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Textversion des Videos

Transkript Rettet den Feldrain

Hallo! Dieses Video heißt „Rettet den Feldrain!“ Ist dir schon einmal aufgefallen, dass zwischen zwei Feldern oft ein kleiner Grünstreifen steht, wo Gräser oder auch kleine Hecken wachsen? Ja? Das ist ein Feldrain. Sieht ziemlich unscheinbar aus, so ein Feldrain; aber hast du gewusst, dass er sehr, sehr wichtig ist? Warum er so wichtig ist und warum der Titel von diesem Video „Rettet den Feldrain!“ lautet, wirst du gleich erfahren. Als die Menschen angefangen haben, Felder zu bestellen, sind mit den Feldern auch die Feldraine entstanden. Das sind die Grünstreifen zwischen den Feldern. Oftmals wurden sie als Wege benutzt, oft waren es einfach nur gut sichtbare Grundstücksgrenzen. Der Feldrain gehört also zu unserer Kulturlandschaft. Er ist entstanden, weil der Mensch Felder angelegt hat. Feldraine können ganz unterschiedlich aussehen. In der Regel bestehen sie nur aus Kraut- und Bodenschicht. Das heißt auf dem Boden wachsen Moose und Flechten. Zudem gibt es krautartige Pflanzen und Gräser - meist nicht höher als einen halben Meter. Es gibt aber auch Raine, auf denen Hecken oder gar Bäume wachsen. Sowohl die Feldraine, die nur aus Gräsern bestehen, als auch die mit den Hecken und Bäumen sind wichtig. Damit die Feldraine, die nur aus Gräsern bestehen, nicht verbuschen, müssen sie regelmäßig gemäht werden. Wozu braucht es nun einen Feldrain? Ein Feldrain hatte schon immer großen Nutzen für die Menschen: Wichtige Kräuter und Heilpflanzen wachsen dort. Außerdem kann man dort verschiedene Blüten und Früchte ernten. Auch Bienen dient er als Weide, denn dort finden sie jede Menge Blüten. Und wenn der Feldrain gemäht wird, liefert er Gras und Heu. Aber es gibt noch andere wichtige Funktionen des Feldrains. Um sie zu Verstehen, werfen wir gleich mal einen Blick in das Leben, das sich in einem Feldrain tummelt. In einem Feldrain wimmelt es nur so von Tieren, aber man muss oft genau hinschauen, um sie zu sehen. Es gibt zahlreiche Insekten, Laufkäfer, Spinnen, Schmetterlingsraupen, Grillen und Erdbienen. Auch Eidechsen, Erdkröten und Wiesel leben im Feldrain. Zudem findet man dort bodenbrütende Vögel wie Rebhuhn oder Fasan. Für all diese Tiere sind die Feldraine überlebensnotwendig, denn auf dem freien Feld würden sie weder Nahrung noch Unterschlupf finden! Bei Rainen mit Sträuchern und Bäumen findet man auch Spechte, Meisen, Fledermäuse, Siebenschläfer und sogar Mäusebussarde und Turmfalken! Mäusebussarde, die gerne über Feldern kreisen, um nach Mäusen Ausschau zu halten, finden in Bäumen neben dem Feld einen Ort zum Rasten und Fressen. Wofür nutzen die anderen Tiere den Feldrain? Viele Tiere wohnen oder nisten dort. Ohne Feldrain hätten sie kein zuhause. Für viele ist der Feldrain auch ein wichtiger Ort, um sich zu verstecken. Feldhasen und Rebhühner suchen dort Deckung vor Feinden oder nutzen den Feldrain als Unterschlupf vor Regen, Hitze oder Wind. Außerdem ist der Feldrain ein natürlicher und wichtiger Nahrungsraum. Viele Tiere finden dort, was sie zum Leben brauchen. Und dann ist der Feldrain natürlich auch ein Ort zum Überwintern: Erdkröte und Zauneidechse suchen dort Unterschlupf und fallen in Winterstarre. Auch Gehäuseschnecken und Lehmwespen überwintern dort. Ohne Feldrain hätten also viele Tiere ein großes Problem. Aber nicht nur für Tiere und Pflanzen ist der Feldrain wichtig - auch für den Menschen hat der Feldrain große Bedeutung. Ein Feldrain schützt die Felder vor Wasser- und Winderosion. Was heißt das? Ohne Feldrain schwemmt das Regenwasser Bodenteilchen einfach weg. Außerdem trägt der Wind die Bodenteilchen ab. Das ist nicht gut für die Landwirtschaft. Durchziehen allerdings regelmäßig Feldraine die Ackerfläche bremsen sie die Windgeschwindigkeit. Auch das Regenwasser halten sie auf und verhindern, dass fruchtbare Erde weggeschwemmt wird. Außerdem schützen Feldraine vor Winterfrost und regeln den Wasserhaushalt unter der Erde. Warum heißt dieses Video nun „Rettet den Feldrain!“? Warum ist der Feldrain in Gefahr? Viele Landwirte kennen die positiven Eigenschaften von Feldrainen nicht. Vielmehr meinen sie, die Wurzeln der Pflanzen auf Feldrainen würden den Nutzpflanzen auf den Ackerflächen wichtige Nährstoffe wegnehmen. Also ackern viele die Feldraine gedankenlos ein. Ganz nebenbei entsteht so eine größere Nutzfläche für die Landwirte. Wenn sie wüssten, dass die positiven Effekte von Feldrainen die negativen (also das Entziehen von Nährstoffen) bei weitem übertreffen, würden sie die Feldraine wahrscheinlich so lassen, wie sie sind. Ein anderes Problem sind die Düngemittel beim Spritzen der Felder. Wenn beim Spritzen nicht ein Abstand von 1 bis 3 Metern zum Feldrain gewahrt wird, schädigen die Düngemittel das Leben im Feldrain. Viele Landwirte haben aber mittlerweile den Nutzen von Feldrainen erkannt und Feldraine, die eingeackert wurden, wieder neu angelegt. Das ist eine positive Entwicklung für Mensch und Tier! Wir haben also die positiven Effekte der Feldraine gesehen: Sie ermöglichen Leben für Pflanzen und Tiere, bieten Unterschlumpf, lassen Kräuter und Heilpflanzen gedeihen und dienen als Wind- und Wassergürtel für die Landwirtschaft. Wenn du einmal einen Feldweg entlang gehst, dann setze dich in einen Feldrain und beobachte das reiche Leben in diesem wertvollen Lebensraum! Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!

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