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Transkript Buchungen beim Wareneinkauf und Warenverkauf - Teil 2: mit Warenbestandsmehrung

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge aus unserem Abenteuerklassiker "Die Jäger der verlorenen Buchhalternase"! Heute gibt es den 2. Teil aus unserer mitreißenden Triologie "Buchungen beim Ein- und Verkauf von Waren". Mit dabei ist natürlich wie immer auch mein Assistenzassistent, der Herr Tutor, der uns mit seiner Sofafabrik wieder hilfreich zur Seite stehen wird. Nachdem wir im 1. Teil den Warenein- und Warenverkauf ohne Bestandsveränderungen behandelt haben, erweist sich unser heutiges Abenteuer als etwas schwieriger, da wir nun den Warenein- und Warenverkauf mit Bestandsveränderungen, nämlich mit einer Bestandsmehrung, zu meistern haben. Neben den Zielen aus dem 1. Teil werden Herr Tutor und ich euch zusätzlich vermehrt mit dem Konto Warenbestand beschäftigen, damit ihr seht, wie sich Bestandsmehrungen auf die übrigen Warenkonten und den Wareneinsatz auswirken und wie diese zu buchen sind. Neben den Inhalten aus dem 1. Video zum Thema "Buchungen beim Ein- und Verkauf von Waren", müsst ihr dieses Mal auch das Wissen über den Abschluss von Bestandskonten, über das Schlussbilanzkonto mitbringen. Nachdem ihr ja schon im 1. Teil von Herrn Tutor die Warenkonten nähergebracht bekommen habt, steigen wir heute gleich mit einem Ereignis aus Herrn Tutors Sofafabrik ein, um euch die Auswirkungen von Warenbestandsveränderungen auf den Warenein- und Warenverkaufskonto schildern zu können. In seinem bereits 2. Geschäftsjahr kauft Herr Tutor 1000 Sofas für je 100,00 Euro, also für insgesamt 100.000,00 Euro, ein. Gleichzeitig verkauft er in dieser Periode 800 Sofa für je 150,00 Euro, also für insgesamt 120.000,00 Euro. Der Schlussbestand zum 31.12., also am Ende des Geschäftsjahres, beträgt damit 1.000-800=200 Sofas für je 100,00 Euro, also insgesamt 20.000,00 Euro, die im Lager bleiben. Am Anfang des Geschäftsjahres hatte Herr Tutor keinen Lagerbestand an Sofas. Wie hoch ist dann also der Rohgewinn nach Ablauf dieser Periode? Schauen wir uns zunächst die Buchungen für den Warenein- und Warenverkauf an, welche Herr Tutor anhand der eingegangenen Rechnung tätigt, also auf Ziel zu verbuchen hat. Da haben wir einmal den Wareneinkauf: Wareneingang 100.000,00 an Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 100.000,00 sowie für den Warenverkauf: Forderungen 120.000,00 Euro an Warenverkauf 120.000,00 Euro. Hier noch einmal das Ganze zur Veranschaulichung auf unseren T-Konten. Neu ist jetzt, dass Herr Tutor, wie aus dem Fall zu entnehmen ist, einen Schlussbestand von 200 Sofas a 100,00 Euro, also insgesamt in Höhe von 20.000,00 Euro hat. Dieser wird auf dem Warenbestandskonto festgehalten. Da das Konto Warenbestand ein aktives Bestandskonto ist, werden, wie ihr sicher wisst, der Anfangsbestand im Soll - hier haben wir keinen Anfangsbestand - und der Schlussbestand, den wir nach der Inventur erhalten, im Haben gebucht. Daher lautet der Buchungssatz für die Abschlussbuchung: Schlussbilanzkonto 20.000,00 Euro an Warenbestand 20.000,00 Euro. Da Herr Tutor in diesem Geschäftsjahr mehr Sofas eingekauft als verkauft hat, haben wir eine Bestandserhöhung. Diese ergibt sich also, wenn die Einkaufsmenge größer als die Verkaufsmenge ist, bzw. wenn der Schlussbestand größer als der Anfangsbestand ist, was bei Herrn Tutor in diesem Fall ebenfalls zutrifft, da er, wie erwähnt, über gar keinen Anfangsbestand an Sofas verfügte. Um nun den Rohgewinn zu berechnen, ziehen wir, wie gehabt, den Wareneinsatz von den Warenverkaufserlösen ab. Wie in Teil 1 geschildert, entspricht der Wareneinsatz der verkauften Ware zum Einstandspreis. Doch welchen Einfluss hat jetzt diese Bestandsmehrung auf den Wareneinsatz und wie lässt sich dieser rechnerisch ermitteln? Herr Tutor geht dabei wie folgt vor: Er berechnet die Wareneinkäufe, hier 1000 Sofas für je 100,00 Euro, also 100.000,00 Euro insgesamt und zieht davon die Bestandserhöhung von 200 Sofas a 100,00 Euro = 20.000,00 Euro ab, da dieser Teil ja nicht verkauft wurde. Somit kommen wir auf insgesamt 800 eingesetzte Sofas in Höhe von insgesamt 80.000,00 Euro. Bei unserer