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Transkript Wie vermehren sich Pflanzen?

Hallo! Das ist ein Video zum Thema „Vermehrung der Pflanzen“. Hast du dich schon einmal gefragt, wie und warum im Frühling neue Pflanzen aus der nackten Erde wachsen? Wie funktioniert das? Oder hast du dich schon einmal gefragt, warum aus Löwenzahn eine so lustige Pusteblume wird? Eine Laune der Natur? Oder hat das alles seinen Sinn? In diesem Video gehen wir diesen Fragen nach und erfahren außerdem, warum das Wachstum von Pflanzen für den Menschen lebensnotwendig ist. Eines ist sicher: Ohne Pflanzen könnten wir Menschen nicht überleben. Nicht nur, weil ein Großteil unserer Nahrung aus Pflanzen besteht, nein, vor allem deshalb, weil Pflanzen Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln. Ohne Pflanzen, kein frischer Sauerstoff. Ohne Sauerstoff kein Leben. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Pflanzenwelt erhalten bleibt und sich immer wieder erneuert. Aber wie geht das? Wie wachsen immer neue Pflanzen? Lass uns mal von einer Wiesenblume ausgehen. Sie besteht aus Wurzeln - die sind unter der Erde und nehmen Wasser auf. Die Wurzeln leiten das Wasser und die Mineralien in den Stängel weiter und der leitet es weiter in die Blätter. Die Blätter sind mit Adern durchzogen, damit das Wasser transportiert werden kann. Mithilfe von Wasser und Licht wandeln die Blätter Kohlendioxid in Sauerstoff und Zucker um. Den Zucker brauchen die Pflanzen zum wachsen, den Sauerstoff brauchen die Menschen zum atmen.

So weit, so gut. Aber fehlt da nicht noch etwas? Genau, die Blüte. Wozu hat die Blume die bunte Blüte? Die Blüte braucht die Blume zur Vermehrung. Und bevor wir uns die Vermehrung ansehen, werfen wir noch einen raschen Blick auf die Blüte. Eine Blüte besteht von außen nach innen aus Kelchblättern, Kronblättern, Staubblättern und dem Stempel. Der sitzt in der Mitte. Der obere Teil des Stempels trägt die Narbe. Den unteren verdickten Bereich nennt man Fruchtknoten. Und wie klappt das jetzt mit der Vermehrung? Also, im Fruchtknoten liegen die Samen. Die Staubblätter enthalten die Pollen. Wenn Pollen und Samen zusammenkommen, kann sich die Blume vermehren. Aber wie stellt sie das an? Blütenpflanzen haben dafür einen tollen Trick: Mit ihren bunten Blüten und ihrem süßen Nektar locken sie Bienen und Hummeln an. Wenn die Bienen auf der Blüte herumkriechen und die Staubblätter streifen, bleiben die dort sitzenden Pollen an die Beinchen der Bienen hängen. Bei einer anderen Blüte streift die Biene die Pollen vielleicht wieder zufällig ab und wenn das genau auf der Narbe - also dem obersten Ende des Stempels - passiert, dann ist die Bestäubung erfolgt! Die Samen im Fruchtknoten sind nun befruchtet - und aus diesen Samen können neue Pflanzen wachsen. Manche Pflanzen überlassen die Bestäubung auch einfach dem Wind. Der Wind trägt die Pollen durch die Luft. Einige von den Abermillionen Pollen treffen zufällig auf die Narbe einer Pflanze und bestäuben sie so. Weil diese Pflanzen keine Bienen zur Vermehrung brauchen , verzichten sie auf schöne, bunte Blüten.

So weit, so gut. Im Fruchtknoten wächst also die Frucht, der Samen, heran. Jetzt muss der Samen nur noch in den Boden gelangen, damit eine neue Pflanze entstehen kann. Und wie passiert das? Nun, da gibt es ganz unterschiedliche Taktiken. Beim Löwenzahn wird der Samen an den kleinen Schirmchen befestigt. Der Wind trägt die Samen dann übers Land. Wenn sie auf fruchtbare Erde fallen, haben sie eine Chance zu wachsen. Andere Pflanzen lassen die Samen einfach fallen: Eicheln z.B. sind die Samen der Eiche. Oder die Kerne in Äpfeln - das sind die Samen, aus denen neue Apfelbäume wachsen können. Aber wie wachsen aus Samen neue Pflanzen? Erstmal überdauert der Samen die kalte Jahreszeit. Das ist die Ruhephase. Erst, wenn es wieder wärmer wird, erwacht der Samen zum Leben. Dazu braucht er bestimmte Bedingungen: Es muss um den Samen herum feucht sein, er braucht Luft und er braucht Wärme. Wenn alles stimmt, dann beginnt der Samen zu keimen: Der Samen platzt auf und eine neue Jungpflanze, der Keimling, wächst daraus hervor. Jede Pflanze hat ihre eigenen Vorlieben, die einen brauchen es wärmer, um zu keimen, die anderen keimen schon bei niedrigeren Temperaturen. Die Triebe des Keimlings werden die Wurzeln der neuen Pflanze. Der Keimling selber streckt sich und wird zum Stängel der neuen Pflanze. Wenn alle Bedingungen stimmen, wird so aus dem Keimling eine neue Pflanze.

Die Pflanze wächst und wächst und ihre Blätter wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um. Aber auch diese Pflanze wird nicht ewig leben und darum muss auch sie sich irgendwann fortpflanzen. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, öffnet sie ihre Blüte und hofft darauf, bestäubt zu werden. Vielleicht von einer Biene oder einer Hummel, oder vielleicht vom Wind. Jetzt beginnt der Kreislauf wieder von vorne. Nach der Bestäubung entstehen neue Samen. Die fallen wieder in die Erde und aus den Samen werden wieder neue Pflanzen... Wenn wir auf unsere Umwelt Rücksicht nehmen, dann werden auf diese Weise immer neue Pflanzen entstehen. Und diese Pflanzen werden immer neuen Sauerstoff erzeugen, den wir zum Leben brauchen. Wenn du das nächste Mal die Schirmchen der Pusteblume oder die Ahornsamen hubschrauberähnlich durch die Luft fliegen siehst, dann weißt du, was die Pflanze damit vorhat: Sie will sich vermehren! Bis zum nächsten Mal, Tschüss!

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3 Kommentare
  1. Default

    Interessant

    Von Nancy77, vor etwa 3 Jahren
  2. Default

    Interessant

    Von Chi Meei B., vor mehr als 3 Jahren
  3. Default

    Von Chi Meei B., vor mehr als 3 Jahren