Die Lufthülle 07:01 min

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Transkript Die Lufthülle

Hallo! Das ist ein Video, das sich mit der Lufthülle um die Erde beschäftigt. Vielleicht hast du schon einmal in den Himmel geschaut und dich gefragt, ob der Himmel denn irgendwo aufhört. Du kennst wahrscheinlich Fotos von der Erde im Weltall - wo hört denn der Himmel auf und wo fängt das Weltall an? Mit diesen Fragen und mit der Bedeutung der Lufthülle, die unseren Planeten umschließt, wollen wir uns in diesem Video beschäftigten. Menschen und Tiere brauchen Sauerstoff zum Atmen - ohne Sauerstoff kein Leben. Im Weltall gibt es keinen Sauerstoff, den gibt es nur bei uns auf der Erde. Der Sauerstoff auf der Erde wird von den Pflanzen erzeugt. Pflanzen atmen Kohlendioxid ein und verwandeln es in Sauerstoff. Diesen Sauerstoff geben sie wieder an die Umwelt ab. Diesen Vorgang nennt man Photosynthese. Jetzt werfen wir mal einen Blick in die einzelnen Schichten des Himmels und schauen, wo dort Sauerstoff vorhanden ist. Die erste Schicht heißt Troposphäre und reicht bis etwa 12km Höhe. Im unteren Bereich der Troposphäre sind die Wolken, dort entsteht auch das Wetter. Heißluftballone fliegen unter den Wolken, Verkehrsflugzeuge fliegen auch darüber. Dort oben ist es richtig kalt - bis zu minus 50 Grad. Darum wird das Innere von Flugzeugen auch beheizt. Sauerstoff ist vor allem in Erdnähe vorhanden. Je weiter man in die Troposphäre aufsteigt, desto weniger Sauerstoff gibt es dort. Die höchsten Berge der Welt sind mehr als 8km hoch. Wie zum Beispiel der Mount Everest, der mit 8848 Metern der allerhöchste Berg ist. In dieser Höhe gibt es nur noch ganz wenig Sauerstoff und man kann nur kurze Zeit dort oben bleiben. Bei so wenig Sauerstoff wird jede Bewegung doppelt schwer, weil der Körper Sauerstoff zum Atmen braucht. Umso weniger Sauerstoff, desto anstrengender werden die Bewegungen! Auch der Luftdruck nimmt ab, je weiter man nach oben steigt. Daran muss sich der Körper langsam anpassen. Darum machen Bergsteiger, die die höchsten Gipfel der Welt erklimmen, auch immer einige Tage Rast unterwegs. So kann sich der Körper anpassen. Hoch über den Wolken - dort wo Flugzeuge fliegen - ist der Sauerstoffgehalt schon so gering, dass der Mensch nicht überleben kann. Deshalb werden die Kabinen von Flugzeugen auch mit Sauerstoff versorgt. Auf diese Weise kriegt man als Fluggast nichts vom Sauerstoffmangel in diesen Höhen mit. Auch vom geringen Luftdruck merkt der Passagier nichts, denn in den Kabinen wird künstlicher Druck erzeugt. Dieser Druck ist dann genauso groß wie unten auf der Erde - darum muss sich der Körper eines Fluggasts gar nicht umstellen. Über der Troposphäre ist die Stratosphäre. Sie reicht bis in eine Höhe von ca. 70 km. Wetterballone, die mit Messinstrumenten verschiedene Daten sammeln, steigen bis in diese Höhe auf. Die sind allerdings unbemannt. In der Stratosphäre fliegen ansonsten nur noch bestimmte Militärflugzeuge. Sauerstoff gibt es dort oben eigentlich keinen mehr. In der Mitte der Stratosphäre in ca. 30 km Höhe befindet sich die Ozonschicht. Sie umgibt die ganze Erde und schützt sie vor gefährlichen, unsichtbaren Strahlen, die von der Sonne kommen. Diese Strahlen heißen Ultraviolette Strahlen oder kurz UV-Strahlen. Wenn die Erde nicht von einer Ozonhülle umgeben wäre, dann könnten wir Menschen hier unten auf der Erde gar nicht leben. Die UV-Strahlen sind nämlich sehr schädlich für den Menschen. Das Ozon fängt diese Strahlen zum Großteil auf und lässt fast nur noch normales Sonnenlicht auf die Erde durch. Gefährliche Gase wie z.B. FCKW, das früher bei Kühlschränken eingesetzt wurde, zerstören die Ozonschicht. Manchmal wird die Ozonschicht über dem Südpol ganz dünn und das ist sehr gefährlich. Deshalb vermeiden die Menschen jetzt Gase, die die Ozonschicht zerstören. Nach der Stratosphäre kommt die Ionosphäre. Das ist die letzte Schicht vor dem freien Weltall. Sie reicht bis in eine Höhe von 400km und mehr. Dort oben kreisen die Satelliten um die Erde. Was Menschen anbelangt, haben nur Raumfahrer etwas dort oben verloren, denn immerhin befindet man sich dort über der Ozonschicht und ist deshalb voll den gefährlichen UV-Strahlen ausgesetzt. Raumschiffe und Raumanzüge haben ganz spezielle Beschichtungen, um die Raumfahrer im Inneren vor diesen Strahlen zu schützen. Zusammengefasst: Der Himmel besteht aus mehreren Schichten. Je weiter man nach oben steigt, desto weniger wird der Sauerstoff. Auch der Luftdruck nimmt ab und kälter wird es auch. Je weiter man noch oben steigt, desto mehr UV-Strahlen ist man ausgesetzt. Die Ozonschicht schützt die Menschen vor zu viel UV-Strahlen. Am Ende noch ein Tipp: Ein bisschen UV-Strahlung gelangt trotz Ozonschicht zur Erde durch. Das heißt aber nicht, dass du im Sommer im Raumanzug ins Freibad gehen musst. Deshalb MERKE: Immer mal wieder in den Schatten gehen und regelmäßig Sonnencreme auftragen reicht aus! Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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