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Transkript VR 4.4.1 Wie definiert man Geschäftsfähigkeit? Lernziele, Fall und Begriff

Herzlich willkommen zum Vertragsrecht. In dem vierten Teil meines Buches, geht es um die Vertragsparteien. Wir sind gerade bei dem Begriff Geschäftsfähigkeit. Es steht die Frage im Raum: Herr Richter, wie definiert man eigentlich Geschäftsfähigkeit?Genau, das möchte ich im Video 4.4.1. Ihnen jetzt einfach mal zeigen und wir fangen wieder an natürlich mit den Lernzielen, ich werde Ihnen einen Fall zeigen und die Grundbegriffe werde ich Ihnen gleich vorführen. Alles klar? Dann starten wir wieder durch meine 7 einzelne Unterkapitel, bis zur Lösung des Falls, und das heißt, wir fangen jetzt erst mal an: Herr Richter, was habe Sie eigentlich für Lernziele mit uns? Tja, was sind die Lernziele? Einen typischen Fall möchte ich Ihnen zeigen, in dem der Begriff der Geschäftsfähigkeit so richtig eine Rolle spielt und ich werde Ihnen die im Zusammenhang mit der Geschäftsfähigkeit relevanten Begriffe erläutern. Das soll natürlich alles gezeigt werden, damit Sie die Bedeutung des Begriffs der Geschäftsfähigkeit einfach besser verstehen. Und ich werde Ihnen den Begriff der Geschäftsfähigkeit mal ganz systematisch in das Gesamtgefüge des BGB einfügen; Ihnen hier mal einen Überblick geben in diesem Video. Dazu gibt es dann noch einige Beispiele, wo die wichtigsten Aspekte des Begriffs der Geschäftsfähigkeit aufgezeigt werden. Und natürlich wollen wir den gezeigten Fall lösen; Sie sollen Kompetenzen in der Lösung von Fällen vermittelt bekommen. Das sind meine Ziele und wie in jedem Video fangen wir natürlich mit dem Fall an. Was ist das für ein Fall, der ungleiche Tausch? Ein ganz einfacher, simpler Fall, aber an dem kann man sehr viel lernen. Hier haben wir zunächst mal den 6-jährigen Michael. Der hat ein kleines Spielzeugauto und das hat er mit der gleichaltrigen Andrea getauscht. Einfach so? Nein. Er hat dafür von der Andrea einen Plüschtiger der Marke "Steiff" bekommen. Man kann sich schon vorstellen: die Marke "Steiff" ist sehr bekannt und hat sehr hochwertige Produkte, das ist teuer, und zwar teurer als das Spielzeugauto, das es vielleicht schon für ein paar kleine Cents oder für einen Euro gibt. Also da ist etwas nicht so ganz in Ordnung. Sie können sich vorstellen, die Eltern, die Spielverderber, die fragen sich: Können wir nicht den möglicherweise recht ungleichen Tausch rückgängig machen? Genau, das ist hier die Frage. Ok, damit haben wir hier einen schönen Fall. Einen ganz kleinen, aber den wollen wir uns auch noch mal optisch anschauen, denn der wird schon ein bisschen komplizierter gleich. Wir haben also hier den Michael, der ist 6 Jahre und er ist der Spielzeugauto-Geber. Ich habe ihn jetzt mal so genannt. Ob Inhaber ist, Eigentümer des Spielzeugautos, das lassen wir mal dahingestellt sein. Auf der anderen Seite haben wir Andrea, die ist auch 6 Jahre und die Plüschtiger-Geberin. Wenn wir das ganze mal auf einer Zeitachse abfahren, was ist da eigentlich passiert, Herr Richter? Dann kann man zunächst mal sagen, der Michael bietet Andrea ein Spielzeugauto im Tausch gegen einen Plüschtiger an. Und die Andrea nimmt dieses Angebot an und will dem Michael auch den Plüschtiger für das Spielzeugauto geben. Was wird mit dem Spielzeugauto von Michael gemacht? Dieses Spielzeugauto wird dann von Michael tatsächlich auch übergeben, und die Andrea, die den Plüschtiger noch in der Hand hat, die gibt ihn jetzt einfach rüber an den Michael. Das ist also hier im Sachverhalt passiert. Und die Frage, die sich hier wieder stellt: Können die Eltern der Kinder den möglicherweise recht ungleichen Tausch wieder rückgängig machen? Alles klar? Der Sachverhalt müsste so weit jetzt hier auf dem Tisch liegen. Und nun meine wichtige Bitte am Anfang. Meine Bearbeitungshinweise kennen Sie schon, wenn Sie meine Videos kennen. Sie wissen ja, Sie müssen einen maximalen Erfolg