Ein fester Lernort:

Richte Dir einen festen Ort ein, an dem Du nur lernst. Indem Du auf diese Weise Arbeits- und Entspannungsplätze in Deiner Wohnung klar voneinander trennst, stellst Du Dich nach einiger Zeit automatisch aufs Lernen ein, sobald Du Dich an Deinen Lernort begibst. Falls Du keinen Schreibtisch hast, den Du nur zum Lernen verwenden kannst, können Dir auch kleine Rituale helfen, Dich in "Lernstimmung" zu versetzen. Stelle Dir zum Beispiel jedes Mal zum Lernen einen Talisman auf oder lege Dir eine spezielle Schreibunterlage zurecht

Setze Dir Ziele und belohne Dich:

Bevor Du anfängst zu lernen, überlege Dir genau, was Du bis wann erledigt haben möchtest. Wenn Du einen besonders großen Schritt geschafft hast, belohne Dich dafür zum Beispiel mit einer Tafel Schokolade, einem Kinobesuch oder einem freien Nachmittag. Belohne Dich immer sofort, nachdem Du das Ziel erreicht hast. Bei dem Gedanken an die Belohnung wirst Du viel motivierter lernen.

Schaffe Dir Ruhe durch Vorbereitung:

Lege Dir alle Hilfsmittel, die Du zum Lernen brauchst, vor Arbeitsbeginn zurecht. Ansonsten müsstest Du später das Lernen unterbrechen, um sie zu holen. Sage außerdem Deiner Familie oder Deinen Mitbewohnern Bescheid, dass Du lernen willst, und verhindere so, zwischendurch gestört zu werden. Am besten hängst Du auch ein Schild an Deine Tür, dass Du im Moment nicht ansprechbar bist. Entferne schließlich auch alle anderen Störfaktoren wie zum Beispiel Dein Telefon von Deinem Lernort. So vermeidest Du unnötige Ablenkung.

Plane Deine Zeit:

Teile vor wichtigen Prüfungen Deine Zeit in folgende Phasen ein: Vorbereitung, Aneignung des Stoffes, Vertiefung und Überprüfung des Stoffes. Am besten gehst Du dabei rückwärts vom Termin der Prüfung aus und überlegst, wie viel Zeit Du für jede einzelne Phase brauchst. Auf diese Weise fängst Du rechtzeitig mit dem Lernen an und überforderst Dich nicht, indem Du am Tag vor der Prüfung versuchst, alles auf einmal zu lernen.

Strukturiere den Lernstoff:

Bevor Du mit dem Lernen beginnst, verschaffe Dir einen Überblick über den Stoff. Suche nach Ähnlichkeiten und Zusammenhängen in den einzelnen Teilgebieten. Auf diese Weise behältst Du auch bei schwierigen Themen den Überblick und kannst Details besser in das Gesamtbild einordnen.

Achte auf Zeitfresser:

Zeitfresser wie Deine Mails, Surfen im Internet, Fernsehen etc. stehlen Dir wichtige Zeit zum Lernen. Du bändigst sie, indem Du feste Zeiten einplanst, in denen Du Dich mit ihnen beschäftigst, und sie außerhalb dieser Zeiten vermeidest.

Nimm Dir Zeit für Pausen:

Regelmäßige Pausen sind wichtig und helfen Dir dabei, Dich zu konzentrieren. Plane deshalb sowohl kurze Pausen an Deinen Lerntagen ein, als auch größere Pausen, wie zum Beispiel ein freier Nachmittag, in längeren Lernphasen. Am besten nimmst Du Dir auch den Tag vor einer wichtigen Prüfung frei. Es hilft Dir viel mehr, entspannt in die Prüfung zu gehen, als am Abend davor noch einmal den gesamten Stoff zu wiederholen. Es nützt nämlich kaum etwas und führt im schlimmsten Fall nur zu Panik.

Mind Maps:

Mit Mind Maps strukturierst Du den Lernstoff übersichtlich. Beginne, indem Du auf einem weißen Blatt Papier das Oberthema notierst. Notiere danach Stichwörter dazu und zeichne Verbindungslinien vom Thema zu ihnen. Genauso gehst Du noch einmal für jedes Stichwort vor. Der Stoff wird hierdurch räumlich geordnet und Zusammenhänge deutlich. Noch besser kannst Du mit der Mind Map lernen, wenn Du für sie verschiedene Farben verwendest, Bilder hinzufügst und versuchst, sie besonders anschaulich zu gestalten.

