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Gewinnfunktion 03:13 min

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Transkript Gewinnfunktion

Hallo! Der Gewinn ist einfach gesagt, der Erlös-Kosten. Um die Gewinnfunktion zu bestimmen, müssen wir also nur die Kostenfunktion von der Erlösfunktion abziehen, G(x)=E(x)-K(x). Ist z. B. die Erlösfunktion E(x)=-5/4x2+15x und die Kostenfunktion K(x)=1/6x3-5/2x2+27/2x+20/3, dann ist die Gewinnfunktion G(x)=-5/4x2+15x-1/6x3+5/2x2-27/2x-20/3. -5/2x2 wird zu +5/2x2, da etwas Negatives abgezogen worden ist. Umgeformt ergibt sich dann =-1/6x3+5/4x2+3/2x-20/3. Betrachten wir nun den Graphen der Gewinnfunktion. Die Gewinnfunktion hat typischerweise 2 Nullstellen. Die linke Nullstelle heißt Gewinnschwelle, die rechte Nullstelle heißt Gewinngrenze. Dazwischen befindet sich die Gewinnzone. Warum ist nun ein solcher Verlauf sinnvoll? Wenn man nur wenige Mengeneinheiten eines Produktes verkauft, sind allein schon die Fixkosten höher, als die Erlöse. Deshalb hat man hier einen Verlust. Ab einer bestimmten Ausbringungsmenge, nämlich der Gewinnschwelle, sind die Erlöse höher als die Kosten und man macht Gewinn. Wir betrachten hier immer noch den besonderen Fall eines Monopolisten. Dieser kann nur dann mehr verkaufen, wenn der Preis für das Produkt fällt. Je niedriger der Preis, desto geringer wird auch der Gewinn, bis man schließlich die Gewinngrenze erreicht hat. Würde der Monopolist trotzdem noch mehr verkaufen wollen, müsste er den Preis weiter senken und er käme in die Verlustzone. Aber wer will das schon. Naja, Steven Gutheinz zum Beispiel. Er ist ein Komponist, insbesondere von Filmmusik und damit ein Monopolist, was den Verkauf seiner Kompositionen angeht. Eine Zeit lang hat er einen Teil seiner Musik einfach verschenkt. Auch jetzt kann man noch einige seiner Stücke, auf seiner Homepage, kostenfrei und ganz legal laden und anhören. So etwas geht meist nur dann, wenn durch das Verschenken keine zusätzlichen Kosten entstehen. Denn sonst wäre der gute Steven wohl auch bald pleite. Aber auch in anderen Bereichen ist ein solches Verhalten gar nicht mal so unsinnig. Zum Beispiel könnte ein Autobauer seine Fahrzeuge mit geringem Verlust verkaufen, um hinterher, mit teuren Ersatzteilen das richtige Geschäft zu machen.

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2 Kommentare
  1. Default

    Sehr gut, vor allem am Ende der Hinweis darauf, dass es durchaus auch Vorteile bringen kann, etwas mit niedrigen Gewinnen oder sogar Verlusten zu verkaufen, um dann andere Dienstleistungen oder Produkte zu fördern (Quersubventionierung). Wie alle Videos unter der Federführung von Martin Spitzenklasse!

    Von Yorin, vor mehr als 6 Jahren
  2. Default

    Finde ich sehr schön!

    Von Kaaichen, vor mehr als 6 Jahren