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Einleitung

Das Skelett bezeichnet die Gesamtheit aller Knochen des Menschen sowie aller anderen Wirbeltiere (Vertebraten), zu denen zum Beispiel Blauwal, Löwe oder Elefant gehören. Sie alle stützen ihren Körper von innen durch ein Skelett. Es dient darüber hinaus dem Schutz innerer Organe und ist für die Fortbewegung notwendig.

208 bis 212 Knochen: Skelettaufbau

Das Skelett ist aus einzelnen Knochen aufgebaut. Der menschliche Körper umfasst zwischen 208 und 212 Knochen. Knochen oder auch Knochengewebe besteht aus lebenden Knochenzellen, die in eine harte Substanz eingebettet sind. Untereinander sind die Knochenzellen über sogenannte Zellfortsätze miteinander verbunden. Die Knochenzellen werden durch ein eigenes Blutgefäßsystem mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Knochen sind eine besonders harte Form von Binde- und Stützgewebe. Zähne gehören übrigens nicht zu den Knochen. Grundsätzlich kann man das Skelett beginnend beim Kopf von oben nach unten in unterschiedliche Bereiche gliedern.

Das Skelett im Schädelbereich

Der Schädel setzt sich aus 26 unregelmäßig geformten Knochen zusammen. Zusätzlich befinden sich im Innenohr die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel sowie Ober- und Unterkieferknochen im unteren Gesichtsbereich. Das Zungenbein gehört auch zum Schädelskelett. Die Knochen sind entweder über Nähte miteinander verbunden, wie die Knochenplatten des Schädeldachs, oder gelenkig verbunden, wie die Kiefer- oder Gehörknöchelchen. Alle Knochen zusammen bilden als Einheit das Schädelskelett.

Rumpfskelett: Schutz- und Stützfunktion

Wirbelsäule, Brustkorb, Rippen, Brustbein und Brustwirbelsäule sowie die Arme gehören zum Skelett des Rumpfes. Zentrales Stützelement des Rumpfskeletts ist die Wirbelsäule. Sie trägt Kopf, Hals, Arme und den Rumpf selbst.

Das Wirbelsäulenskelett setzt sich aus einzelnen Wirbeln zusammen, die blockförmig gebaut sind und untereinander durch Bandscheiben und verschiedene Bänder verbunden sind.

Von der Seite betrachtet, sieht die Wirbelsäule leicht doppelt S-förmig gekrümmt aus. Die Wirbelsäule unterteilt sich von oben nach unten in fünf Abschnitte:

Abschnitte der Wirbelsäule

  • Die Halswirbelsäule (HWS) (in der Abbildung gelb) besteht aus sieben Halswirbeln, die die freie Kopfbewegung ermöglichen.
  • Die Brustwirbelsäule (BWS) (in der Abbildung grün) setzt sich aus 12 Brustwirbeln zusammen.
  • Die Lendenwirbelsäule (LWS) (in der Abbildung violet) mit insgesamt fünf Lendenwirbeln.
  • Das Kreuzbein (in der Abbildung blau) baut sich aus fünf Kreuzwirbeln auf, die zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr verschmelzen.
  • Das Steißbein (in der Abbildung rot) schließt die Wirbelsäule am unteren Ende ab. Sie besteht aus drei bis sechs Wirbeln, die verschmolzen sind.

Das feingliedrige Handskelett

Die Hand ist Teil des Armskeletts, das sich in Oberarm, Unterarm und die Hand unterteilt. Diese lässt sich ihrerseits in die vier Bereiche Handwurzel, Mittelhand, Handfläche und Fingerknochen unterteilen, die aus einzelnen Knochen bestehen. Der feingliedrige Knochenbau ist die Basis für die komplexen Bewegungsmöglichkeiten der Hand. So besteht beispielsweise die Handwurzel aus acht Knochen, die in zwei Reihen angeordnet sind. Die Knochen der Hand sind über Gelenke verbunden. Zusätzliche Bänder stabilisieren das Skelett der Hand.

Das Beckenskelett

Das Beckenskelett bildet die Verbindung zwischen Rumpf und Beinen: Es besteht aus zwei Hüftbeinen und dem Kreuzbein. Kreuz- und Hüftbein sind auf beiden Seiten durch die Kreuzbein-Darmbein-Gelenke miteinander verbunden. Beide Hüftbeine treffen auch vorne zusammen und bilden die sogenannte Schambeinfuge.

Beinskelett: Vom Hüftgelenk bis zu den Fußzehen

Über das Hüftgelenk sind die Beine mit dem Becken verbunden. Das Skelett der Beine setzt sich aus Oberschenkelknochen, Schienbein und Wadenbein zusammen, wobei Schien- und Wadenbein das Unterschenkelskelett bilden. Das Kniegelenk verbindet Ober- und Unterschenkelknochen, während das Sprunggelenk die Unterschenkelknochen mit dem Fuß verbindet. Der Fuß besteht aus der Fußwurzel, dem Mittelfuß und den fünf freien Zehen. Das für das Fußskelett typische Fußgewölbe entsteht durch die besondere Architektur im Skelett des Fußes.

Gesundheit für Skelett und Knochen

Das Skelett des Menschen ist äußerst robust. Dennoch setzen die täglichen Belastungen den Knochen zu. Hier geht es weniger um die erheblichen Kräfte, denen die Knochen etwa beim Gehen und Laufen oder dem Tragen von Gegenständen ausgesetzt sind. Auch sind es weniger die seltenen, massiven Einwirkungen, die in Folge eines Unfalls entstehen können. Es ist eher das „zu wenig“ an täglicher Bewegung, das dem menschlichen Skelett zusetzt.

Vor allem langes und häufiges Sitzen kann schädlich sein. Denn für das Sitzen ist das menschliche Skelett eigentlich nicht gemacht. Es kann zu Fehlhaltungen im Bereich von Wirbelsäule und Schulter kommen. Außerdem werden die Muskeln beim Sitzen kaum beansprucht und deswegen auch nicht trainiert. Deswegen gilt: Sitzen nur dann, wenn es unbedingt notwendig ist. Regelmäßige Bewegungspausen schaffen Kontraste zum Sitzen. Außerdem empfiehlt es sich, die Sitzposition häufig zu verändern. Regelmäßige Bewegung und Sport kräftigen Muskeln und Bänder und stabilisieren so zusätzlich das Skelett.