erreichen und das erreichen Sie nur durch begleitende Aufzeichnungen. Das Gehirn lernt ja durch aktives Mittun, Mitschauen, Mithören, Mitreden, aber auch Mitschreiben am besten. Es ist also ratsam, dass Sie die ersten Gedanken zur Lösung des Falles gleich kurz skizzieren. Was meinen Sie: Haben die Eltern recht? Können Sie den Kindern da reinfunken? Während der Online-Vorlesung kommt es vielleicht zu weiteren Erkenntnissen, immer bitte schön aufschreiben und dann mit der abschließenden Lösung im letzten Kapitel einfach vergleichen. Vielleicht haben Sie noch eine bessere Lösung als ich. Schicken Sie die mir bitte zu, wird dann gleich berücksichtigt. Gut. Damit haben wir uns jetzt die ersten beiden Teile angeschaut. Und jetzt geht es wie bei jedem meiner Videos um den Einstieg über die Begriffe. Denn wenn man die Begriffe nicht kann, kommt man auch mit dem Fall nicht weiter. Ja, Herr Richter, was heißt denn Geschäftsfähigkeit? Die Definition der Geschäftsfähigkeit möchte ich Ihnen ganz kurz mal vorstellen. Begrifflich versteht man unter der Geschäftsfähigkeit die Fähigkeit, Rechtsgeschäfte wirksam selbst vornehmen zu können. Wie bei uns zum Beispiel dieses Tauschgeschäft oder die Übergabegeschäfte mit Tiger und Spielzeugauto. Für den Abschluss eines Vertrages ist die Geschäftsfähigkeit eine Grundvoraussetzung, also sehr, sehr wichtig. Das heißt, wir haben unsere beiden Personen hier, Michael und Andrea; hier haben wir die beiden Gegenstände und die beiden wurden ausgetauscht. Wir möchten wir, ob dieser Austausch wirklich wirksam war. Dafür brauchen wir jetzt den Begriff der Geschäftsfähigkeit. Aber noch etwas anderes spielt mit rein: Was heißt denn jetzt minderjährig? Die Definition der Minderjährigkeit spielt hier auch rein, denn für die Geschäftsfähigkeit ist der Begriff der Minderjährigkeit und Volljährigkeit von großer Bedeutung. Die Begriffe Minderjährigkeit und Geschäftsfähigkeit stehen zwar im § 2 zwar nicht so direkt drin, aber das müssen Sie sich dazu denken. Also die Volljährigkeit tritt erst mit der Vollendung des 18.Lebensjahres ein, also erst dann sind Sie erst voll geschäftsfähig, darunter sind Sie minderjährig. Welche Begriffe sind nun hier wichtig? Bei der Geschäftsfähigkeit kommt es des Weiteren in den Videos und auch bei diesem Fall darauf an, dass Sie folgende Grundbegriffe kennen: Zunächst mal das Wort Geschäftsunfähigkeit, dann den Begriff der beschränkten Geschäftsfähigkeit und dann natürlich die Teilgeschäftsfähigkeit. Diese drei Begriffe werden wir uns in den folgenden Videos immer mal wieder anschauen. Ok? Gut. Aber zunächst mal möchte ich Ihnen diese wichtigen Grundbegriffe ganz kurz schon mal etwas an die Hand geben, damit Sie schon mal ein bisschen weiterdenken können. Also ganz kurz zusammengefasst - wir müssen das natürlich noch vertiefen - versteht man unter Geschäftsunfähigkeit eben die Tatsache, dass Sie keine Fähigkeit haben ein Rechtsgeschäft selbst in eigener Person durchzuführen, sondern nur durch Vertreter. Eine beschränkte Geschäftsfähigkeit hat man immer dann, wenn nur unter Beschränkungen, die im Gesetz drin stehen, eine Fähigkeit besteht, ein Rechtsgeschäft doch selbst durchzuführen. Dann unterschieden wir noch die Teilgeschäftsfähigkeit. Das heißt, in besonderen Fällen haben wir die Fähigkeit doch ein Rechtsgeschäft durchzuführen. Also, das müssen wir uns dann mal anschauen, das wird in den Videos dann vertieft. Gut, damit sind wir mit dem ersten Teil durch, weiter geht es im Video 4.4.2 bei der Frage: Herr Richter, wie definiert man Geschäftsfähigkeit? Wir wollen uns mal die Bedeutung angucken, ist das überhaupt bedeutsam, was Sie uns hier beibringen, Herr Richter? Das wollen wir sehen und das werde ich Ihnen sagen. Aber jetzt erst mal herzlichen Dank für's Mitmachen in diesem Video.

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1 Kommentar
  1. Saturn

    So macht auch das BGB Spaß! Danke

    Von 0 Welcome 0, vor etwa 2 Jahren