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Textversion des Videos

Transkript Tiere und Pflanzen am Teich

Hallo! Das ist ein Video zum Thema „Tiere und Pflanzen am Teich“. Bestimmt bist du schon mal an einem Teich vorbeispaziert. Ist dir dabei aufgefallen, wie viel Leben an so einem Teich ist? Nein? Dann liegt es vielleicht daran, dass das Leben am Teich sehr versteckt ist. In diesem Video wollen wir gemeinsam näher hinsehen. Was gibt es alles zu entdecken? Wenn man sich einem Teich nähert, sind es meist die großen Bäume mit den herabhängenden Ästen, die einem als erstes auffallen. Das sind meistens Weiden. Sie werden auch Trauerweiden genannt, weil sie ihre Äste scheinbar traurig hängen lassen. Trauerweiden brauchen sehr viel Wasser, deshalb wachsen sie oft direkt neben Teichen. Ihre Wurzeln sind dicht und weit verzweigt. Das bietet ihnen nicht nur guten Halt - mit ihren vielen kleinen Wurzeln können sie auch extra viel Wasser aufnehmen. Für das Ufer ist das nur gut, denn die Wurzeln der Weiden befestigen das Ufer und verhindern so das Ausspülen. Auch der Schilfgürtel, der im flachen Uferwasser steht, verhindert das Ausspülen und Auswaschen des Ufers durch Wellen. Die Uferpflanze mit den braunen Kolben oben ist übrigens kein Schilf, sondern heißt Rohrkolben. Er kann bis zu 4 Meter hoch werden. Sowohl das Schilf, als auch der Rohrkolben bieten Vögeln in Ufernähe sichere Verstecke. Auch unter Wasser bieten Schilf und Rohrkolben wichtige Verstecke für kleine Fische und andere Wassertiere. Die kleinen Stichlinge zum Beispiel oder die Rotfeder sind beliebte Beutetiere des gefürchteten Hechts und suchen deshalb gerne Unterschlupf im Dickicht der Pflanzen. Aber vor dem Hecht sind sie dort nicht immer in Sicherheit, denn der kennt die Verstecke seiner Beutetiere und lauert ihnen gerne genau dort auf. Hechte ernähren sich von Fischen, Fröschen, Wasserratten und auch von den kleinen Küken der Schwimmvögel. Neben den Fischen leben noch unzählige kleine Tierarten in Teichen. In Ufernähe wohnt zum Beispiel die Wasserspinne - sie ist die einzig Spinnenart, die unter Wasser lebt. Ihr Trick ist eine Luftblase, die sie in einem dichten Netz gefangen hält. Um die Luftblase immer wieder mit frischer Luft zu füllen, streckt die Spinne ab und zu ihre Hinterbeine aus dem Wasser. Die Luft, die in den Härchen der Beine hängen bleibt, bringt sie dann in ihre Luftglocke. Wegen der anhaltenden Verschmutzung der Teiche durch Pestizide ist die Wasserspinne jedoch vom Aussterben bedroht. Gelbrandkäfer, Tellerschnecke, Wasserfloh und Teichmuschel sind andere kleine Teichbewohner. Auf der Wasseroberfläche tänzelt der Wasserläufer. Er nutzt die Oberflächenspannung des Wassers und fährt auf dem Teich Schlittschuh wie du im Winter auf dem Eis. Ebenfalls auf der Wasseroberfläche befinden sich die Blätter und Blüten der Seerose. Die kennst du bestimmt. Die Blüten können einen Durchmesser von bis zu 15 cm erreichen. Sie schließen sich nachts oder bei schlechtem Wetter, um ihren Blütenstaub vor Nässe zu schützen. Über lange, seilartige Stängel sind die Blüten mit dem Wurzelstock verbunden, der so dick wie ein Arm sein kann und gut im Teichboden verankert ist. Vom Wurzelstock gehen auch die Stängel für die Tellerblätter ab. Die schwimmen ebenfalls an der Oberfläche, weil sie innen Luftkammern haben. Ein Wachsüberzug lässt das Wasser gut abperlen. Gerne ruhen sich Frösche auf den Blättern aus. Wasserfrösche erwachen im Frühling aus der Winterstarre und krabbeln aus ihren Erdhöhlen. Die Froschkonzerte der männlichen Exemplare hast du vielleicht schon einmal gehört. Damit wollen sie Weibchen anlocken. Nach der Paarung legen die Weibchen bis zu 5000 Eier ab. Dazu brauchen sie Unterwasserpflanzen, wie zum Beispiel das Laichkraut oder das Tausendblatt. Dort kleben die Frösche ihre Eier fest. Man sagt auch: Sie laichen. Viele von den Eiern werden von anderen Teichbewohnern gefressen, aber einige können sich weiterentwickeln. Aus den Eiern werden Kaulquappen, die blitzschnell durch die Gewässer schwimmen. Nach und nach wachsen den Kaulquappen Hinterbeine, dann Vorderbeine. Außerdem wird ihr Schwanz immer kürzer. Irgendwann nach mehreren Monaten ist es so weit: Aus der Kaulquappe ist ein Frosch geworden, der munter ans Ufer hüpft! Auch der fertige Frosch bleibt ein guter Schwimmer. Dank glitschiger Haut, kräftigen Beinen und Schwimmhäuten kann er sich wendig durchs Wasser bewegen. Kann sein, dass der Frosch da unter Wasser plötzlich einem tauchenden Vogel begegnet. Dann war das wahrscheinlich der Haubentaucher. Der kann mehr als 20 Meter tief tauchen, um Wasserinsekten und Fische zu fangen. Aber auch Frösche nimmt er gerne. Sollten dem Frosch unter Wasser zwei lange Beine und ein langer Schnabel begegnen, dann handelt es sich vermutlich um einen Reiher. Reiher stehen im flachen Wasser und fischen nach Nahrung. Da muss der Frosch seine ganzen Schwimmkünste einsetzen, um heil davonzukommen! Du siehst, am Teich ist sehr viel Leben! Wenn du in diesem Video die Libelle vermisst hast, dann kann ich dich trösten: Zur Libelle findest du hier ein eigenes Video! Und jetzt ist es Zeit, selber den Teich zu erkunden! Besuche einen Teich und beobachte das Leben dort! Sei neugierig, aber bitte auch vorsichtig! Zerstöre den Lebensraum nicht, den du beobachten willst! Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
3 Kommentare
  1. Default

    Eure Viedios sind so spannent ich muss einfach weiter schauen.
    eine frage wo ist das sicherste platz im Wasser?

    Von Y Oyungerel, vor etwa einem Jahr
  2. Nathalie

    Hallo Chandra B,
    vielen Dank für deine Frage. In der Tat können Rohrkolben eine Größe von 4 Metern erreichen.
    Liebe Grüße
    Nathalie

    Von Nathalie Zietz, vor fast 2 Jahren
  3. Penguins

    Interessant, dass der Rockolm 4m hoch sein kann. Sind sie sich 100% sicher?

    Von Chandrawali B., vor fast 2 Jahren