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Transkript GdR 1 2 Welche Grundbegriffe unterscheidet man bei Fall-Lösungs-Technik?

Herzlich willkommen zu einem neuen Video zu den Grundlagen des Rechts, im Video 1.2 geht es um die Frage: Welche Grundbegriffe unterscheidet man bei der Fall-Lösungs-Technik. Wir steigen ja immer bei den Begriffen ein und das heißt, dieses ist ganz wichtig dieses Video, dass sie das Wissen, einfach die Begriffe. Ja welche Begriffe sind denn jetzt so wichtig, Herr Richter? Naja, für das Verständnis der Fall-Lösungs-Technik, die ich ihnen hier mal zeigen möchte, sind Folgende Unterbegriffe ganz wichtig. Und die müssen sie wirklich können. Zunächst mal Stichwort Sachverhalt. Was im Sachverhalt drinsteht, das ist A und O, davon müssen sie ausgehen, in den Prüfungen, auch in der Praxis, sie dürfen da nichts hinzu dichten und nichts hinweg nehmen. Dann die Fragestellung, was ist überhaupt eigentlich gefragt. Sie erinnern sich doch noch, wir hatten diesen Unfall auf der Landstraße, das war der Fall und wie war denn noch die Frage? Wissen sie es denn jetzt noch? Sie dürfen jetzt noch beim ersten Mal, beim Video schauen, alle Fehler machen das ist der wichtigste Volar, denn aus Fehlern lernt man ja am besten meistens und das heißt, jetzt müssen sie glatt nochmal zurück schauen oder in mein Buch schauen - wie war denn die Fragestellung? Nun, wie ist die Rechtslage, war die Fragestellung. Ja, dann ihre ersten Gedanken, was waren so ihre ersten Gedanken als den Fall gehört haben, dass da jemand eine Kurve geschnitten hat und dann was unterschrieben hat, dass er an allem schuld sei und der Bernd Bleifuß, der Autofahrer, der fuhr aber auch nicht ganz Rechts und so und möchte jetzt 2000 Euro haben - was waren ihre ersten Gedanken? Und in welchen Rechtsvorschriften schaut man dann rein und wie findet man die überhaupt? Dann eine Lösungsskizze, jetzt schon mal gleich schreiben, schwierig Herr Richter. Und dann ganz zum Schluss das alles im Text ausformulieren. Trotzdem, das sind die Begriffe, an diesen 6 Begriffen werde ich ihnen die Fall-Lösungs-Technik einfach zeigen. Das werden wir jetzt mal ein bisschen vertiefen, nach und nach führe ich sie immer weiter, haben bisher alle Juristen gelernt und das werden sie auch. Ja, welche Fragen stellen sich? Will man einen Fall in der richtigen Reihenfolge technisch gut lösen, sollte man sich mit folgenden Fragen beschäftigen, das ist so eine Art Checkliste. Zunächst mal, schauen sie sich den Sachverhalt an, das heißt wie erfasst man schnell und sicher einen juristischen Sachverhalt? Da will ich ihnen hier beibringen. Als nächstes müssen sie sich natürlich mit dem Punkt Fragestellung ein bisschen auseinandersetzen, das heißt wie ist mit der juristische Fragestellung umzugehen? Hier hatten wir die Fragestellung in unserem Fall "Wie ist die Rechtslage?" - Ja was soll das denn jetzt heißen? Wer hat denn da jetzt also Ansprüche? Wer gegen wen und was will man überhaupt? Das werde ich ihnen dann zeigen. Außerdem geht es auch noch um die ersten Gedanken - was soll das denn? Wieso sollte man sich immer zuerst die ersten Gedanken zur Lösung aufschreiben? Nun, weil der erste Eindruck, der bringt als erstes ihnen schon eine Richtung. Zeige ich ihnen später. Außerdem geht es um die Rechtsvorschriften, das heißt wie findet man eigentlich die Rechtsvorschriften? Das werde ich ihnen in diesem Fall mal exemplarisch zeigen. Außerdem geht es um einen weiteren Begriff, nämlich der Lösungsskizze. Tja, wie erstellt man eine juristische Lösungsskizze? Und