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Transkript Buchungen beim Wareneinkauf und Warenverkauf - Teil 1: ohne Warenbestandsveränderungen

Hallo und seid gegrüßt zu einer weiteren Folge unserer Daily Adventure Soap "Die Jäger der verlorenen Buchhalternase". Heute gibt es den ersten Teil aus unserer packende Trilogie "Buchungen beim Wareneinkauf und Warenverkauf, in dem sich mein Ziehvater der Herr Tutor und ich uns mit dem Kerngeschäft eines jeden Unternehmens befassen. In unserem ersten Teil geht es dabei um den Wareneinkauf und Warenverkauf ohne Bestandsveränderungen an Waren. Am Ende dieses Videos wisst ihr was die Konten Wareneinkauf und Warenverkauf sind, wie der Rohgewinn ermittelt wird, was der Wareneinsatz ist und wenn man von Reingewinn bzw. Reinverlust spricht. Um in diesem Video Herrn Tutor folgen zu können, solltest du wissen, wie auf Erfolgskonten gebucht wird, sowie das Gewinn- und Verlustkonto behandelt haben. In unserem Video zum Thema Erfolgskonten habt ihr ja schon erfahren, dass vor allem der Einkauf, die Warenlagerung sowie der Warenverkauf den Erfolg und somit das Eigenkapital von Herrn Tutors Sofafabrik beeinflussen. Daher ist das Hauptziel von Herrn Tutor eine Gewinnerzielung aus den Warengeschäften. Zur besseren Übersicht unserer Warengeschäfte gibt es daher getrennte Warenkonten. Und zwar gibt es einmal das Konto Wareneingang. Dabei handelt es sich um ein Aufwandskonto, da schließlich Ware eingekauft wird, wie üblich wird hier im Soll gebucht. Dann haben wir das Konto Warenverkauf, bei dem es sich um ein Ertragskonto handelt und dementsprechend der Verkauf der Waren im Haben gebucht wird, sowie das Konto Warenbestand bei dem der Anfangs- und Schlussbestand an Sofas eines Geschäftsjahres festgehalten wird. Schauen wir uns dazu mal wieder an, wie Herr Tutor in seiner Sofa Fabrik das gehandhabt hat. In seinem ersten Geschäftsjahr hat Herr Tutor 500 Sofas zum Stückpreis von 100 Euro, also für insgesamt 50.000 Euro eingekauft. Am Ende des Geschäftsjahres sind tatsächlich alle Sofas für je 150 Euro, also insgesamt für 75.000 Euro verkauft worden. Der Wareneinkauf wird dabei direkt als Aufwand auf Herrn Tutors Aufwandskonto Wareneingang gebucht. Da Aufwendungen stets im Soll gebucht werden, lautet der Buchungssatz also: Wareneingang 50.000 an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung 50.000. Normalerweise werden solche Warengeschäfte immer auf Ziel vereinbart, das heißt, man zahlt die ausstehenden Rechnungen erst später, sodass in diesem Fall nicht sofort das Bankkonto, sondern eben erst das Konto Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung angesprochen wird. In der T-Konten Ansicht sieht das Ganze dann so aus: 50.000 auf der Sollseite auf dem Konto Wareneingang sowie 50.000 im Haben auf unserem Konto Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung. Der Warenverkauf hingegen wird als Ertrag auf unserem Ertragskonto Warenverkauf gebucht. Da Erträge immer im Haben zu buchen sind, lautet der Buchungssatz: Forderungen aus Lieferungen und Leistung 75.000, an Warenverkauf 75.000. Auch hier erfolgt das Warengeschäft auf Ziel, das heißt, es wird nicht sofort das Bankkonto, sondern unser Konto Forderungen aus Lieferungen und Leistung angesprochen. Und auch das Ganze noch mal in T-Konten-Ansicht. Stellen wir nun den Erlös aus den 500 verkauften Sofas und den für diese 500 verkauften Sofas entfallenden Einkaufswert gegenüber, erhalten wir den sogenannten Waren- bzw. Rohgewinn. Dabei wird allerdings nur die eingekaufte Ware zum Einstandspreis berechnet, welche auch tatsächlich in diesem Geschäftsjahr verkauft wurde. Dieser Wert nennt sich Wareneinsatz. Für Herrn Tutor bedeutet das 75.000 Euro Warenverkaufserlöse minus 50.000 Euro Wareneinsatz ergibt einen Rohgewinn von 25.000 Euro. Schauen wir uns noch mal die Definition des Wareneinsatzes an. Der Wareneinsatz stellt also den Wert der verkauften Waren zum Einstandspreis, also die tatsächlich innerhalb einer Geschäftsperdiode eingesetzte Ware, dar. Im ersten Geschäftsjahr der Sofafabrik hat Herr Tutor alle 500 eingekauften Sofas auch wieder verkauft, sodass hier der Wareneinsatz auch den eingekauften Waren entspricht. Dies muss aber nicht immer der Fall sein. Herr Tutor hätte eventuell auch nur 300 Sofas verkaufen können. Dann würde sich der Wareneinsatz nur aus den 300 verkauften Sofas zum Einstandspreis zusammensetzen. Schauen wir uns nun die Abschlussbuchungen an. Der Abschluss der Konten Wareneingang und Warenverkauf erfolgt wie bei allen anderen Erfolgskonten auch über das GuV-Konto. Beim Konto Wareneingang, als Aufwandskonto erfolgt der Abschluss im Haben und beim Ertragskonto Warenverkauf im Soll, sodass unsere Abschlussbuchungen lauten: GuV-Konto 50.000 an Wareneingang 50.000 und Warenverkauf 75.000 an GuV-Konto 75.000. Auf unseren T-Konten sieht das Ganze dann wie folgt aus: Wir haben wie gehabt unser Wareneingangskonto mit 50.000 Euro im Soll und schließen dies im Haben über das GuV-Konto ab. Unsere Warenverkaufserlöse in Höhe von 75.000 Euro werden im Soll über das GuV-Konto abgeschlossen. Wie bereits erwähnt erhalten wir durch diese Gegenüberstellung einen Rohgewinn von 25.000 Euro. Von Rohgewinn spricht man üübrigens, weil es ja, wie ihr aus unserem Video "Das GuV-Konto" sicher noch wisst, noch weitere Aufwands- und Ertragsposten gibt, wie z. B. Löhne und Gehälter oder Miet- und Zinserträge, welche auf dem GuV-Konto verbucht werden. Der Rohgewinn ist also der Erlös aus dem Warenverkauf minus dem Wareneinsatz, also den verkauften Waren zum Einstandspreis. Bezieht man nun noch alle übrigen Erträge und Aufwendungen mit ein, erhält man den sogenannten Reingewinn bzw. Reinverlust. Halten wir nun abschließend zusammen mit Herrn Tutor die wichtigsten Punkte fest. Für den Wareneinkauf haben wir das Konto Wareneingang, welches ein Aufwandskonto ist. Für den Warenverkauf haben wir das Ertragskonto Warenverkauf. Beide Konten werden über das GuV-Konto abgeschlossen, welches somit die Quellen des Warenerfolgs bzw. Roherfolgs aufzeigt. Der Rohgewinn errechnet sich daher aus Warenverkauf minus dem Wareneinsatz, wobei der Wareneinsatz die verkaufte Ware zum Einstandspreis ist. Unter Einbezug aller übrigen Erträge und Aufwendungen erhalten wir dann den Reingewinn bzw. Reinverlust. Damit haben wir die erste Episode unserer Trilogie "Buchungen beim Warenein- und -verkauf hinter uns gebracht. Allerdings wartet schon wieder die nächste Prüfung auf uns, sodass uns gar nicht viel Zeit zum Verschnaufen bleibt. Ich hoffe dennoch, dass es euch viel Spaß gemacht hat und wir uns bald wieder sehen, um unseren Siegeszug bei "Die Jäger der verlorenen Buchhalternase" fortzusetzen.

