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Transkript Lernerfolg durch Wiederholung

Alles, was wir lernen, vergessen wir wieder, wenn wir es nicht wiederholen. Etwas provokanter: Wer lernt und nicht wiederholt, braucht eigentlich auch gar nicht erst zu lernen. Diesen Fehler machen die meisten Kinder, nämlich nicht zwischen den beiden Prozessen Lernen und Wiederholen zu unterscheiden. Dabei sind das in der Tat völlig unterschiedliche Dinge.

Mit Wiederholungen der Vergessenskurve entgegenwirken

Um wieder auf das Bild mit der Lagerhalle zurückzukommen: Lernen ist anstrengend. Da muss ich den ganzen Lernstoff in die Halle tragen. Je geordneter, desto besser. Dann ist auch der Vorgang des Wiederholens einfacher. Ich muss sozusagen nur Inventur betreiben und durch die Gänge gehen, um zu schauen, wo alles liegt.

Wenn ich Lernstoff also nicht wiederhole, passiert Folgendes: Das sind natürlich nur Durchschnittswerte, aber die Prozesse, die sich im Gehirn abspielen, sind überall gleich. Wenn ich also das Buch zuklappe und sage: „Super, ich hab das jetzt gelernt! Das muss ich mir also nicht noch mal anschauen“, passiert genau das, was Sie anhand dieser Vergessenskurve sehen: Am Abend sind es noch 80 %, am nächsten Tag 70 %, nach einer Woche 50 %, nach einem Monat 20 % und nach einem halben Jahr ist der Lernstoff, wenn er nicht angewendet und wiederholt wird, praktisch komplett weg.

Und es ist nicht immer nur die Aufgabe der Lehrer und Lehrerinnen, die Schüler zum Wiederholen zu animieren. Das gehört auch zur Pflicht und Eigenverantwortung Ihres Kindes. Nebenbei bemerkt: Wir reden hier von einem motivierten Lerner, der bei 100 % startet. Wie diese Kurve verläuft, wenn ich bei 50 % starte, können Sie sich vorstellen.

Wenn ich jetzt vom Wiederholen rede, meine ich nicht stundenlanges Quälen der Kinder. Ich meine knackige fünf bis zehn Minuten am Tag Strukturen wiederholen, durch die Lagerhalle gehen. Das reicht (vorausgesetzt, ich habe sie vorher richtig gelernt). Am besten immer feste Zeiten festlegen. Je früher das ritualisierter bei den Kindern stattfindet, desto selbstverständlicher wird es auch für die Kinder, dass das Wiederholen einfach dazugehört. Und desto schneller kommen auch die Erfolgserlebnisse.

Und das wissen wir auch aus eigener Erfahrung: Auch Dinge, die ich als unangenehm empfinde, werden plötzlich angenehmer, wenn ich darin erfolgreich bin. Und diese zusätzliche Zeit pro Tag ist auch keine zusätzliche Zeit. An anderer Stelle spare ich diese Zeit wieder ein, da ich das sehr kräfteraubende, zeitintensive Vorbereiten auf Klassenarbeiten, was für die Kinder bzw. für das Gehirn immer eine Überforderung darstellt, deutlich minimieren kann.

Lieber jeden Tag ein paar Minuten als stundenlanges Wiederholen von Grundlagen vor den Arbeiten. Letzteres kann nicht funktionieren. Es muss nicht jeder Lernstoff immer wiederholt werden. Aber es gibt sogenannten Basic-Lernstoff, den ich immer parat haben muss. Dazu gehören:

  • Das 1x1
  • Vokabeln
  • Grammatik

Wiederholen mit dem Karteikastensystem

Eine Möglichkeit, diesen Lernstoff strukturiert, geordnet und effektiv zu wiederholen, ist die Arbeit mit einem Karteikastensystem. Der setzt nämlich genau an der Vergessenskurve an und das System sieht vor, Lernstoff in kleinen Päckchen nach bestimmten Zeitabständen zu wiederholen. Somit kann ich verhindern, dass der Lernstoff wieder vergessen wird. Und das ganz einfach und mit wenig Aufwand. Wie das funktioniert, zeige ich Ihnen im Video „Lernen und Wiederholen mit dem Karteikasten“

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