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Transkript Der Markt - Einführung und Gleichgewicht

Herzlich willkommen zum Kapitel: Der Markt - Einführung und Gleichgewicht In der Volkswirtschaft werden soziale und ökonomische Phänomene anhand von stark vereinfachten Modellen dargestellt. In diesem Kapitel soll der Markt analysiert werden. Nach der Erläuterung einiger Grundbegriffe wird ein solches Modell am Beispiel des Ferienwohnungsmarktes in einem Kurort konstruiert. Dabei wird auch ein Gleichgewicht hergeleitet. Zunächst zur Erläuterung einiger Grundbegriffe. Ein Modell ist eine stark vereinfachte Darstellung der Wirklichkeit. Es werden unwichtige Details weggelassen, um die wesentlichen Aspekte erklären zu können. Die Herausforderung besteht darin, die richtigen Details wegzulassen und die richtigen Aspekte auszuwählen. Innerhalb eines Modells sind exogene Variablen diejenigen, die von außen vorherbestimmt sind und nicht im Modell erklärt werden. Endogene Variablen hingegen sind die abhängigen Variablen, die im Modell erklärt und bestimmt werden sollen. Unter dem Optimierungsprinzip versteht man, dass jeder Akteur im Markt das für ihn beste Konsumbündel wählt, dass er sich gerade leisten kann. Das Gleichgewichtsprinzip besagt, dass Preise sich so lange anpassen bis Angebots- und Nachfragemenge übereinstimmen.  Kommen wir nun zu unserem Modellbeispiel Ferienwohnungsmarkt in einem Kurort. Wir stellen uns vor es existiert ein Kurort mit einem See im Stadtzentrum als Hauptattraktion. In diesem Ort gibt es 2 Arten von Wohnungen. Diejenigen, die in direkter Umgebung des Sees liegen, also hier im inneren Kreis. Die zweite Art von Wohnungen sind diejenigen, die im äußeren Kreis liegen, also etwas weiter entfernt. Die inneren Wohnungen werden also wesentlich beliebter sein, denn von dort muss man nicht mit dem Fahrrad zum See fahren. In unserem Modell soll nun herausgefunden werden, wodurch der Preis der inneren Wohnungen bestimmt wird, wie hoch der Preis letztendlich ist und wer die Wohnungen bekommt. Der Preis der Wohnungen im äußeren Kreis ist von außen gegeben. Das heißt, der Preis der äußeren Wohnungen ist die exogene Variable. Während der Preis der inneren Wohnungen die endogene Variable ist. Zur Konstruktion des Angebotes und der Nachfrage kommen wir als Nächstes. Das Angebot ist relativ einfach zu verstehen. In unserer kurzen Frist verändert sich die Anzahl der Wohnungen nicht. Das heißt, zu jedem Preis wird die gleiche Anzahl an Wohnungen vermietet. Die Angebotskurve verläuft also senkrecht nach oben. Die Nachfragekurve ist etwas komplizierter. Man leitet sie her, indem man stufenweise vorgeht. Wir stellen uns vor, wir haben 5 Urlauber, die die Wohnung mieten wollen. Person 1 verdient sehr viel Geld und wäre bereit 600 Euro für eine Wohnung zu zahlen, Person 2 500 Euro, Person 3 450 Euro usw. In unserem Diagramm aus Preis und Anzahl vermieteter Wohnungen sehen wir jetzt, dass bei einem Preis von über 600 Euro keine Wohnung vermietet würde. Bei einem Preis von 600 Euro oder irgendwas zwischen 600 und 500 Euro mietet nur Person 1 eine Wohnung. Ab 500 Euro kommt Person 2 hinzu. Ab 450 Euro dann Person 3. Bei jedem Preis zwischen 450 Euro und 300 Euro werden also 3 Wohnungen vermietet, an Person 1, 2 und 3. Sind jetzt mehr Akteure im Markt, dann werden diese Stufen immer kleiner. Man kann die Nachfragekurve also auch als fallende Kurve direkt in ein Diagramm einzeichnen. Mit dieser Nachfragekurve und dieser Angebotskurve leiten wir nun als Nächstes das Gleichgewicht her.  Um den Gleichgewichtspreis zu bekommen, zeichnen wir nun beide Kurven in ein Diagramm. Hier die senkrecht verlaufende Angebotskurve S und hier die fallende Nachfragekurve D. Der Schnittpunkt der beiden Kurven bestimmt nun den Gleichgewichtspreis p×. Bei jedem p, der über p× liegt, also z. B. hier, würden mehr Wohnungen angeboten werden als nachgefragt. Das heißt, Wohnungen stehen leer. Bei jedem p kleiner als p× würden weniger Wohnungen angeboten werden als nachgefragt. Der Markt befindet sich also nur im Gleichgewicht bei genau diesem p×. Die Wohnungen werden nun also an alle Personen vermietet, die eine Zahlungsbereitschaft größer oder gleich p× haben. Das war es für heute. In den nächsten Videos werden wir das Gleichgewicht weiter analysieren und schauen, wie die Auswirkungen bestimmter Veränderungen z. B. des Angebots oder der Nachfrage auf das Gleichgewicht wirken.  

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4 Kommentare
  1. Default

    Der Varian kurz und knapp zusammengefasst. Ich liebe dich! :)

    Von Kein Plan, vor mehr als 5 Jahren
  2. Dsci0004

    Hallo,
    vielen Dank für den netten Kommentar und den guten Tipp! Im Moment lade ich noch viele andere Videos hoch. Wenn alle da sind, erstelle ich einen kompletten Kurs mit empfohlener Reihenfolge. Erstmal würde ich dir als nächstes die Videos zur Marktgleichgewichtsanalyse empfehlen. Danach passen dann gut die Videos zu Budgetbeschränkung, Präferenzen, Indifferenzkurve und dann zur Nutzenmaximierung und Konsumentscheidung.

    Von Femke Schmarbeck, vor fast 6 Jahren
  3. Default

    Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, wie die Reihenfolge der Videos ist. Könnte man die nicht einfach durchnummerieren?

    Von Deleted User 16168, vor fast 6 Jahren
  4. Default

    Super, das ist eine super übersichtliche, nachvollziehbare und (akustisch) verständliche Erläuterung bzw. Bild- und Tonaufzeichnung. Ich freue mich schon auf deine anderen Videos. Mehr davon! :-)

    Von Deleted User 16168, vor fast 6 Jahren