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6 Kommentare
  1. Default

    Wo sind denn da die Übungen dazu? :)

    Von Svetlanaschubenok, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Hallo, wie bekomme ich denn eine chronologische Reihenfolge der Videos, bzw. mit welchem Video geht es denn los, mir werden 4 Videos angezeigt, aber von verschiedenen Tutoren.

    Von Benny747, vor fast 4 Jahren
  3. Passbildinternet

    Upps..da ist uns leider ein Fehler unterlaufen! Die Antwort "Leider ist Deine Antwort falsch!" ist damit nicht richtig! Danke für den Hinweis, werden es korrigieren!

    Von Christian Lücking, vor mehr als 4 Jahren
  4. Default

    Ja aber wenn ich diese Aussage als makiere, weil sie ja falsch ist, bekomme ich die Antwort: "Leider ist deine Antwort falsch..."

    Von Jos Chi069, vor mehr als 4 Jahren
  5. Passbildinternet

    Die Frage lautet ja, welche Aussage ist falsch! Mit Deiner Antwort liegst Du also richtig und hast den Fehler gleichzeitig auch noch korrigiert. :)

    Von Christian Lücking, vor mehr als 4 Jahren
  1. Default

    Müsste es bei den Testfragen zum Video bei der einen Frage "Der Wareneinsatz entspricht dem Wert der eingekauften Waren zum Verkaufspreis" nicht, statt "Verkaufspreis", "Einkaufspreis" heissen?

    Von Jos Chi069, vor mehr als 4 Jahren
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