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Transkript Marktgleichgewichtsanalyse - Steuern

Herzlich willkommen zum Video "Marktgeleichgewichtsanalyse: Steuern". Zur Erinnerung: Unser Modell betrachtet den Ferienwohnungsmarkt in einem Kurort. Hier die fallende Nachfragekurve, die konstante Angebotskurve und der Gleichgewichtspreis p*. Dieses Modell wird im Video "Markt, Einführung und Gleichgewicht" hergeleitet. Heute wollen wir uns jetzt die Auswirkung der Einführung von Steuern anschauen. Dafür betrachten wir 3 Fälle. Die Vermieter müssen eine Wohnungssteuer von 50 Euro abführen. Oder Fall 2: Die Mieter müssen eine Wohnungssteuer von 50 Euro abführen. Und im 3. Fall gucken wir uns ein anderes Praxisbeispiel an, nämlich das der Tabaksteuer.  Im 1. Fall müssen die Vermieter eine Wohnungssteuer von 50 Euro abführen. Viele Leute würden nun denken, dass ein Teil dieser Steuer auf die Mieter abgewälzt wird. Dies ist aber nicht der Fall. Der Preis im Gleichgewicht bleibt der gleiche. Schauen wir uns das in der Grafik an. Die Vermieter müssen nun 50 Euro Steuern bezahlen. Würden sie allerdings die Miete erhöhen, z.B. auf 500 Euro, gibt es nicht mehr genug Nachfrage für diese Wohnungen, das heißt, die Wohnungen würden leerstehen. Der Vermieter hat ja mit diesem Gleichgewichtspreis schon den höchsten Preis verlangt, für den es dann Nachfrager gibt. Er kann den Preis also nicht erhöhen. Im Gleichgewicht bleibt der Gleichgewichtspreis also bei 450 Euro und auch die Menge der vermieteten Wohnungen bleibt gleich. Nur der Vermieter hat einen geringeren Erlös. Statt 450 Euro hat er jetzt nur noch 400 Euro Erlös, denn 50 Euro muss er an den Staat abführen.  Schauen wir uns nun den 2. Fall an, dass die Mieter die Steuern abführen müssen. Das bedeutet jetzt, dass wenn ein Mieter 450 Euro für eine Wohnung bezahlen muss, zahlt er effektiv 500 Euro, denn 50 Euro muss er an den Staat abführen. Das heißt, ein Mieter, der bereit ist, 500 Euro für seinen Urlaub zu zahlen, bezahlt nur 450 Euro für die Miete. Die Nachfragekurve verschiebt sich also nach links, denn bei jedem Preis würden jetzt weniger Wohnungen nachgefragt. Wo liegt jetzt der neue Gleichgewichtspreis? Der neue Gleichgewichtspreis ist genau um 50 Euro geringer als der alte Gleichgewichtspreis, nämlich die 50 Euro, die die Mieter an den Staat bezahlen müssen. Ein Urlauber, der vor der Einführung der Steuern bereit war, 450 Euro für seinen Urlaub auszugeben, ist dies auch immer noch. Der Unterschied ist nur, dass jetzt statt 450 Euro Miete, 400 Euro Miete und 50 Euro Steuern gezahlt werden. Das heißt, die Vermieter bekommen weniger Miete. Es werden also die gleiche Anzahl an Wohnungen, aber zu einem geringeren Preis von 400 Euro vermietet.  Um die Auswirkungen einer Tabaksteuer zu verstehen, müssen wir uns zunächst die Situation vor Einführung der Steuer klarmachen. Die Angebotskurve ist nicht konstant. Je höher der Preis für Tabak war, desto mehr wird auch produziert. Bei der Nachfrage ist es etwas schwieriger. Man sagt, dass Konsumenten von Tabak nicht sehr stark auf den Preis reagieren. Das heißt, dass auch wenn der Preis steigt, die gleiche Menge konsumiert wird. Im extremsten Fall bedeutet dies eine senkrecht verlaufende Nachfragekurve, das heißt, zu jedem gegebenen Preis bleibt die nachgefragte Menge gleich. Etwas realistischer ist wohl der Fall, dass die Nachfragekurve zwar steil, jedoch nicht senkrecht verläuft. Das heißt, je höher der Preis, desto geringer die Nachfrage, auch wenn der Unterschied nicht besonders groß ist. Schauen wir uns nun die Auswirkungen der Einführung von Steuern an. Zunächst im Fall einer senkrechten Nachfragekurve. Hier kann die Steuerlast komplett auf die Konsumenten übertragen werden. Die Angebotskurve verschiebt sich einfach nach links. Das heißt, zu jedem gegebenen Preis wird etwas weniger angeboten, denn der Preis, den die Produzenten jetzt nach der Steuer bekommen, ist effektiv p-t, denn die Produzenten müssen die Steuer abführen. Da die Nachfragekurve aber senkrecht verläuft, wird auch zu dem höheren Preis die gleiche Menge nachgefragt, das heißt, die Steuerlast wird auf die Konsumenten übertragen. Auch die Steuereinnahmen des Staates lassen sich in dieser Grafik ableiten. Es ist einfach die Differenz zwischen den Preisen, also die Steuer t mal die nachgefragte Menge bzw. auch die produzierte Menge, denn diese ist ja die Gleichgewichtsmenge. Hier zeigt sich also die Steuereinnahme des Staates, die komplett von den Konsumenten getragen wird. Sehen wir uns nun den Fall einer nicht senkrecht verlaufenen Nachfragekurve an. Wieder zeichne ich die neue Angebotskurve s ein, unter Berücksichtigung der Steuern, die die Produzenten abführen müssen. Ich markiere das neue Gleichgewicht. Es ist deutlich zu erkennen, dass der Preis gestiegen, aber in diesem Fall die Menge auch gesunken ist. Das heißt, jetzt wird nicht mehr die gesamte Steuerlast von den Konsumenten getragen, sondern auch ein Teil von den Produzenten. Durch die geringer gewordene Absatzmenge machen auch die Produzenten einen Verlust. Das heißt, die Steuerlast wird zwischen Konsumenten und Produzenten aufgeteilt.  So, das war's für heute. In einem anderen Video schauen wir uns noch andere Auswirkungen und Veränderungen im Marktgleichgewicht an.

Informationen zum Video
4 Kommentare
  1. Default

    Wenn die Mieter 50€ Steuern zahlen müssen, verschiebt sich die Kurve dann nicht nach unten, statt nach links, wie im Video gesagt?

    Von Pg0 1, vor etwa 2 Jahren
  2. Default

    Man merkt, dass du dich auskennst und qualifiziert bist, aber wenn ich eine Empfehlung abgeben dürfte, würde ich dir raten den Vortrag spontaner zu halten und nicht alles abzulesen. Lg

    Von Gero Patterer, vor mehr als 2 Jahren
  3. Dsci0004

    Hi,
    ist deine Bewertung wirklich so negativ gemeint? Wenn ja, kannst du mir sagen, was ich besser machen soll? Oder hast du eventuell nur Top (5) und Flop (1) verwechselt?

    Von Femke Schmarbeck, vor fast 6 Jahren
  4. Default

    bist single? ;)

    Von Behzad4ever, vor fast 6 Jahren