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Transkript Marktgleichgewichtsanalyse - Preispolitik

Herzlich Willkommen zum Video zur Marktgleichgewichtsanalyse - Preispolitik. Im Video "Der Markt - Einführung und Gleichgewicht" haben wir das Modell "Ferienwohnungen in einem Kurort" entwickelt. Wir haben die fallende Nachfragekurve, die konstante Angebotskurve und den Gleichgewichtspreis p×. Für unser konkretes Zahlenbeispiel stellen wir uns vor, der Gleichgewichtspreis p× läge bei 450 Euro. Heute wollen wir uns also ansehen, wie aktive Preispolitik auf das Gleichgewicht wirkt. Dazu haben wir diese Beispielsfälle. Fall 1: Die Vermieter beschließen, keine Mieten höher als 600 Euro zu verlangen. Fall 2: Um Preisdumping zu vermeiden, gibt es Mindestmieten von 200 Euro. Fall 3: Die Vermieter beschließen Mindestmieten von 550 Euro. Fall 4: Der Gemeinderat beschließt Höchstmieten von 350 Euro. Und zum Schluss schauen wir uns noch ein anderes Praxisbeispiel an, nämlich die Mindestpreise bei Agrarprodukten in der EU. Kommen wir zum ersten Fall. Die Vermieter beschließen, keine Mieten höher als 600 Euro zu verlangen. Der Gleichgewichtspreis liegt bei 450 Euro. Wir schauen uns den Fall in unserer Grafik an. Hier der Gleichgewichtspreis bei 450 Euro. Hier unser Höchstpreis. Da im Gleichgewicht der Preis bei 450 Euro liegt und damit unter dem verhandelten Höchstpreis, hat der Höchstpreis keine Auswirkung auf das Gleichgewicht. Nach wie vor bilden Angebot und Nachfrage einen Gleichgewichtspreis von 450 Euro. Im ersten Fall hatten wir also Höchstmieten, die über dem Gleichgewichtspreis liegen. Der neue Preis entspricht also dem alten und es gibt keine Veränderung. Kommen wir nun zum Fall 2. Um Preisdumping zu vermeiden, gibt es Mindestmieten von 200 Euro. In unserer Grafik bedeutet das, unsere Mindestmiete von 200 Euro liegt unter dem Gleichgewichtspreis. Das heißt, die Mindestmiete hat wieder keine Auswirkung auf unser Gleichgewicht. Der alte Gleichgewichtspreis entspricht dem neuen Preis und es gibt keine Veränderung. Der zweite Fall hat also gezeigt, dass Mindestmieten, die unter dem Gleichgewichtspreis liegen, keine Veränderungen zur Folge haben. Kommen wir zu Fall 3. Die Vermieter beschließen Mindestmieten von 550 Euro. Der Gleichgewichtspreis liegt bei 450 Euro. In diesem Fall haben wir also Mindestmieten über dem Gleichgewichtspreis. Tragen wir dies in unsere Grafik ein. Hier unser Gleichgewichtspreis. Hier unser Mindestpreis. Da unser Preis nicht unter 550 Euro liegen darf, haben wir neue Mieten, nämlich von 550 Euro. Dies hat aber nun Folgendes als Auswirkung. Die nachgefragte Menge und die angeboten Menge an Wohnungen  stimmen nicht mehr überein. Es werden mehr Wohnungen angeboten als nachgefragt. Konkret hat dies zur Folge, dass Wohnungen leer stehen werden, da es nicht genug Leute gibt, die bereit sind, für die Wohnungen 550 Euro zu bezahlen. Die Mindestmiete, die über dem Gleichgewichtspreis liegt, führt also zu höheren Mieten und zu einem Angebotsüberschuss. In Fall 3 hat also unsere Mindestmiete zu einem Angebotsüberschuss geführt. Schauen wir uns nun Fall 4 an: Der Gemeinderat beschließt Höchstmieten von 350 Euro. Die Höchstmieten liegen also unter dem Gleichgewichtspreis. In der Grafik: Hier der Gleichgewichtspreis, hier der neue Höchstpreis. Man kann erkennen, dass nachgefragte Menge und angebotene Menge an Wohnungen wieder nicht übereinstimmen. Wir haben einen deutlichen Nachfrageüberschuss.  Es wollen mehr Urlauber Wohnungen mieten, als zur Verfügung stehen. Das bedeutet jetzt, dass nicht mehr alle Leute, die bereit sind, den Preis zu bezahlen, auch eine Wohnung bekommen. Das ist für die Gemeinschaft nicht optimal. Die Höchstmiete, die unter dem Gleichgewichtspreis liegt, führt also dazu, dass nicht alle Leute eine Wohnungen bekommen, die gerne eine Wohnung hätten. Wir haben einen Nachfrageüberschuss. Kommen wir nun zu einem weiteren Praxisbeispiel: Die Mindestpreise bei Agrarprodukten in der EU. Die Grafik zum Gleichgewicht sieht in diesem Fall ein bisschen anders aus. Wir haben nach wie vor die fallende Nachfragekurve. Diesmal haben wir aber eine steigende Angebotskurve. Bei den Wohnungen sind wir davon ausgegangen, dass die Anzahl der Wohnungen immer gleich bleibt, egal wie hoch der Preis ist. Bei Agrarprodukten sind die Bauern flexibler. Wenn der Preis steigt, wird auch mehr produziert. Daher der steigende Verlauf. Die Nachfragekurve und die Angebotskurve führen uns wieder zu einem Gleichgewicht mit p× und q×. p steht für den Preis, q für die Menge. Im Gleichgewicht wird also diese Menge zu diesem Preis produziert. Wir gehen jetzt davon aus, dass ein Mindestpreis eingeführt wird, und zwar ein Mindestpreis der über dem Gleichgewichtspreis liegt. In Fall 2 haben wir nämlich gesehen, dass ein Mindestpreis unter dem Gleichgewichtspreis keine Veränderung zur Folge hat. Bei uns liegt der Mindestpreis über dem Gleichgewichtspreis. Dies hat zur Folge, dass diese Menge nachgefragt wird - wir bezeichnen sie mit qd -  und diese Menge angeboten wird, qs. Man erkennt schnell, dass die Angebotsmenge die Nachfragemenge übersteigt. Wir haben also wieder einen Angebotsüberschuss. In der EU ist dies auch allgemein bekannt, denn es werden viel mehr Produkte produziert als letztlich nachgefragt werden. So, das war es für heute. In den nächsten Videos schauen wir uns noch weitere Veränderungen und deren Auswirkung auf Marktgleichgewichte an.

