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Transkript Verschiebung der Budgetgeraden - Steuern, Subventionen und Konsumgutscheine

Herzlich willkommen zum Video "Verschiebung der Budgetgerade, Steuern, Subventionen und Konsumgutscheine". Im Video "Die Budgetgerade Einführung" haben wir Budgetgleichungen und Grade hergeleitet. Wir hatten da folgendes Beispiel: Einkommen 1000 Euro, Preis für Gut X 5 Euro, Preis für Gut Y 10 Euro und damit diese Budgetgleichung und diese Budgetgerade. Heute wollen wir uns die Auswirkungen von Einführungen von Steuern, Subventionen und Konsumgutscheinen angucken. Dafür betrachten wir folgende 6 Fälle: - Subventionen von Gut X, das heißt Gut X wird 20 Prozent günstiger - eine Mehrwertsteuer von 20 Prozent auf beide Güter - eine Steuer auf Gut Y von 2 Euro/Einheit - jeder bekommt 50 Einheiten von Gut X geschenkt - Gut Y ist knapp und wird auf 50 Einheiten beschränkt und - ab 50 Einheiten kostet Gut Y 20 Euro Kommen wir zum ersten Fall: "Subvention von Gut X 20 Prozent günstiger". Man kann sich zum Beispiel vorstellen, Gut X wären Theaterbesuche. Der Staat wünscht sich, dass seine Bürger häufig in das Theater gehen, daher subventioniert er Theaterbesuche. Das bedeutet, der Preis für Gut X wird um 20 Prozent günstiger. Um die neue Budgetgerade einzeichnen zu können, brauch ich einen neuen Achsenabschnitt. Den bekomm ich, indem ich den neuen Preis für Gut X berechne. Eine Senkung um 20 Prozent bedeutet, ich nehme den alten Preis mit 0,8 mal. Es ergibt sich ein neuer Preis von 4 Euro. Gibt der Konsument so nun sein gesamtes Einkommen für Gut X aus, so kann er sich 250 Einheiten leisten. Ich kann also die neue Budgetgerade einzeichnen. Die Subvention dieses Gutes hat also die gleichen Auswirkungen wie eine Senkung des Preises. Die Auswirkung von Veränderungen von Preisen und Einkommen haben wir in einem anderen Video besprochen. Kommen wir zum zweiten Fall: "Eine Mehrwertsteuer von 20 Prozent auf beide Güter wird eingeführt". Eine Mehrwertsteuer bedeutet, dass jeweils die Preise der beiden Güter um 20 Prozent steigen. Das notiere ich in der neuen Budgetgleichung. Eine Steigerung um 20 Prozent bedeutet, ich nehme mit 1,2 mal, und zwar für beide Güter. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten. Entweder ich bringe die 1,2 direkt rüber oder ich rechne mit neuen Preisen. Damit ergibt sich entweder 5x+10y=833 oder 6x+12y=1000. Man sieht hier dran sehr schön, dass eine Mehrwertsteuer genau so wirkt, wie eine Verringerung des Einkommens. Ich zeichne meine neue Budgetgerade. Bei der Mehrwertsteuer auf beide Güter verschiebt sich die Budgetgerade also parallel nach innen. Statt 100 Einheiten von Gut Y, kann sich der Konsument jetzt nur noch 83 Einheiten leisten und statt 200 Einheiten von Gut X, nur noch 167 Einheiten. Im dritten Fall wird eine Steuer von 2 Euro/Einheit auf Gut Y erhoben. Das wirkt natürlich so, als hätte sich der Preis für Gut Y erhöht. Der Preis pro Einheit von Gut Y beträgt jetzt also nicht mehr 10 Euro, sondern 12 Euro. Ich berechne den neuen Y-Achsenabschnitt. Gerundet ergibt das 83. Ich gebe das jetzt in die Grafik ein. Wie bei einer Preiserhöhung von Gut Y, wirkt also auch diese Steuer auf die Budgetgerade so, dass sie flacher wird. Im vierten Fall bekommt nun jeder Bürger 50 