Lerne mit Karteikarten:

Karteikarten helfen Dir, Lerninhalte sinnvoll zu wiederholen. Fertige für jeden Abschnitt eine Karte an. Auf eine Seite schreibst Du ein Stichwort und auf die andere alles, was Du dazu lernen musst. Sortiere die Karten nun in einer Schachtel mit mehreren Fächern. Am Anfang liegen alle Karten im ersten Fach. Nimm Dir jeweils einen kleinen Stapel zum Wiederholen und lege jede Karte, die du auswendig kennst, ein Fach weiter. An jedem dritten Tag lernst Du genauso mit den Karten aus dem zweiten Fach. Lege dabei Karten, die Du nicht auswendig kanntest, zurück in das erste Fach und alle anderen in das dritte. An jedem fünften Tag wiederholst Du schließlich die Karten aus dem dritten Fach, und machst so weiter, bis alle Karten im vierten Fach sind.

Achte auf Deine Ernährung:

Während einer Lernphase, ist es wichtig, Dich auch längere Zeit gut konzentrieren zu können. Iss daher vor dem Lernen nicht zu viel und sorge für einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel. Am besten sind hierfür Nahrungsmittel wie Schwarzbrot und frisches Obst. Traubenzucker und andere Wachmacher helfen Dir nur kurzzeitig. Später machen sie Dich dafür umso müder. Ganz wichtig ist es auch, regelmäßig zu trinken. Stelle Dir daher am besten eine Flasche Mineralwasser an Deinem Lernort zurecht.

Die "Loci"-Methode:

Wenn Du viel auf einmal auswendig lernen musst, kannst Du die "Loci"-Methode verwenden. Stelle Dir beim Lernen vor, Du würdest Dich an einem vertrauten Ort bewegen, zum Beispiel in Deinem Zimmer oder auf dem Schulweg. Verbinde nun gedanklich einzelne Fakten mit den Dingen, die Dir dort begegnen. Wenn du Dich wieder an sie erinnern musst, gehe in Gedanken noch einmal diesen Ort ab und schon kommen sie Dir wieder ins Gedächtnis.

Strukturiere schwierige Text:

Wenn Du den Inhalt von schwierigen Texten lernen musst, dann strukturiere sie. Unterstreiche wichtige Abschnitte (am besten in verschiedenen Farben), mache Anmerkungen am Rand und markiere besondere Absätze. Einen Text, den du so bearbeitest, liest Du nicht nur sehr viel gründlicher, sondern behältst ihn zugleich einfacher im Gedächtnis und findest wichtige Stellen schneller wieder.

Mehr Licht:

Je mehr Licht man hat, desto besser kann man sich konzentrieren. Versuche daher nicht, in einem dunklen Zimmer zu lernen, sondern sorge mit einer ausreichend hellen Schreibtischlampe für einen gut beleuchteten Arbeitsplatz.

Ein gutes Lernklima:

Für Deine Konzentration ist es wichtig, dass das Klima an Deinem Lernort stimmt. Achte also auf die Temperatur und eine gute Belüftung. Zu warme oder verbrauchte Luft machen Dich müde, kalte Füße würden Dich aber ebenfalls ablenken. Alle 45 Minuten Stoßlüften sorgt am besten für frische Luft und kann gleich mit einer kurzen Pause verbunden werden.

Die richtige Monitoraufstellung:

Am Monitor zu arbeiten, kann für die Augen sehr anstrengend sein. Achte deshalb darauf, dass der Monitor seitlich zum nächsten Fenster und etwa 50 bis 70 cm von Deinen Augen entfernt steht. Die Oberkante des Bildschirms sollte dabei etwas unterhalb Deiner Augenhöhe liegen. Vermeide starkes Licht von vorne oder hinten und sorge stattdessen für eine gleichmäßige Beleuchtung, die nicht auf dem Bildschirm reflektiert wird.

