnisse solltest du den Abschluss der 8. Klasse erreicht haben. Mein Ziel ist es, dir einen Überblick über die Eigenschaften von Kunststoffen zu verschaffen. Das Video hab ich in sechs Abschnitte untergliedert:

1) Was sind Kunststoffe? 2) Kunststoffe, Holz und Metalle 3) Wirkung von Lösungsmitteln und Chemikalien 4) Verwendung 5) Recycling und biologischer Abbau 6) Zusammenfassung   1) Was sind Kunststoffe? Viele Gegenstände unseres täglichen Lebens bestehen aus Kunststoffen, z. B. mein Füller oder der rote Stift, mit dem ich Videos mache. Mein Fass mit grüner Tinte. Die Laminierfolie unter der Aufschrift "Kunststoffe". Die Verpackungsfolie, der Gewürzbehälter und die Zahnbürste. Kunststoffe nennt man auch umgangssprachlich Plaste, Plast oder Plastik. Es handelt sich dabei um künstliche Polymere. Diese bestehen aus vielen, kleinen Bausteinen, den Monomeren. Sie sind aus langen Ketten zusammengesetzt, die auch Abzweigungen haben können. Das hier dargestellte Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt des Polymeren. Es handelt sich somit um große Moleküle mit immer wiederkehrenden Einheiten. Poly bedeutet viel, das große Molekül besteht aus vielen, kleinen Teilchen. Daher bezeichnet man es als Polymer. Und ein künstliches Polymer ist ein Kunststoff. 2) Kunststoffe, Holz und Metalle Wir wollen in diesem Abschnitt diese drei großen Gruppen der Werkstoffe miteinander vergleichen. Wie wir eingangs gesehen haben, sind Kunststoffe wertvolle Werkstoffe. In der Tabelle werden wir drei Zeilen untereinander anordnen: Kunststoffe, Holz und Metalle. An Eigenschaften werden wir vergleichen: die Dichte, die elektrische Leitfähigkeit, die Wärmeleitfähigkeit, die Verformbarkeit, die Zugfestigkeit, die Transparenz und die biologische Abbaubarkeit. Kunststoffe sind mit 0,8-2,2 g/cm³ Dichte relativ leichte Werkstoffe. Die Dichte von Holz ist mit 0,2-1,2 g/cm³ noch geringer. Metalle überstreichen einen großen Bereich von 0,5-10 g/cm³. Die meisten Dichten befinden sich jedoch im oberen Drittel. Sowohl Kunststoffe als auch Holz sind elektrische Nichtleiter. Metalle sind elektrische Leiter. Die Wärme wird von Kunststoffen und Holz schlecht geleitet. Metalle sind gute Wärmeleiter. Die meisten Kunststoffe sind gut verformbar. Auf Holz trifft das nicht zu. Die Metalle hingegen sind gut verformbar. Die Zugfestigkeit der Kunststoffe ist sehr gering. Bei Holz ist sie etwas besser. Bei Metallen ist die Zugfestigkeit relativ groß. Die meisten Kunststoffe sind transparent, das heißt durchscheinend. Diese Eigenschaft besitzt weder Holz noch die Metalle. Beim heutigen Stand der Technik ist die biologische Abbaubarkeit der Polymere nur gering. Holz kann viel besser abgebaut werden. Für Metalle stellt sich diese Frage nicht, da sie recycelt werden. 3) Wirkung von Lösungsmitteln und Chemikalien Stellen wir uns vor, wir haben ein Stückchen von einem Kunststoff. Dieses verfügt über verschiedene Öffnungen und Aushöhlungen. Dem Polymermolekül nähern sich Teilchen eines Lösungsmittels. Sie dringen nach und nach in die Aushöhlungen und Öffnungen ein. Dadurch wird das Polymerteilchen größer. Es wird durch die Lösungsmittelteilchen praktisch aufgepumpt. Dieser Vorgang der Vergrößerung des Volumens eines Kunststoffes durch Lösungsmittelteilchen bezeichnet man als Quellung. Im Unterschied zu Holz führt bei Kunststoffen kaltes Wasser nicht zur Quellung. Nehmen wir nun ein Stückchen Kunststoff. Auf dieses soll Salzsäure oder Natronlauge einwirken. Bei einigen wichtigen Kunststoffen kommt es dabei zur Zerstörung. Zerstört werden Polyamid und Plexiglas. Keine Zerstörung findet statt bei PVC und Polyethylen. 