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Transkript Einführung Preisdiskriminierung des Monopolisten

Herzlich willkommen zum Video "Preisdiskriminierung des Monopolisten - Einführung". Bisher sind wir ja immer davon ausgegangen, dass man nicht unterschiedliche Preise für unterschiedliche Nachfrage- bzw. für unterschiedliche Teilmärkte setzen kann. Heute wollen wir aber genau diesen Fall betrachten. Da gibt es drei Konzepte: Die Preisdiskriminierung ersten Grades, die Preisdiskriminierung zweiten Grades und die Preisdiskriminierung dritten Grades. Der Monopolist kann in diesen Fällen zum Beispiel zwischen verschiedenen Gruppen diskriminieren, also zum Beispiel Studentenrabatte, oder zwischen verschiedenen Teilmärkten, zum Beispiel in verschiedenen Ländern in Europa. Das schauen wir uns aber jetzt noch einmal ganz genau an. Zunächst zur Preisdiskriminierung ersten Grades: In diesem Fall spricht man auch von der perfekten Preisdiskriminierung. Die Preisdiskriminierung ersten Grades bezeichnet man auch als perfekte Preisdiskriminierung. Warum perfekt? Diese Preisdiskriminierung ist perfekt, weil der Monopolist die gesamte mögliche Rente abschöpft. Der Gewinn des Monopolisten ?M entspricht also der maximalen möglichen, volkswirtschaftlichen Rente. Was ist dann also das Problem, warum gibt es dann auch noch Preisdiskriminierung zweiten und dritten Grades, wenn diese perfekt ist? Das hat damit zu tun, dass perfekte und vollständige Informationen über die Zahlungsbereitschaft der Nachfrager nötig wäre. Man braucht vollständige Informationen über die Zahlungsbereitschaft. Das heißt, der Monopolist müsste genau wissen, welcher Nachfrager welche Zahlungsbereitschaft hat. Paradoxerweise ist diese Preisdiskriminierung, die ja nun wirklich sehr ungerecht wirkt, allerdings Pareto-effizient. Alle Nachfrager mit einer entsprechenden Zahlungsbereitschaft bekommen auch das Produkt oder den Output, zu dem Preis, der gerade ihrer Zahlungsbereitschaft entspricht. Das heißt, die Preisdiskriminierung ersten Grades führt zu einer Pareto-effizienten Allokation. Also noch mal: Diese Preisdiskriminierung bezeichnet man auch als perfekte Preisdiskriminierung. Perfekt, weil unser Monopolist die maximal mögliche, volkswirtschaftliche Rente abschöpft. Sein Gewinn ?M entspricht also der maximalen möglichen Rente. Das Problem dabei ist, dass vollständige Informationen über die Zahlungsbereitschaft der Nachfrager nötig sind. Nichtsdestotrotz: Eine Preisdiskriminierung ersten Grades führt zu einer Pareto-effizienten Allokation. Kommen wir nun zur Preisdiskriminierung zweiten Grades: In diesem Fall haben wir keine einheitlich linearen Preise. Das bedeutet: Zwar sind die Preise für jeden Kunden gleich, sie können aber zum Beispiel von der gekauften Menge abhängen.Beispiele für die Preisdiskriminierung zweiten Grades wären z. B. Mengenrabatte, oder auch sogenannte zweiteilige Tarife. Zweiteilige Tarife bedeutet: Der Nachfrager zahlt zunächst einen Fixpreis, also z. B. einen Eintrittspreis und dann noch einen variablen Preis. Z. B. wenn man ein Sportangebot nutzt, bezahlt man einen Fixpreis die Miete des Tennisplatzes, plus noch pro Stunde, in der man diesen Tennisplatz nutzt. Das heißt insgesamt zahlt man einen Tarif, der sich zusammensetzt aus einem Fixpreis P1 plus einem Preis pro Stück oder pro Stunde. Auch die Preisdiskriminierung zweiten Grades werden wir uns nochmal in einigen Beispielen näher ansehen. Wir betrachten da dann auch, in welcher Höhe der Monopolist den Fixpreis, bzw. den variablen Preis setzen sollte. Bei der Preisdiskriminierung dritten Grades wird nun nicht auf Teilmärkten diskriminiert, sondern zwischen Teilmärkten. Das heißt, bei der Diskriminierung dritten Grades liegt eine Diskriminierung zwischen Teilmärkten vor. Man geht also davon aus, dass mein zwei verschiedene Teilmärkte mit unterschiedlichen Nachfragefunktionen hat.  Ein Beispiel für die Preisdiskriminierung dritten Grades ist der Verkauf von Neuwagen. Je nach Marke sind die Autos in unterschiedlichen Ländern nämlich auch unterschiedlich teuer. Da Volkswagen eine deutsche Marke ist, ist sie in Deutschland auch sehr beliebt und hier also teurer als in anderen Ländern. Genauso Citroën in Frankreich. Das heißt, der Verkauf von Neuwagen in europäischen Ländern ist ein Beispiel für Preisdiskriminierung dritten Grades. Wir haben also zwei unterschiedliche Nachfragen. Jetzt kann man sich natürlich überlegen, welcher Preis dann wohl höher sein wird. Wir wissen der Monopolist setzt in diesen zwei unterschiedlichen Teilmärkten unterschiedliche Preise. Dabei kann man sich merken, dass der Preis immer in dem Markt höher ist, in dem die Nachfrage unelastischer ist. Das ist ganz logisch, denn wenn die Nachfrage nicht so stark auf Preisänderungen reagiert, also unelastisch ist, dann führt ein höherer Preis zu keinem großen Rückgang der Nachfrage. Das heißt, der Preis ist in dem Land höher, in dem eine unelastischere Nachfrage herrscht. Also P ist höher, wenn die Nachfrage D unelastisch ist. Dabei meine ich den Vergleich von zwei Teilmärkten. So, das war es für heute und mit der Einführung zur Preisdiskriminierung. Natürlich betrachten wir in weiteren Videos noch Beispielaufgaben zu den Preisdiskriminierungen ersten, zweiten und dritten Grades. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

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1 Kommentar
  1. Default

    Wo ist denn das Rechenbeispiel?

    Von Annemu85, vor fast 2 Jahren