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Der Kompass 05:57 min

Textversion des Videos

Transkript Der Kompass

Hallo! Das ist ein Video zum Thema „Der Kompass“. Bestimmt weißt du, dass man zur Bestimmung der Himmelsrichtungen einen Kompass verwendet. Aber weißt du auch, wie ein Kompass funktioniert? Darum und um die Frage, was das alles mit Magneten zu tun hat, geht es in diesem Video!

Fangen wir von vorne an. Es gibt vier Himmelsrichtungen: Norden, Osten, Süden und Westen. Eine so genannte Windrose verbildlicht die vier Himmelsrichtungen. Wenn Wanderer eine Wanderkarte lesen oder wenn Seefahrer übers Meer navigieren, dann ist es für sie wichtig zu wissen, wo die Himmelsrichtungen sind. So können sie sich orientieren und wissen, wohin sie fahren oder wandern müssen. Und um die Himmelsrichtungen festzustellen, kann man z.B. einen Kompass verwenden. So sieht ein Kompass aus. Er besteht aus einer Windrose. In der Mitte ist eine kleine Nadel. Die ist beweglich. Die eingefärbte Seite zeigt immer nach Norden. Drumherum ist manchmal ein Stellring mit Markierungen und Zahlen

Um sich zu orientieren, stellt man mit dem Stellring erstmal die Markierung auf N wie Norden. Dann dreht man den Kompass so lange, bis die eingefärbte Seite der Nadel auch auf N wie Norden zeigt. Jetzt liegt die Windrose richtig vor dir und du kannst genau sehen, wo Norden, Osten, Süden und Westen sind. Das ist ein ganz einfach. Aber wie funktioniert es? Warum zeigt die Kompassnadel immer Richtung Norden? Man kann das ganz einfach erklären! Dazu müssen wir uns erstmal mit einem Phänomen beschäftigen, das Magnetismus heißt. Du hast bestimmt schon einmal einen Magneten in der Hand gehabt. Man verwendet sie z.B., um Dinge an den Kühlschrank zu heften. Es gibt Stabmagneten, Hufeisenmagneten und so weiter. Zwei Magnete können einander anziehen - oder einander abstoßen. Nehmen wir z.B. zwei Stabmagnete. Die verschieden gefärbten Enden ziehen einander an, gleich gefärbte Seiten stoßen einander ab. Ein Magnet hat einen Pluspol und einen Minuspol. Plus und plus stoßen sich ab, Minus und minus auch. Aber ungleiche Pole, also Plus und Minus ziehen sich an. Um Plus und Minus zu sehen, färbt man Magneten einfach ein. Aber funktionieren tut das ohne Farbe natürlich genau so. Aber mit Magneten kann man nicht nur andere Magnete anziehen, sondern auch andere Dinge. Nimm einen Magneten - z.B. einen Kühlschrankmagneten und probiere, welche Dinge du damit anziehen kannst und welche nicht. Probiere: Gummibändchen, Nägel, Zettel, Büroklammer, Glas, Nadel und Holz aus. Und? Richtig, nur metallische Gegenstände werden von einem Magneten angezogen. Also z.B. Nägel, Büroklammer oder Nadeln. Metallische Gegenstände können deshalb von einem Magneten gezogen werden, weil sie durch den Magneten selber magnetisiert werden. Die Büroklammer wird also selber zum kleinen Magneten. Du kannst das sehen, wenn du mit einem Magneten auf ein Häufchen von Büroklammern legst. Wenn du den Magneten anhebst, dann haften Büroklammern auf dem Magneten, aber an der Büroklammer haften wieder Büroklammern. Die Büroklammern sind magnetisiert worden und sind jetzt selber kleine Magneten. Das magnetische Feld eines Magneten wirkt übrigens nicht nur durch die Luft, sondern auch durch Wasser und andere Materialien.

Und jetzt kommen wir zurück zum Kompass. Im tiefen Inneren der Erde gibt es auch magnetische Kräfte. Ungefähr an den Erdpolen treten die Kräfte aus - auf der einen Seite Plus und auf der anderen Seite Minus. So wird ein magnetisches Feld erzeugt, das die ganze Erde umschließt. Das kann man sich ungefähr so vorstellen. Also wie bei einem Stabmagneten - nur größer Die Nadel eines Kompasses ist nichts anderes als ein kleiner Magnet. Sie ordnet sich im Magnetfeld an. Wenn der Stabmagnet die Erde ist, dann sind also kleine Magnetnadeln wie Kompasse auf der Erdoberfläche. Die Magnetnadel im Kompass ist so ausgerichtet, dass ihre eingefärbte Seite nach Norden zeigt. Hier hilft es, dass sich gegensätzliche Pole anziehen. Man muss also nur die Seite der Magnetnadel einfärben, die vom Nordpol angezogen wird. Dann zeigt er auch in die richtige Richtung. Eigentlich gar nicht so schwierig, oder? Also: Die Erde erzeugt ein Magnetfeld. Der Kompass besteht aus einer kleinen Magnetnadel. Diese richtet sich im Magnetfeld der Erde immer in Nord-Süd-Richtung aus. Und wenn man einmal weiß, wo Norden und Süden ist, dann ist auch klar, wo Osten und Westen ist. So einfach ist das! Und deshalb spielt ein Kompass auch verrückt, wenn du einen Magneten in seine Nähe bringst. Denn dann wird das Erdmagnetfeld durch das Magnetfeld des Magneten gestört und die Kompassnadel reagiert chaotisch.

Also immer schön Magnete weg, wenn ihr mit einem Kompass arbeitet! Tschüss!

Informationen zum Video
1 Kommentar
  1. Default

    dieses video hat mir nicht gefallen

    jasmin

    Von Jeevathisathas N., vor fast 3 Jahren