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Textversion des Videos

Transkript Tiere und Pflanzen auf der Wiese

Hallo! Das ist ein Video zum Thema „Lebensraum Wiese“. Du kennst sie bestimmt: Die herrlich bunten Sommerwiesen, mit ihren unzähligen verschiedenen Pflanzen und Gräsern und mit ihren vielen kleinen und winzigkleinen Bewohnern! Aber hast Du gewusst, dass die allermeisten Wiesen erst durch Menschenhand entstanden sind und ohne den Menschen auch schnell wieder verschwinden würden? In diesem Video wollen wir der Sache mit der „Wiese“ gründlich auf den Grund gehen! In unseren Breiten gab es vor tausenden Jahren so gut wie keine Wiesen. Weite Teile von Europa waren mit dichten Wäldern bedeckt. Erst als die Menschen sesshaft wurden und Häuser und Siedlungen bauten, entstanden die Wiesen. Die Menschen fingen nämlich an, sich Tiere zu halten. Diese Tiere wurden in die Wälder geschickt, um Nahrung zu finden. Sie fraßen Jungbäume und Sträucher und frisch aufkeimende Bäumchen. Die beweideten Wälder lichteten sich also nach und nach. Dadurch, dass mehr Sonnenlicht auf den Boden fallen konnte, entwickelten sich Gräser und Kräuter. Nach und nach verwandelten sich also Baumflächen in Wiesen wie wir sie heute kennen. Warum werden aus diesen Wiesen nicht wieder Wälder? Die Antwort liegt in der Nutzung von Wiesen. Wiesen werden als Nahrung für Weidevieh verwendet. Entweder man lässt das Vieh auf die Wiesen, die sie dann nach und nach abgrasen, oder man mäht die Wiesen, um mit dem gewonnen Heu das Vieh durch den Winter zu bringen. Auf jeden Fall wird die Wiese immer wieder gestutzt: Entweder durch das Vieh oder durch die Mähmaschine. Das ist der Grund, warum Wiesen bleiben. Denn Sträucher und Bäume wachsen sehr langsam und haben keine Chance, sich zu entwickeln. Das heißt aber auch: Ohne Menschen und deren Vieh, würden aus Wiesen nach und nach wieder Sträucher und Wälder. Die Sträucher und Bäume würden immer mehr verhindern, dass Licht auf den Boden fallen kann, und somit hätten Gräser und Kräuter keine Chance mehr zu wachsen. Die Wiesen in unserer Gegend sind also Kulturlandschaften. Das heißt, sie sind durch den Menschen ermöglicht und brauchen ihn, um weiter bestehen zu können. Jetzt liegt die Frage nahe, ob es nicht auch „natürliche Wiesen“ gibt. Die Antwort ist ja. Nämlich überall dort, wo die Gräser und Kräuter nicht Sträucher und Bäume als Konkurrenten haben. Zum Beispiel in den Alpen. Über der Baumgrenze, wo keine Bäume mehr wachsen können, befinden sich natürliche Wiesen. Dort kann kein Baum den Gräsern das Licht wegnehmen. Oder in anderen Gegenden der Welt, wo es zum Beispiel zu trocken ist, als dass Bäume wachsen könnten. Gräser und Kräuter haben weniger Wasserbedarf - das Ergebnis sind Prärien und Grassteppen. Aber jetzt zurück zu unseren Wiesen.
In unseren Breiten unterscheidet man verschiedene Arten von Wiesen - je nachdem, wie sie genutzt werden. Es gibt zum Beispiel die Streuwiese. Sie wird nur einmal im Jahr, am Ende des Sommers, gemäht. Das Heu wird als Streu für die Ställe verwendet. Deshalb: Streuwiesen. Weil sie nur ein Mal im Jahr gemäht werden, ist ihr Artenreichtum hoch: Sehr viele verschiedene Gräser- und Tierarten tummeln sich dort. Die so genannte Futterwiese wird mehrmals pro Jahr gemäht. Oft wird diese auch gedüngt, damit sie schneller wieder nachwächst. Die geschnittenen Gräser werden an das Vieh verfüttern, deshalb Futterwiesen. Ihr Artenreichtum ist nicht so groß wie bei Streuwiesen. Futterwiesen werden auch Fettwiesen genannt. Und dann gibt es noch die Standweide. Das sind jene Wiesen, die nicht von der Mähmaschine gemäht werden, sondern vom Vieh selber abgefressen werden. Das Vieh steht auf den Wiesen und frisst - deshalb Standwiese. Die Frage, wozu wir Wiesen brauchen, kannst du jetzt schon selber beantworten. Wir brauchen Wiesen, damit unser Vieh genügend Futter bekommt. Aber es gibt noch einen anderen Aspekt: Die Wiesen sind Lebensraum für unzählige kleine und winzigkleine Tiere! Wir werfen mal einen Blick in eine Wiese! Ganz unten ist die Bodenschicht. Im Boden leben unzählige Regenwürmer, die den Boden immer schön auflockern und so gesund halten. In einem Erdwürfel von einem Meter Kantenlänge können bis zu 800 Regenwürmer hausen! Auch Maulwürfe und Wühlmäuse leben in der Bodenschicht. Maulwürfe haben Käferlarven, die ebenfalls im Boden leben, zum Fressen gerne! Auch Ameisen bevölkern die Bodenschicht. Dann gibt es die Streuschicht - die Schicht knapp über dem Boden. Dort leben zum Beispiel Laufkäfer, Tausendfüßler, Asseln, Schnecken und Grillen. Aber auch Vögel leben dort - nämlich die, die am Boden brühten, die so genannten Bodenbrüter. Das sind etwa Braunkehlchen und Uferschnepfe. Die nächst höhere Schicht ist die Blatt- und Stängelschicht. Dort leben z.B. Spinnen, Heuschrecken, Schmetterlingsraupen und Blattkäfer. Ganz oben ist die Blütenschicht. Dort tummeln sich z.B. Wildbienen, Hummeln, Wespen, Vögel und Schwebefliegen. Sie alle werden vom Nektar der Blüten angezogen. Kurz zusammengefasst: In unseren Breiten sind Wiesen Teil der Kulturlandschaft. Der Mensch hat den Wiesen die Möglichkeiten gegeben, zu entstehen. Ohne den Menschen würden die Wiesen in unserer Gegend wieder zu Wildnis mit Sträuchern und Wäldern werden. Stell dir vor, du wärst so ein kleines Tierchen, irgendwo am Boden einer Wiese! Dann wäre die Wiese wie ein echter Dschungel für dich! Damit die kleinen Lebewesen nicht ihren Dschungel verlieren, müssen wir die Wiesen erhalten. Dazu brauchen wir die Bauern mit ihrem Vieh. Tauche selber mal in den Dschungel einer Wiese ein! Lege dich mitten hinein und beobachte das geschäftige Treiben in einer Wiese - du wirst staunen, was es da alles zu sehen und zu hören gibt!

Informationen zum Video
1 Kommentar
  1. Default

    Video stoppt immer bei 37 sec und läßt sich nicht abspielen. Sehr ärgerlich!!

    Von K Kreis, vor mehr als 3 Jahren