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Transkript Präferenzen und Indifferenzkurven - Einführung

Herzlich willkommen zum Video "Präferenzen und Indifferenzkurven" Um erklären zu können, wie Haushalte sich für ein bestimmtes Konsumbündel entscheiden, brauchen wir zum einen die Budgetbeschränkung, zum anderen aber auch Informationen über Präferenzen und Nutzen. Während Informationen für die Budgetbeschränkung, also Einkommen und Preise von Gütern, noch relativ leicht zu beobachten sind, ist es bei Präferenzen und Nutzen schon wesentlich schwieriger. Dieses Video soll einen Überblick über Präferenzen und Indifferenzkurven geben. Wir klären einige Annahmen über Präferenzen anhand von Beispielen, zeigen dann, wie dies zu Indifferenzkurven führt und betrachten am Ende einige Sonderfälle, zum Beispiel: Perfekte Substitute und Perfekte Komplemente. Kommen wir kurz zu einigen Annahmen über Präferenzen. Man geht davon aus, dass jeder Haushalt Konsumbündel sortieren kann. Das heißt, er kann über jedes Konsumbündel sagen, ob es besser, schlechter oder genauso gut wie ein anderes ist. Man verwendet dabei die Begriffe bevorzugt, schwach bevorzugt und indifferent. Wenn jemand 2 Bündel genau gleich gut findet und es ihm egal ist, welches er wählt, so ist er indifferent zwischen den beiden Konsumbündeln. Jetzt zur Annahme der Transitivität. Das bedeutet, dass Präferenzen widerspruchsfrei sind. Schauen wir uns Peter an. Peter sagt: A ist besser als B. B ist besser als C und C ist besser als A. Das ist nicht widerspruchsfrei. Eigentlich müsste er sagen: C ist schlechter als A, so wie in diesem Fall. Wir nehmen also an, dass Präferenzen der Haushalte stets transitiv, also widerspruchsfrei sind. Kommen wir nun von Präferenzen zu Indifferenzkurven. Auf Indifferenzkurven werden alle die Güterbündel eingezeichnet, zwischen denen der Konsument gerade indifferent ist. Nun kann es ja sein, dass einem Konsumenten 2 Einheiten von Gut Y genauso viel wert sind wie 1 Einheit von Gut X. Dazu kann ich eine Indifferenzkurve zeichnen. 2 Einheiten von Gut Y sind genauso viel wert wie 1 Einheit von Gut X. Dementsprechend sind dann auch 4 Einheiten von Gut Y genauso viel wert wie 2 Einheiten von Gut X. Es ergibt sich also eine Gerade als Indifferenzkurve, dies muss aber nicht immer der Fall sein. Häufig nehmen wir an, dass es einem Konsumenten stets lieber ist, einen Mix aus beiden Gütern zu haben, statt eines Extrems. Dann verlaufen die Indifferenzkurven nicht mehr Gerade, sondern wie eine Kurve. An jedem Punkt auf dieser Kurve ist der Konsument also gerade indifferent. Dieses Güterbündel ist ihm genauso viel wert wie dieses. Kommen wir nun zu einigen Sonderfällen. Ich habe ja eben schon als Beispiel die Indifferenzkurven, die als Geraden verlaufen vorgestellt. In diesem Fall spricht man von perfekten Substituten. Ich kann die beiden Güter X und Y gegeneinander austauschen, solange ich ein bestimmtes Verhältnis nutze. Zum Beispiel möchte ich unbedingt Obst essen, ob ich aber 2 Äpfel oder 1 Birne esse, ist mir egal. In diesem Fall haben wir die Indifferenzkurven, die als Geraden verlaufen. Je weiter wir uns nach außen bewegen, desto zufriedener sind wir.  In diesem Fall sprechen wir von perfekten Komplementen. Ein Beispiel dafür wären Schuhe. Bei Schuhen brauche ich immer die gleiche Anzahl linke Schuhe wie rechte Schuhe. Wir nehmen zum Beispiel an, wir besitzen einen linken Schuh und einen rechten Schuh. Das ist uns jetzt genauso viel wert, wie 5 linke Schuhe und 1 rechter Schuh, denn wir haben immer nur 1 Paar Schuhe, das wir anziehen können. Ebenso 5 rechte Schuhe und 1 linker Schuh. Haben wir allerdings 2 und 2 linke und rechte Schuhe, dann finden wir das besser. Hier gilt also auch wieder: Je weiter wir uns nach außen bewegen, desto zufriedener sind wir.  Ein anderes Beispiel wäre zum Beispiel Kaffee und Milch. Wenn man absolut keinen schwarzen Kaffee mag, so hilft einem 1 Tasse Kaffee nur weiter, wenn man auch 1 Portion Milch dazu hat. 5 Tassen Kaffee und immer noch nur 1 Portion Milch ist genauso viel wert. Der letzte Fall betrachtet nicht nur Güter, sondern auch Ungüter. Das bedeutet, 1 der beiden Güter ist schlecht für mich. Nehmen wir an, Gut Y wäre Wasser und Gut X wäre Cola. Ich mag kein Wasser, Cola dafür umso mehr. Wenn ich aber eine bestimmte Menge Cola bekomme, dann trinke ich auch Wasser. Das heißt, mein Wasserkonsum muss sozusagen mit Cola kompensiert werden. Dadurch ergeben sich diese steigenden Indifferenzkurven. Je weiter wir uns dabei nach rechts bewegen, desto zufriedener bin ich. Über Präferenzen und Indifferenzkurven kommen wir dann zu Nutzenfunktionen. Und über die Nutzenfunktionen in Verbindung mit Budgetbeschränkung zur optimalen Konsumentscheidung. Darum werden wir uns in den nächsten Videos kümmern. Das war's für heute.

Informationen zum Video
4 Kommentare
  1. Default

    nicht wirklich verständlich

    Von Christinablessing, vor mehr als 2 Jahren
  2. Default

    Die Gerade der Indifferenkurve I bei 3:19 ist doch falsch gezeichnet, oder? Die gehört vom Ursprung aus gezeichnet....?

    Von Ni Na, vor fast 4 Jahren
  3. Default

    Danke, kurz und bündig!

    Von Jonbongiorno, vor etwa 4 Jahren
  4. Default

    Fall 3 Ungüter schlecht erklärt

    Von Johann@Kaiser.At, vor fast 5 Jahren