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Funktion von Inhaltsangaben

Inhaltsangaben sind verkürzte, sachliche Zusammenfassungen von Texten, Filmen oder Hörspielen. Sie dienen dazu, einen allgemeinen Überblick über die wesentlichen Aspekte zu vermitteln. Der Leser bzw. Hörer soll den Inhalt verstehen, ohne nachfragen zu müssen. Dementsprechend werden bei Inhaltsangaben in der Regel einzelene Details einer Geschichte oder eines Sachverhaltes ausgespart und nur die wesentlichen Handlungsschritte, Ereignisse oder Eigenschaften wiedergegeben. Außerdem werden Ort und die Zeit der Handlung, sowie die wichtigsten Figuren eines Textes vorgestellt.

Wichtig sind Inhaltsangaben im Deutschunterricht vor allem für Rezensionen, Textanalysen und -interpretationen Mit dem Verfassen von Inhaltsangaben übst du aber auch das Zusammenfassen von Informationen, was du im späteren Arbeitsleben immer wieder benötigen wirst. Gerade wenn du Wissen an andere vermitteln willst, die zum Beispiel bei einem Ereignis nicht dabeigewesen sind, hilft dir das Wissen zum Schreiben von Inhaltsangaben.

Inhaltsangaben sind immer sachlich und neutral geschrieben und orientieren sich allein an den Inhalten eines Textes. Dass heißt, Spannung oder deine eigene Meinung zum Text sind hierbei nicht gefragt.

Aufbau von Inhaltsangaben

Inhaltsangaben werden trotz ihrer zumeist knappen Form in mehrere Gliederungspunkte unterteilt: Sie besitzen eine knappe Einleitung, einen längeren Hauptteil und manchmal einen kurzen Schlussteil. Insgesamt sollte der Umfang einer Inhaltsangabe nicht mehr als ⅓ der Vorlage umfassen.

Die Einleitung einer Inhaltsangabe beinhaltet allgemeine Angaben zum Text:

  • Wer ist der Autor/Verfasser?
  • Wie lautet der Titel?
  • Wann wurde der Text verfasst bzw. veröffentlicht?
  • Um welche Textsorte handelt es sich (Kurzgeschichte etc.)?
  • Was ist das zentrale Thema/Problem?

z.B.: Das Märchen „Rotkäppchen“, welches im frühen 19. Jahrhundert durch die Gebrüder Grimm veröffentlicht wurde, handelt von einem Mädchen, das nicht auf den Rat seiner Mutter hört und dadurch sein eigenes Leben und das seiner Großmutter in Gefahr bringt.

Im Hauptteil einer Inhaltsangabe werden die wesentlichen Handlungselemente vorgestellt. Dabei sollten die Schritte chronologisch erzählt werden. Die Ereignisse einer Geschichte müssen also zunächst einmal geordnet werden, weil im Text oftmals mit Rückblenden (Analepse) und Vorwegnahmen (Porlepsen) gearbeitet wird, was in der Inhaltsangabe vermieden werden sollte. Mit dem Beschreiben der Ausgangssituation, also Handlungsort, Handlungszeit, zentralen Figuren und Grundkonflikt sollte begonnen werden. Daran schließt sich die sachliche Wiedergabe der wichtigsten Handlungen und Ereignisse mit eigenen Worten.

Der Schlussteil geht auf die mögliche Absicht des Verfassers (Was will der Autor mit dem Text vermitteln?) oder auf die Wirkung des Textes ein. Allerdings ist dieser, je nach Aufgabenstellung, nicht immer notwendig.

Regeln für das Schreiben von Inhaltsangaben

Beim Schreiben von Inhaltsangaben solltest du folgende Punkte beachten:

  • Bei der Wiedergabe eines Inhaltes benutzt du immer das Präsens.
  • Es ist wichtig, die Inhalte chronologisch, also entsprechend des zeitlichen Ablaufs, wiederzugeben.
  • Bei der Wiedergabe von Figurenrede musst du immer indirekte Rede verwenden. Achte darauf, dass bei der Wiedergabe von indirekter Rede das Verb immer im Konjunktiv I steht, dass Pronomen angepasst werden müssen und dass es keinen Doppelpunkt oder Anführungszeichen gibt:

(direkte Rede: Faust antwortete seinem Schüler: „Die Kunst ist lang und kurz ist unser Leben“. indirekte Rede: Faust antwortete seinem Schüler, dass die Kunst lang sei und ihr Leben kurz.)

  • Wenn eine Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, muss sie in der Inhaltsangabe in die Er- bzw. Sie-Perspektive umgewandelt werden. Du schreibst die Inhaltsangabe sozusagen aus einer übergeordneten, neutralen und sachlichen Perspektive von außen.
  • Achte zudem darauf, die Inhaltsangabe mit deinen eigenen Worten und in sachlicher Sprache zu formulieren.