Berechnung für den Rohgewinn sehen wir auch, dass wir mit diesen 800 eingesetzten Sofas richtig liegen, da wir sie 800 verkauften Sofas gegenüberstellen. Damit ergibt sich für Herrn Tutor hier ein Rohgewinn in Höhe von 40.000,00 Euro. Natürlich gibt es auch noch eine Möglichkeit, den Wareneinsatz buchhalterisch zu ermitteln. Wir haben das Konto Warenbestand über das Schlussbilanzkonto abgeschlossen. "Achtung! Buchhalternase nicht vergessen!" Damit ergibt sich auf der Sollseite des Warenbestandskontos ein Saldo, der sich aus der Differenz des Anfangsbestandes und des Schlussbestandes zusammensetzt und die Bestandsmehrung, bzw. Bestandserhöhung darstellt. Diese Bestandserhöhung in Höhe von 20.000,00 Euro wird auf das Konto Wareneingang verbucht und steht den Wareneinkäufen als Korrektur im Haben gegenüber. Damit lautet der Buchungssatz: Warenbestand 20.000,00 Euro an Wareneingang 20.000,00 Euro. Schließen wir nun das Wareneingangskonto ab, "Achtung! Buchhalternase nicht vergessen!", erhalten wir einen daraus resultierenden Saldo, welcher dem Wareneinsatz entspricht und über das GuV-Konto abgeschlossen wird, genauso das Konto Warenverkauf, allerdings im Soll und wie in unserem Beispiel genannt, in Höhe von 120.000,00 Euro. Damit ergibt sich aus unserer Gegenüberstellung von Wareneinsatz und Warenverkauf auf unserem GuV-Konto der vorhin errechnete Rohgewinn von 40.000,00 Euro. Wir sehen also, dass Warenbestandsveränderungen, in diesem Fall Warenbestandserhöhungen, unsere Warenkonten, Warenbestand und Wareneingang und damit auch unseren Wareneinsatz beeinflussen. Zusammengefasst halten wir fest, dass sobald wir weniger als die eingekaufte Menge verkauft haben, bzw. unser Schlussbestand des Warenbestandes größer als der Anfangsbestand ist, wir eine Warenbestandserhöhung haben. Der Wareneinsatz muss, wie erwähnt, immer unter Berücksichtigung der Bestandserhöhung ermittelt werden. Rechnerisch entspricht der Wareneinsatz den Wareneinkäufen minus der Bestandserhöhung, da ja weniger Ware verkauft als eingekauft wurde. Die Bestandserhöhung ergibt sich, wie gerade erwähnt, z. B. aus der Differenz von Schlussbestand und Anfangsbestand an Ware. Zur buchhalterischen Ermittlung des Wareneinsatzes lässt sich einerseits abschließend festhalten, dass die Warenbestandserhöhung dem Saldo auf der Sollseite des Warenbestandskontos entspricht und gegen das Wareneingangskonto zu buchen ist. Hier steht die Bestandserhöhung im Haben und dient zur Korrektur der Wareneinkäufe. Daher lautet der Buchungssatz: Warenbestand an Wareneingang, was in unserem Beispiel 20.000,00 Euro waren. In unserer T-Konten Ansicht wird das Ganze noch einmal deutlicher. Da haben wir zunächst das Konto Warenbestand mit unserem Anfangsbestand, in unserem Beispiel hatten wir keinen Anfangsbestand und einen Schlussbestand von 20.000,00 Euro. Dies ergibt einen Saldo, welcher unsere Bestandserhöhung ist, und in unserem Beispiel 20.000,00 Euro war. Dieser Saldo, also diese Bestandserhöhung, wird nun gegen das Konto Wareneingang im Haben gebucht. Sie steht damit als Korrektur für unsere Wareneinkäufe, welche in unserem Beispiel 100.000,00 Euro waren. Damit ergibt sich rechnerisch unser Wareneinsatz, nämlich in Höhe von 80.000,00 Euro. Unseren Rohgewinn erhalten wir, wie bereits im 1. Teil erwähnt, indem wir unsere Warenverkaufserlöse und den Wareneinsatz in unserem GuV-Konto gegenüberstellen. So, das war's schon wieder für heute, denn Herr Tutor braucht jetzt eine kleine Pause, um sich für den nächsten und finalen Teil unserer Triologie "Buchungen beim Warenein- und Warenverkauf" zu rüsten.

Ich hoffe, es hat euch wieder einigermaßen Spaß gemacht und ihr seid dann ebenso wieder mit dabei, wenn es heißt: "Die Jäger der verlorenen Buchhalternase".    

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3 Kommentare
  1. Default

    Ah war nur in den ersten paar Minuten

    Von Verbensv, vor 9 Monaten
  2. Default

    Den ersten Teil fand ich gut, diesen hier eindeutig zu schnell

    Von Verbensv, vor 9 Monaten
  3. 5xfa8xkiqz7jt0pzqxzxtlyjynv

    Vielen Dank für die schnelle Antwort auf den Kommentar. Super Video, ohne Frage! ;) Mag die "Animationen".

    Von Christian R., vor etwa 6 Jahren