Informationen zum Video
4 Kommentare
  1. Foto am 01.01.16 um 17.05

    Vielen Dank, Femke.
    Sehr klar und hilfreich.
    Heike

    Von Idaluzies, vor mehr als 2 Jahren
  2. Default

    zu viele bergiffe die noch egklärt werden müssten... z.B. preisdumping, die in der kurve s und d...

    Von C1977177, vor etwa 3 Jahren
  3. Default

    (Bisher habe ich nur 3 Videos von Dir gesehen)

    Eine Anmerkung: Zwar ist klar, dass die der Markt durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird, auch ist die übliche Bezeichnung der Kurven S und D.
    Wenn man aber nicht weiß, was S und D bezeichnet, wäre es vll hilfreich irgendwo zu vermerken -oder mal anzusprechen, dass die Abkürzungen für Supply und Demand stehen - analog also Englisch.

    Von Nathalie.Bonk, vor mehr als 4 Jahren
  4. Alex1

    Hey Femke,

    ich finde das Video cool und ich kann mir vorstellen, dass es vielen BWL-Studenten auch so geht.
    Du hast eine klare Aussprache, eine schöne Schrift (evtl. wäre etwas größer nicht schlecht) und mir gefällt auch die Frage nach dem Video.
    Deine Videobeschreibung und die Tags scheinen mir auch ausführlich und helfen bestimmt einigen Zuschauern sich im Dschungel der Mikroökonomie zurecht zu finden.

    Weiter so und viele Grüße,
    Alex

    Von Alexander Weise, vor fast 6 Jahren