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Transkript Marktgleichgewichtsanalyse - Monopol

Herzlich willkommen zum Video "Marktgleichgewichtsanalyse - Monopol". Im Video "Der Markt - Einführung und Gleichgewicht" hatten wir ein Modell hergeleitet zum Ferienwohnungsmarkt in einem Kurort. Es gab eine fallende Nachfragekurve und eine konstante Angebotskurve. In anderen Videos haben wir schon Veränderungen von Nachfrage, Angebot und Preispolitik betrachtet. Heute geht es nun um veränderte Marktbedingungen. Statt eines Konkurrenzmarkts, wie bisher angenommen, haben wir hier einen Monopol. Da gibt es zwei Fälle. Der gewöhnliche Monopolist und der diskriminierende Monopolist. Wir wollen uns heute die Auswirkungen auf das Gleichgewicht ansehen.   Betrachten wir zunächst den gewöhnlichen Monopolisten. Er besitzt alle Wohnungen und kann entscheiden, wie viele Wohnungen er anbietet. Allerdings muss der gewöhnliche Monopolist alle Wohnungen zum gleichen Preis vermieten. Er wird sich also überlegen, wie er seinen Erlös aus der Vermietung der Wohnungen maximieren kann. Da er keine Kosten hat, berechnet sich der Erlös einfach aus dem Mietpreis mal der Anzahl der vermieteten Wohnungen. Sein Erlös ist also Preis × Anzahl der vermieteten Wohnungen. In der Grafik ist das dieses Rechteck. Der gewöhnliche Monopolist sucht also das Angebot an Wohnungen, bei dem das Rechteck maximal groß wird. Dabei sieht er sich einem Trade-off gegenüber. Je niedriger der Preis, desto mehr Wohnungen kann er vermieten. Das heißt, sein q steigt. Allerdings sinkt der Preis. Wenn der Preis allerdings sehr hoch ist pro Wohnung, wird er auch nur wenige Wohnungen vermieten können. In diesem Fall wäre hier das beste Angebot, denn dies ist das größtmögliche Rechteck. Unter Umständen kann es also sein, dass es für den Monopolisten optimal ist, nicht alle Wohnungen anzubieten.   Betrachten wir nun den diskriminierenden Monopolisten. Auch er besitzt alle Wohnungen und kann entscheiden, wie viele Wohnungen er anbietet. Allerdings kann er für jede Wohnung einen anderen Preis verlangen. Was wird er also tun? Dazu müssen wir zurück zur stufenweisen Nachfragekurve. Diese hatten wir hergeleitet über die Vorbehaltspreise der verschiedenen Urlauber. Bei vielen Akteuren am Markt haben wir dann diesen kurvenförmigen Verlauf. Um den diskriminierenden Monopolisten zu verstehen, befassen wir uns aber zunächst mit dem stufenweisen Verlauf. Der Monopolist könnte nun also eine Art Auktion für jede einzelne Wohnung veranstalten. Die erste Wohnung, die er vermietet, würde also Person 1 bekommen, zu einem Preis von 600 Euro. Denn genau diese Person hat diese Zahlungsbereitschaft. Das heißt, der Vermieter vermietet Wohnung 1 für 600 Euro.  Wohnung 2 vermietet er für 500 Euro an Person 2. Wohnung 3 wird für 450 Euro versteigert und Wohnung 4 für 400 Euro und immer so weiter. Das kann man auch leicht auf den allgemeinen Fall übertragen. Entscheidend ist jetzt, dass die Preise sich zwar verändern, denn Person 1 muss 600 Euro bezahlen und nicht den Gleichgewichtspreis, allerdings werden aber genauso viele Wohnungen vergeben und auch an dieselben Leute. Der Monopolist ist nämlich daran interessiert, alle seine Wohnungen zu vermieten. Und bei der Auktion für jede einzelne Wohnung bekommen auch die Leute mit einem Vorbehaltspreis von dem Gleichgewichtspreis oder einem höheren Vorbehaltspreis die Wohnung. Es besteht also kein Unterschied zum Gleichgewicht im Konkurrenzmarkt, wer die Wohnungen bekommt.   Was haben wir also gesehen? Beim gewöhnlichen Monopolisten bekommen andere Leute die Wohnung. Es werden eventuell weniger Wohnungen vermietet, sodass ein Unterschied zum Gleichgewicht im Konkurrenzmarkt besteht. Beim diskriminierenden Monopolisten allerdings bekommen die gleichen Leute die Wohnungen und die gleiche Anzahl an Wohnungen wird vermietet, allerdings unterscheiden sich die Preise. Um weiter vergleichen zu können, wo die Unterschiede zwischen Konkurrenzmarkt und Monopol liegen, müssen wir die Begriffe der Pareto-Effizienz und der Pareto-Verbesserung einführen. Das machen wir in den nächsten Videos. Das war es für heute, vielen Dank.

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