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Fotografie 06:10 min

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Transkript Fotografie

Hallo, das ist Aristoteles. Er war Philosoph in Griechenland vor über 2000 Jahren. Gerade hat eine Entdeckung gemacht. Wenn er ein kleines Loch in der Wand öffnet und das Licht hindurchlässt, sieht er auf der gegenüberliegenden Wand das umgekehrte Bild des Baums, der vor seinem Haus steht. Damit hat er das Prinzip der Lochkamera entdeckt. Kamera heißt daher Zimmer.

Videoüberblick zur Fotografie

Um zu verstehen wie eine moderne Kamera funktioniert, werden wir uns die Bildentstehung in der Lochkamera und den Aufbau und die Bildentstehung in einer modernen Kamera anschauen. Danach klären wir die Speicherung des Bildes und schauen uns die verschiedenen Möglichkeiten an, eine Kamera einzustellen und damit das Bild zu verändern.

Bau einer Lochkamera

Das sind die Belichtungszeit, die Blende und die Brennweite des Objektivs. Bei der Lochkamera fällt das Licht vom Objekt durch das Loch auf die gegenüberliegende Wand. Jeder Punkt des Objekts wird über einen einzelnen Strahl auf die Wand abgebildet. Eine Lochkamera kannst du dir ganz einfach selber bauen. Dafür brauchst du eine Schere, Transparentpapier, Alufolie, Papier und Klebeband. Rolle zwei Seiten Papier so zusammen, dass zwei Röhren entstehen, die ineinander passen.

Verändern der Bildgrößen

Dann nimm dir etwas vom Transparentpapier und klebe es vorne an die kleinere Röhre. Die Alufolie klebst du vor die größere Röhre und machst in die Mitte ein kleines Loch. Dann schiebst du die kleinere in die größere Röhre. Jetzt kannst du Objekte mit deiner Lochkamera betrachten. Indem du die kleinere Röhre in der größeren Röhre hin und her schiebst, kannst du Schärfe und Größe des Bildes verändern.

Die Kameralinsen

Das Bild ist umso schärfer, je weniger die Bündel der einzelnen Punkte des Objekts auseinander laufen können. Das heißt je kleiner das Loch ist. Je kleiner das Loch ist desto weniger Licht fällt aber auch hindurch und das Bild wird dunkler. In einer modernen Kamera wird dieses Problem durch Linsen gelöst.

Entstehung eines Kamerabildes

Das Licht fällt durch eine Sammellinse und wird daran gebrochen. Das Bild finden wir indem wir vom oberen Punkt des Objekts einen Parallelstrahl und einen Mittelpunktstrahl zeichnen. Das Bild ist höhen- und seitenvertauscht. Das Bild entsteht aber nur genau auf der Rückwand der Kamera, wenn der Abstand zwischen Objekt und Linse und der Abstand zwischen Linse und Rückwand im richtigen Verhältnis stehen.

Das Bild wird unscharf, wenn man den Abstand vom Objekt zur Linse ändert. Durch Veränderung der Position der Linse kann das Bild wieder scharf eingestellt werden. Bei einer alten analogen Kamera wird das Bild chemisch auf einem lichtempfindlichen Film, als negatives Abbild gespeichert. Dieser muss dann entwickelt werden.

Unterschied zur Digitalkamera

In einer Digitalkamera wird das Bild von der eingebauten Elektronik über einem Sensor ausgelesen. Die Elektronik verarbeitet diese Daten dann und speichert sie in einem vorgegebenen Format auf einer Speicherkarte. Bei beiden Kameratypen kann die Helligkeit des Bildes gesteuert werden. Eine Möglichkeit ist einzustellen, wie lange Licht auf ein Bild fällt. Je länger es belichtet wird, desto heller wird es.

Belichtungszeit und Blende

Dies wird als Belichtungszeit bezeichnet. Wie in der Lochkamera, hängt die Menge des einfallenden Lichts aber auch von der Größe der Öffnung zum inneren der Kamera ab. Diese Öffnung wird auch als Blende bezeichnet. Je kleiner die Blende ist, umso weniger Licht fällt ein. Bei einer modernen Kamera kann auch der Ausschnitt des Objekts gewählt werden, der aufgenommen werden soll.

Das Teleobjektiv

Hat die Sammellinse eine kleine Brennweite, wird sehr viel vom Objekt abgebildet. Solche Objektive werden als weitwinklig bezeichnet. Linsen mit sehr großer Brennweite bilden nur einen kleinen Ausschnitt ab. Man spricht dann von einem Teleobjektiv. Mit einem Teleobjektiv erscheint das Bild stark vergrößert. In den Objektiven moderner Kompaktkameras befindet sich immer ein System von mehreren Linsen. Die Brennweite des Linsensystems kann dann von der Kamera eingestellt werden, ohne die Linsen zu wechseln.

Zusammenfassung zur Fotografie

Fassen wir also noch einmal zusammen: In einer Kamera wird das Objekt durch das Objektiv die Rückseite der Kamera abgebildet. Von dort wird es chemisch oder elektronisch gespeichert. Über Blende und Belichtungszeit wird die Helligkeit des Bildes eingestellt. Mit dem Objektiv wird die Schärfe des Bildes und der abgebildete Ausschnitt eingestellt.

Übrigens funktionieren Filmkameras und die Kamera in einem Smart-Phone nach genau dem selben Prinzip. Du findest in deiner Umgebung bestimmt noch viele andere Kameras. Viel Spaß beim Entdecken, Filmen und Fotografieren.

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