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Syntax – Kongruenz 07:43 min

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Transkript Syntax – Kongruenz

Guten Tag liebe Lernende, unser heutiges Thema lautet Kongruenz. Es ist der 14. Abschnitt des Großthemas Syntax. Kongruenz ist nicht mit dem ähnlich klingenden Wort Konkurrenz zu verwechseln, Kongruenz kennt man auch aus der Mathematik, wenn also zwei Körper deckungsgleich sind oder zwei Begriffe, zwei Terme, keinen Bedeutungsunterschied bzw. keinen Wertunterschied ausmachen. Und in der Grammatik bedeutet Kongruenz, dass also die Endungen, die sich durch die Flexion, also durch die Beugung von Wörtern, ergeben, grammatikalische oder grammatische Beziehungen kennzeichnen. Wenn also ein finites Verb im Satz gebildet werden muss, so steht das in einem Beziehungszusammenhang zum Subjekt oder das Attribut benötigt ein Bezugswort substantivischer Natur, denn deswegen ist es ja ein Attribut, weil ein Attribut ja ein Substantiv näher beschreibt. Und so kann man zwischen dem Nicht-Substantiv und dem Substantiv hinsichtlich Genus, Numerus und Kasus eine Kongruenz feststellen, also die stehen dann in denselben, in dem Fall wirklich in denselben Kategorien, ja, in den Brechungen, Beugungen dieser Kategorie hinsichtlich des Kasus, Numerus und Genus, Geschlecht, Einzahl oder Mehrzahl oder der Fall. Deutlicher wird das Problem, das sich damit ergibt, erstmal scheint es ja relativ einfach zu sein, anhand verschiedener Beispiele. Ich habe jetzt hier mal drei gebracht, die Zahl der Beispiele könnte man noch sehr weit fortführen, da reicht die Tafel nicht aus, ich bringe jetzt erstmal bloß drei. Das einfachste, zwischen Subjekt und Prädikat muss also diese Kongruenz hergestellt werden können, damit der Sprachnutzer erkennen kann, was Subjekt ist und was das dazugehörige Prädikat sein muss. Wenn wir also mal den einfachen Satz nehmen, "Vater steht an den Autos", dann haben wir hier vorne eine Einzahlposition, eine Einzahlmarkierung, und hier hinten haben wir ein Präpositionalobjekt, das also in der Mehrzahl steht. Jetzt haben wir dieses Verb, diese finite Verbform, und die finite Verbform steht in der dritten Person Singular. Es ist also anzunehmen, dass dieses "steht" sich nicht auf die Mehrzahlform hier hinten bezieht, sondern auf die Einzahlform hier vorne. Das nennt man also Kongruenz, dass zwischen diesem Subjekt, diesem Nominativ Einzahl und dieser dritten Person, Singular Einzahl also diese einheitsschaffende Verbindung hergestellt werden kann. Wenn ich also sagen würde, wenn also die Autos das Subjekt abgeben, so müsste gesagt werden, an den Autos stehen Väter, an den Autos steht des Vaters, schwierig, ja? Also damit kann ich sowieso keinen Nominativ bilden, insofern ist das hinfällig. Gut, kommen wir zum nächsten. Einheit der Subjekte gleich Einzahl Prädikat. Also, das sieht erstmal schwierig aus. Wenn es mehrere Subjekte im Satz gibt, so wird trotzdem so getan, als ob es nur eins gäbe. Beispiel: "Gleich und gleich gesellt sich gern." Gleich und gleich sind die Subjekte, die sind gleich, einheitlich, gleichartig, bleiben also als Singular und dementsprechend fehlt also auch die finite Verbform. Also auch im Singular, "Gleich und gleich gesellt sich gern." Anderes ist bei Uhrzeit oder bei Rechnungsaufgaben: "Es ist gleich neun." "Vier und fünf ist neun." Ja, nicht sind, sondern ist, weil es sich eben hier um diese Regel handelt, die Kongruenz wird dadurch hergestellt, dass die Subjekte sozusagen als Einheit begriffen werden und Einheit heißt dann eben auch Einzahl. Das kann man sich so leicht merken. So, schwieriger wird es dann schon, wenn wir sagen wir mal einen Satz haben wie diesen hier. "Nicht die Braunschweiger," Komma, adversative Konjunktion, "sondern der FCM gewann das Spiel." Hier haben wir eine Mehrzahlform, gehört zum Subjekt, und FCM in dem Fall auch Subjekt. Also gewinnt in dem Fall das Bejahende, weil die Aussagenform wird im Deutschen nicht mehr Negationen vorgenommen, also über die Verneinung, sondern über die Bejahung. Und dementsprechend ist das ausschlaggebend, es ist stärker. Und das bedeutet, dass also das Verb, die finite Verbform, dann auch in Einzahl gebracht werden muss. Das ist Subjekt und das ist Subjekt, die sind beide verbunden durch die eine finite Verbform von "gewinnen", ja? Nicht die Braunschweiger, Mehrzahl, sondern der FCM, Einzahl, gewann das Spiel. Was gewinnt in dem Fall? Das Positive, ja, eben nicht das Nicht, sondern das Licht, also der, von dem etwas ausgesagt wird, nicht von wem etwas ausgesagt wird, was er nicht getan hat, sondern von dem aus gesagt wird, dass er etwas getan hat. Also das Bejahende ist ausschlaggebend. Bejahung ist hier, Verneinung ist hier, Einzahl ist hier, Mehrzahl ist hier, also Verb in Einzahl. Gut, das soll jetzt an Beispielen erstmal genug sein. Es gibt noch etliche Beispiele, auf die ich dann noch kommen werde, wenn wir uns stärker mit stilistischen Fragen beschäftigen, hier soll erst einmal das Grundlegende des Begriffes geklärt worden sein. Kongruenz heißt also, dass eine Gleichförmigkeit zwischen Subjekt und Prädikat hergestellt werden muss, die finite Verbform richtet sich nach der Aussage des Satzes, wenn sie bejahend ist, wird also das Verb auch in die Form des Subjekts gebracht, ob es Einzahl oder Mehrzahl ist. Wichtig ist, dass eine Bezogenheit des Attributs auf das substantivische Bezugswort hergestellt werden kann, so wie wir das also hier auch haben, ja, dass also, wenn der Vater, wenn das Subjekt in Einzahl steht, dass also auch das ... #00:07:30# in die Einzahlform kommt. Bezugswort immer darauf achten, was ist das Bezugswort, und danach bildet sich dann also die finite Verbform und das nennt man Kongruenz.

1 Kommentar
  1. Tunnelgraeber 192444

    ok...

    Von Robin F., vor mehr als einem Jahr