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Decken und Dächer – Dach isolieren und decken 08:10 min

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Transkript Decken und Dächer – Dach isolieren und decken

Mit dem fertigen Dachstuhl beginnt die Arbeit der Dachdecker. Während eine Wandfläche erst mit Folie abgedeckt wird, wurde bei der anderen schon die Aufsparrendämmung aufgelegt. Sie besteht aus zwölf Zentimeter Polyurethanschaum. Zwischen die Sparren kommt noch eine 20 Zentimeter dicke Zwischensparrendämmung mit Glaswolle, damit erreichen die Dämmwerte des Dachstuhls die der Außenwände. In einem ersten Schritt wird der Dachstuhl mit einer diffusionsoffenen Unterspannbahn vor Witterungseinflüssen geschützt. „Wenn ich die Folie abziehe, dann hat man hier diese Unterseite, die ist auch so kautschukbeschichtet. Und sobald die ein bisschen Wärme kriegen, dann haften die aneinander und dann kriegt man die auch nicht mehr auseinander. Und durch diese vier Klebestreifen erreichen wir dann unsere Winddichtigkeit im Unterdach.‟ Der Bereich zwischen den beiden Dächern ist besonders kritisch und muss besonders sorgfältig abgedichtet werden. Später erhält er noch eine Abdeckung aus Edelstahl. Die Dämmung kann man passend zuschneiden, sie wurde bereits werkseitig mit Folie beklebt. „Also hier ist dann eine Stelle drin, in der Mitte von der Kehle ist unser höchster Punkt, dass das Wasser schöner außen weglaufen kann. Ja, dann kommt hier unsere PIR-Dämmung drauf, unsere Aufdach-Dämmung. Hier haben wir dann die genau passend zwischen geschnitten, zwischen die Sparren.‟ Der Dämmstoff hat Nut und Feder für eine passgenaue Montage. „Wir legen natürlich erst eine Reihe Dämmung durch, fangen mit einer ganzen Platte an, gehen bis zum Ende durch, dort wird die letzte Platte gemessen, wird abgeschnitten passend. So und mit dem Reststück, das wir hinten abgeschnitten haben, was übrig blieb, fingen wir dann vorne wieder an. Um den Lagenversatz zu haben, dass nicht Fuge auf Fuge ist, denn dadurch können dann auch eventuell wieder Kältebrücken entstehen, also man sollte in der Dämmung immer einen Lageversatz haben. Dieses Band ist natürlich dafür da, dass wenn wir diese Latten jetzt befestigen mit unseren 240er Schrauben, die dann natürlich durch die Dämmung in den Sparren gehen, um diese Löcher, die wir da in das Dach produzieren, auch wieder verschließen zu können, dafür ist dieses Band dadrunter.‟ Die Konterlatten sind so ausgemessen, dass sie genau über den Sparren liegen. Rostfreie Schrauben und Nägel tragen die mit einer Schutzimprägnierung versehenen Dachlatten. „Jetzt kommen die gleich. Ich presse hier wieder drauf, schön aneinander gedrückt wird hier oben, dann kommt der PU-Schaum rein, müssen wir das trocknen lassen, dann wird nachgeschnitten. Und dann kommt hier oben 33er Streifen von so einem Band drüber, das ist zur Wasserdichtigkeit hier oben, Regensicherheit bietet. Und dann kommen hier Konterlatten drauf, die lassen wir hier oben überstehen, damit wir dann hinterher punktuell wegschneiden können. Und dann geht es an die nächste Hütte.‟ Auf dem Giebel werden die Folien winddicht verklebt. Damit ist das Dach endgültig dicht. Von innen wird später Glaswolle zwischen den Sparren angebracht. Die Dachsteine werden angeliefert. In diesem Fall sind es preiswerte Beton-Dachsteine. „Dieser Luftquerschnitt, der jetzt hier zwischen den Tragelatten entsteht und der Dämmung, der belüftet halt das Dach. Also wenn das Dach mal, ich sage mal durch Luftfeuchtigkeit fängt ja normalerweise Holz an zu faulen oder sonstiges, dann muss alles wieder abtrocknen können. Und deshalb kommt da eine Konterlattung drauf, dass der Wind zwischen den Latten und auch zwischen den Pfannen herziehen kann, dass das alles wieder abtrocknen kann, wenn es mal nass wird.‟ Von unten nach oben legt der Dachdecker die Pfannen auf die Traglatten und sichert die Dachsteine mit Sturmklammern. Die Ortgangsteine werden noch extra mit einer Schraube gesichert. Auf speziellen Halterungen wird eine Firstlatte installiert. „Drei Pfannen und dann immer mittig. Ungefähr 60 Zentimeter.‟ Über die Firstlatte wird eine Abdichtung geklebt, bevor die Firstpfannen aufgelegt werden. Die Firstpfannen werden mit der Firstlatte verschraubt. Damit ist das Dach fast fertig. Für Fenstereinfassungen und die Schornsteine können Pfannen auch auf Pass zugeschnitten werden. Der Dachdecker ist von der Qualität seiner Arbeit überzeugt. „Hundert Jahre sollte das wohl halten. 75 bis 100 Jahre müsste das eigentlich schaffen. Bis das Material dann irgendwann aufgibt, bis die Dachsteine dann irgendwann porös werden und sich auflösen, aber mit der neuen Beschichtung, ich weiß ja nicht wie lange das hält, sowas gab es ja früher nicht, können wir ja jetzt irgendwie nicht sagen.‟