Einheiten von Gut X geschenkt, also zum Beispiel Theaterbesuche. Wir gehen dabei davon aus, dass er Konsumgutscheine erhält, die er für den gleichen Preis wieder verkaufen kann, das heißt in diesem Fall für 5 Euro. Es gibt jetzt wieder zwei Möglichkeiten, das zu betrachten. Entweder er verkauft die Konsumgutscheine sofort nach Erhalt, das heißt sein Budget vergrößert sich. Durch den Verkauf von 50 Konsumgutscheinen für je 5 Euro erhält er 250 Euro zusätzlich, hat also ein neues Einkommen von 1250 Euro. Er kann sich nun also 125 Einheiten von Gut Y und 250 Einheiten von Gut X leisten. Die andere Möglichkeit ist, dass er sie nicht sofort verkauft. Dann stellt man sich vor, dass der Konsument für Gut X, erst ab einer Menge von 50 bezahlen muss. Für unsere Budgetgleichung bedeutet das, dass ich statt 5x jetzt 5(x-50) hinschreibe. Ich multipliziere aus. Man erkennt schnell, dass ich exakt zum gleichen Ergebnis komme. Die Verteilung von Konsumgutscheinen wirkt also wie eine Erhöhung des Einkommens und verschiebt die Budgetgerade parallel nach außen. Im fünften Fall gehen wir nun davon aus, dass das Gut Y knapp ist und jeder nur 50 Einheiten von diesem Gut konsumieren darf. Unsere alte Budgetgerade gilt so also nicht mehr. Schauen wir uns an was passiert, wenn jemand 50 Einheiten von Gut Y konsumiert. Für diese 50 Einheiten gibt er also 500 Euro aus. Für den Konsum von Gut X bleiben also noch 500 Euro übrig. Bei einem Preis von 5 Euro bedeutet das, dass er noch 100 Einheiten von Gut X konsumieren kann. Das trage ich in der Grafik ein. Bis zu einem Konsum von 50 Einheiten/Gut Y bleibt also alles gleich. Die Budgetgerade verläuft wie zuvor. Natürlich kann unser Konsument statt der 100 maximalen Einheiten, auch z.B. nur 50 Einheiten von Gut X konsumieren. Das ist dann aber nicht mehr effizient. Er gibt dann nicht sein ganzes Einkommen aus. Alle Konsumbündel auf dieser gestrichelten Linie kann der Konsument sich leisten, sie gehören aber nicht zur Budgetgeraden, da sie nicht effizient sind. Bei einer Rationierung haben wir also einen Knick in der Budgetgerade. Kommen wir nun zum letzten Fall. Er ist ganz ähnlich wie Fall 5. Gut Y ist nämlich wieder knapp. Allerdings wird es diesmal nicht rationiert, sondern ab einer Anzahl von 50 Einheiten teurer. Gut Y kostet ab der 51 Einheit also 20 Euro. Für unsere Grafik bedeutet das, dass wieder bis zu einem Konsum von 50 Einheiten die Budgetgerade unverändert bleibt. Bei einem Konsum von 50 Einheiten Gut Y kann unser Konsument sich noch 100 Einheiten von Gut X leisten. Was passiert jetzt in diesem Bereich? Der Konsument hat  noch 500 Euro übrig. Wenn er diese 500 Euro jetzt für den Konsum von Gut Y ausgibt, so ergibt sich, dass er noch weitere 25 Einheiten von gut Y konsumieren kann. Insgesamt also 75 Einheiten. Gibt der Konsument  sein gesamtes Einkommen also für Gut Y aus, bekommt er 50 Einheiten zum Preis von 10 Euro und 25 Einheiten zum Preis von 20 Euro, insgesamt also 75 Einheiten. Ähnlich wie bei der Rationierung haben wir auch hier einen Knick in der Budgetgeraden. Jedes Güterbündel auf diesen Teil der Geraden verbraucht allerdings auch das gesamte Einkommen und ist somit effizient. So, das war es für heute. Vielen dank für eure Aufmerksamkeit.  

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