4) Verwendung Kunststoffe sind leicht, gut formbar und leicht färbbar. Daher werden aus ihnen viele Gebrauchsgegenstände gefertigt. So zum Beispiel Folien, Verpackungsmaterialien und Textilfasern. Aus Kunststoffe werden Bodenbeläge gefertigt, sie sind Bestandteile von Lacken, Klebstoffen und Kosmetika. In der Elektrotechnik werden Kunststoffe für Isolierungen, Leiterplatten und Gehäuse verwendet. Im Fahrzeugbau werden aus Kunststoffen Reifen, Autositze und Armaturenbretter gefertigt. Viele Haushaltsgegenstände sind vollständig oder anteilig aus Kunststoffen gefertigt: Trinkröhrchen, Messbecher, Kühlschrank und der Staubsauger. Ohne Kunststoffe wären Sport und Spiel undenkbar. Dieses Spielzeug besteht daraus, der Tennisball, der Tennisschläger, der Basketball, der Fußball und dieser Football-Helm. Das alles wird aus Kunststoffen gefertigt und noch viel, viel mehr..! 5) Recycling und biologischer Abbau Nach der Herstellung eines Kunststoffes wird aus ihm ein Gebrauchsgegenstand gefertigt. Eines Tages geht dieser entzwei. Wir sind umweltbewusst und tragen ihn nicht einfach in den Wald. Aber wie entsorgen? Da gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen das Recycling. Durch eine chemische Reaktion kann hier den Rohstoff wieder gewinnen. Das ist eine Verbindung, die dem Benzin sehr ähnlich ist. Im nächsten Schritt wird daraus wieder ein Kunststoff gewonnen. Das zweite Verfahren geht über den Werkstoff. Der Kunststoff wird zerkleinert und ein neuer Kunststoff daraus gewonnen. Und schließlich gehört zum Recycling auch die thermische Verwertung, das heisst die Verbrennung des Kunststoffes. Die zweite Möglichkeit der Entsorgung besteht im biologischen Abbau. Der Abbau des Kunststoffes erfolgt durch Kompostieren. Mikroorganismen zersetzen ihn. Im Jahre 2007 konnten 300.000 Tonnen kompostierbarer Kunststoff verwertet werden. Im Vergleich dazu gab es gewaltige 240 Millionen Tonnen Standard-Kunststoff. 6) Zusammenfassung Bei Kunststoffen handelt es sich um künstliche Polymere. Sie sind leicht, isolierend und gut verarbeitbar. Lösungsmittel führen bei Kunststoffen zu einer Quellung. Salzsäure und Natronlauge können einige Kunststoffe zerstören. In der heutigen Zeit ist die Kunststoffentsorgung sehr wichtig. Defekte Kunststoffgegenstände dürfen nicht in den Wald gebracht werden. Eine Möglichkeit der Entsorgung ist das Recycling. Es erfolgt als Rohstoffrecycling oder als Werkstoffrecycling. Die dritte Möglichkeit ist die Verbrennung des Kunststoffes. Außerdem besteht die Möglichkeit des biologischen Abbaus durch Kompostieren. Weit weniger als 1 % des produzierten Kunststoffes können so entsorgt werden. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, alles Gute! Auf Wiedersehen.  

Informationen zum Video
2 Kommentare
  1. 001

    Ich bitte darum, präzise Fragen zu stellen. Diese werde ich gerne beantworten.
    Alles Gute

    Von André Otto, vor 8 Monaten
  2. Default

    Was haben eigentlich Alkohole carbonsäuren und fetten mit den Kunststoffen zu tun?

    Von Echerichiacoli, vor 8 Monaten