Jedes Ding an seinem Platz:

Halte Ordnung auf Deinem Schreibtisch, indem Du für jedes Lernmittel einen festen Platz bestimmst und ähnliche Dinge gruppierst. Stelle zum Beispiel eine Dose für alle Stifte auf, lagere daneben Tintenpatronen und in einer kleinen Schachtel oder Dose Heftklammern, Tacker, Tesafilm etc. Es sollte aber wirklich nur, was Du häufig benötigst, auf Deinem Schreibtisch stehen. Alles andere lagere weiter entfernt.

In der Gruppe lernt es sich leichter:

Suche Dir andere Schüler und Studenten, mit denen Du zusammen lernst. Der Austausch mit anderen hilft Dir, feste Ziele zu verfolgen, Deine Fortschritte festzustellen und praktische Fragen zu beantworten. Es ist dabei gar nicht so wichtig, dass Ihr alle dasselbe lernt. Viel wichtiger ist es, dass Ihr bei Euren Treffen auch wirklich über das Lernen sprecht.

Lerne mit allen Sinnen:

Rege Dein Gedächtnis an, indem du beim Lernen alle Sinne gebrauchst. Lies Dir Texte und Formeln laut vor, markiere sie farbig, halte Zusammenhänge in Graphiken und kleinen Zeichnungen fest und bilde Eselsbrücken. Indem Du komplexe Themen so aufbereitest, verstehst Du sie noch besser. Es wird Dir später auch viel leichter fallen, Dich an den Stoff zu erinnern.

Wiederhole den Stoff nebenbei:

Wenn Du Dich bereits mit einem Thema beschäftigt hast und es nun noch gründlicher auswendig lernen willst, dann male Dir dazu ein großes Plakat. Das Plakat kann zum Beispiel eine "Mind Map" (Link zum anderen Tipp) zeigen, wichtige Vokabeln oder eine Liste von Definitionen enthalten. Hänge das Plakat gut sichtbar in Deinem Zimmer oder Deiner Wohnung auf, so dass Du nun regelmäßig einen kurzen Blick darauf werfen kannst und den Stoff auf diese Weise häufig wiederholst.

Halte Deinen Arbeitsplatz frei:

Dein Schreibtisch sollte groß genug sein, um Platz für alle Utensilien, aufgeschlagene Bücher, Arbeitsblätter und beim Online-Lernen auch für Deinen Computer zu bieten. Ein Schreibtisch kann leicht zumüllen, wenn Du Schmierpapier und Ähnliches nicht gleich entsorgst. Halte also neben dem Schreibtisch eine große Kiste für Altpapier und einen Papierkorb bereit.

Teile den Stoff in kleine Blöcke auf:

Große Lerneinheiten schrecken ab und verführen Dich, das Lernen aufzuschieben. Besser ist es, wenn Du den Stoff in kleine Blöcke aufteilst. Die Aufgaben sehen jetzt nicht mehr so riesig aus und Du kannst nun in kleinen Schritten vorgehen. Es wird Dir viel leichter fallen anzufangen und Du erkennst schnell, wie viel Du schon geschafft hast.

Mit Abwechslung lernt es sich leichter:

Wenn Du ähnliche Themen nacheinander lernst, braucht Dein Kopf viel Energie, um sie zu trennen. Um Verwechselungen zu vermeiden, versuche stattdessen, ähnliche Fächer getrennt zu lernen und Dich zwischendurch ganz anderen Gebieten zu widmen. Wenn Du nicht drumherum kommst, zum Beispiel viele sehr ähnliche Vokabeln zu lernen, dann suche Dir einen anderen Weg, Abwechslung in den Stoff zu bringen. Du könntest zum Beispiel die Vokabeln in unterschiedlichen Farben notieren und kleine Bilder dazu zeichnen.

Tausch Dich mit anderen Nutzern Deiner Lernplattform aus:

Falls Du online lernst, zum Beispiel bei sofatutor, dann nutze die Plattform, um mit anderen Nutzern zu kommunizieren, tritt einer Gruppe bei, in der Ihr Euch austauscht, und schreibe Kommentare zu Videos. Die Produzenten freuen sich über das Feedback und helfen Dir bei schwierigen Themen gerne weiter.

Genieße lernfreie Tage:

(Plage Dich an freien Tagen nicht mit Gedanken an die Schüle oder Uni ...)

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