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Transkript Erste kosmische Geschwindigkeit

Hallo und herzlich willkommen! Heute möchten wir über die erste kosmische Geschwindigkeit sprechen. Wir wollen 3 Fragen klären. 1. Was ist V1? 2. Wie lautet die Formel für V1 und 3. wollen wir V1 mithilfe der Formel berechnen. Um unser Unterfangen in vernünftige Bahnen zu lenken, legen wir zu erst einmal den Mittelpunkt fest, der den Mittelpunkt der Erde sein soll. Wir schlagen nun mit dem Zirkel darum einen Kreis, der die Erdoberfläche darstellt. Für unser weiteres Tun benötigen wir nun einige Daten. Als Erstes den Radius der Erde, also den Abstand vom Erdmittelpunkt bis zur Erdoberfläche. Diese Größe bezeichnen wir als rE. Die Masse der Erde bezeichnen wir mit dem Symbol mE. Und jetzt kommt es zum eigentlichen Begriff der 1. Kosmischen Geschwindigkeit. Wir haben nun einen Körper, der sich genau an der Erdoberfläche, tangential zum Erdmittelpunkt, immer an der Oberfläche um die Erde bewegen soll. Und dies geschieht mit der 1. Kosmischen Geschwindigkeit. Sie muss derartig groß sein und selbstverständlich auch gerichtet, sodass der Körper ständig diese Kreisbewegung vollführt. Wir wissen nun, dass 2 Kräfte wirken. Einmal wirkt die Zentrifugalkraft, vom Erdmittelpunkt weg, die durch die Kreisbewegung entsteht. Diese Kraft bezeichnen wir als Fz. Dieser Kraft entgegen wirkt die Gewichtskraft, die durch die Anziehungskraft zwischen Erde und dem Körper zustande kommt. Diese Kraft bezeichnen wir als FG. Wir notieren. Fz ist Zentrifugalkraft und FG ist Gewichtskraft. Damit der Körper diese Bewegung an der Erdoberfläche ständig vollführt, muss ein Gleichgewicht zwischen beiden Kräften vorliegen. Das heißt, sie müssen beiden vom Betrag her gleich sein. Das heißt, Fz=FG. Beachtet bitte, dass in der Zeichnung Fz und FG vektorielle Größen darstellen, während Fz=FG eine Beziehung der Beträge dieser Kräfte bedeuten soll. Wir wissen nun, dass sich die Zentrifugalkraft bei der Kreisbewegung zu m×v12/r berechnet. Das ist die linke Seite unserer Gleichung. Auf der rechten Seite schreiben wir das Gravitationsgesetz auf. Denn nach dem Gravitationsgesetz können wir die Gewichtskraft FG berechnen. Also γ×(m×mE)/r2. γ ist die Gravitationskonstante, m die Masse des Körpers, mE die Masse der Erde und die Radien sind entsprechend die Erdradien. Wir können nun die Gleichung vereinfachen, indem wir beide Seiten durch m dividieren, beziehungsweise mit rE multiplizieren. Man kann auch im Jargon dann von Kürzen sprechen. Wir erhalten somit v12=γ×(mE/rE). Schließlich ziehen wir auf beiden Seiten der Gleichung die Wurzel und erhalten v1=\sqrt(γ×(mE/rE)). Damit haben wir den 2. Teil unserer Aufgabenstellung erfüllt. Ich notiere somit die Formel für die erste kosmische Geschwindigkeit in die nebenstehende Skizze. Nun bleibt uns nur noch zu tun die 1. kosmische Geschwindigkeit auszurechnen. γ, mE und rE entnehme ich einer Schulformelsammlung. γ beträgt ungefähr, ich nehme bloß die 2 Stellen nach dem Komma für die Maßzahl, 6,67×10^-11m³×s². Die Erdmasse mE beträgt 5,976×1024 kg. Für den Erdradius habe ich das arithmetische Mittel, aus dem großen Wert, das heißt den Abstand vom Erdmittelpunkt zu Äquator und den kleineren Wert vom Erdmittelpunkt zu den Polen genommen, und auf 2 Stellen nach dem Komma in der Maßzahl gerundet. rE=6,37×106 m. Bei der Berechnung komplexer physikalischer Größen empfiehlt es sich die Maßzahlen anzuordnen, anschließend die Zehnerpotenzen und als letztes die Einheiten. So erspart man sich viel Durcheinander. Ich schreibe somit für die Maßzahlen (6,675×5,976)/6,37. Außerdem borge ich mir noch eine 10 von den Zehnerpotenzen. Warum das nachher essenziell ist, werdet ihr im Laufe der Rechnung sehen. So, die Maßzahlen einschließlich der 10, werden von mir in eine rote Klammer gesetzt, weil ich diese Größe separat ausrechne. Bei den Zehnerpotenzen ergibt sich (10^-11×1023)/106. Da habe ich mir von der 1024 eine 10 geborgt. Da ich das wieder separat berechne, schreibe um diesen Ausdruck wieder eine rote Klammer. Die Einheiten schreiben wir auch wieder zusammen, also: (m³/kg)/(kg×s²×m). Darüber das Wurzelzeichen, wir können ja die Wurzel separat aufschreiben, außerhalb der anderen Wurzel. Erinnert euch an das Wurzelgesetz und können dann weiterarbeiten. Zunächst berechne ich den 1. Klammerausdruck, das heißt, unsere Maßzahlen, und ziehen gleich daraus unsere Wurzeln, darf ich ja. So, das mache ich mit dem Taschenrechner, vertue mich natürlich auch gleich am Anfang, komme dann aber auch letztendlich zu einem Ergebnis, das ich erwartet habe. Ich erhalte 7,91. Für das Zusammenfassen der Zehnerpotenzen benötige ich keinen Taschenrechner. Ihr, so hoffe ich, auch nicht. Wir haben dort 10^-11×1023, die Basen sind gleich, wir müssen die Exponenten addieren. Also 1012/106, was wir im Nenner haben, macht (106) unterhalb der Wurzel. Bleiben noch die Einheiten. Wir können m³ gegen m kürzen, genauso wie kg und kg im Zähler und Nenner. Wir erhalten also unterhalb der Wurzel (106)×(m²/s²). Der Rest geht, so hoffe ich, auch bei euch im Kopf. V1=7,91×\sqrt106=10³. Und die Einheit aus m²/s² ergibt m/s. Also wären das 7910 m/s. Oder in km umgerechnet v1=7,91 km/s. Schauen wir einmal nach, was uns die Literatur dazu sagt. Ich nehme eine der vielen Formelsammlungen, in eurer müsste auch ein ähnlicher Wert dann zu finden sein, und erhalte v1=7,92 km/s. Ich denke mit so einer Übereinstimmung mit dem Literaturwert können wir zufrieden sein. Zum Abschluss möchte ich noch eine vernünftige Definition für die 1. komische Geschwindigkeit v1 angeben. Die 1. kosmische Geschwindigkeit v1 ist die Geschwindigkeit, die ein Körper benötigt, um sich ständig auf einer Kreisbahn an der Erdoberfläche um die Erde zu bewegen. Damit haben wir den 1. Teil unserer Aufgabenstellung gelöst. Der 2. Teil der Aufgabenstellung wurde auch gelöst. Er bestand darin eine Formel für v1 zu entwickeln. Das haben wir getan. Und letztendlich haben wir auch v1 ausgerechnet. Es beträgt 7,9 km/s. So und schon wieder sind wir am Ende, tschüs.

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4 Kommentare
  1. 001

    Ohne Taschenrechner: etwa 1800 kJ
    Mit TR: Doller Witz! 1799.98 kJ
    Also, es bleibt dabei. Allerdings hat Wasser dann gerade die Temperatur 100 °C. Um zu siede muss noch ein bischen weitererwärmt werden ....
    Rechne doch einmal selber mit Q = c*m*delta T

    c = 4,186 kJ/(kg*K) m = 5 kg delta T = 86 K

    Du nimmst dir sonst die ganze Freude an der NATURWISSENSCHAFT.

    Alles Gute

    Von André Otto, vor etwa 3 Jahren
  2. Img 1151

    hallo :) ich hab eine frage und zwar um 5 kg Wasser mit der temperatur 14 grad celsius , sieden zu bringen . wie viel gesamt energie ist notwendig

    Von Cerenalsulu, vor etwa 3 Jahren
  3. Default

    bestes Video bzw. bester Lehrer. Leider keine weiteren passenden Videos für mich. Wirklich super erklärt. Solche Lehrer fehlen an unseren Schulen!!!

    Von Uschnalzger, vor mehr als 3 Jahren
  4. Default

    Hallo ,
    Könntest du bitte ein paar Frage von mir antworten?
    Sry wann bist du onlie oder am telefon für chimie und phisik ?
    bitte antwort mir!! :(( ich habe prüfung im nächstes jahr und habe viel fragen ! :((

    Von Marmar, vor fast 4 Jahren