wenn wir dann so eine Skizze haben, so mit Plus und Minus, wie formuliert man die aus? Das heißt, was ist bei der Ausformulierung der Lösung zu beachten? Gut das ist die hohe Kunst der Juristerei und sie ist gar keine hohe Kunst. Man kann sie komplett lernen, man braucht bloß ein paar Schritte. Das heißt eine systematische Überprüfung der Rechtslage kann bei der Lösung von Fällen, zum Beispiel durch diese 6-Schritte-Technik, erfolgen. Ich sag das Wort kann weil, manche Bücher, manche juristischen Lehrbücher haben sie ein bisschen abgewandelt, diese Technik, aber ich hab in vielen, vielen Jahren herausgefunden, diese 6 Schritte, die helfen den Studenten am Besten. Ich hab schon einem vorhergehenden Video gesagt, dass ich diese Schritte selbst nicht mehr so ganz 100%ig immer gehe, weil man sich so selbst dann eine Technik aneignet, aber wenn ich nicht weiter komme, muss ich mir das auch wieder anschauen. Und das mach ich jetzt mit ihnen noch mal. 6 Schritte zum Lösungserfolg, wie siegt die Technik aus. Nun, der erste Schritt beginnt mit dem Begriff ja, Sachverhalt und da heißt es jetzt Sachverhalt bitte erfassen. Wenn sie das gemacht haben, wir auch immer, ich werde ihnen da ein paar Beispiele zeigen, dann müssen sie die Fragestellung beachten, wie war denn das bei uns noch? Rechtslage, genau, die war gefragt. Dann die ersten Gedanken zur Lösung, naja beide haben so ein bisschen Schuld, gibt es vielleicht auch eine 50/50 Lösung? Das waren so meine ersten Gedanken, überlegen sie sich selbst mal welche. Dann im 4. Schritt: Wie finde ich denn hier Rechtsvorschriften, da gab es einen Unfall, Schadensersatz? 5ter Schritt heißt dann, Erstellung der Lösungsskizze, mit so +/-, was denken sie sich, was wollen sie später so dazu sagen, alles ausformulieren. Bitte beachten sie: Diese Technik ist ausgefeilt, aber man kann später, wenn man die Technik beherrscht, darf man auch ein bisschen mit jonglieren. Aber ein Hauptfehler hier zum Beispiel ist, das man, wenn man einen Sachverhalt sich immer kurz angeschaut hat, sofort ins Gesetz reinschaut, also den ersten Schritt macht und dann sofort den vierten Schritt. Das führt in der Praxis meistens zu groben, groben Fehlern. Würde ich ihnen nicht empfehlen, aber nun gut, wir sind ja jetzt erst mal beim lernen, das heißt ich will ihnen das jetzt mal langsam hier vertieft vorstellen, was man bei diesen einzelnen Schritten beachten möchte. Es geht ja zunächst mal um die Begriffe, zunächst mal um den Begriff "Wie den Sachverhalt erfassen", genau die Sachverhalts Erfassung steht an erster Stelle, denn begrifflich geht es beim ersten Schritt nun zunächst mal darum, Achtung, wir haben eine juristische Fachsprache und die hat Besonderheiten. Das heißt wenn ich hier was von einem Unfallbericht gehört habe in der Fallskizze und von Kosten und solchen Sachen und auch Schadensersatz, dann sind das nicht so die üblichen Begriffe, die sie so unter Praxis und täglichem Sprachgebrauch annehmen. Sie sollten auch die Lesegeschwindigkeit reduzieren, denn sonst entgeht ihnen was, ich kann sie ja mal fragen, ist eigentlich der Franz mit dem  Fahrrad unterwegs gewesen? Oder mit dem Auto oder mit dem Motorrad oder mit Inline Skatern? Ja, jetzt müssten sie nochmal zurückschauen ne, sich nochmal den Fall anschauen, was war denn das? Ja auch vermeintlich bekannte sprachliche Formulierungen müssen sie auch sich ganz genau noch mal anschauen, also hier ist der 15-jährige Franz Fahrinsland, das hat eine Bedeutung, wenn ich da sowas von 15 Jahren spreche. Sie sollten jedem Detail Aufmerksamkeit schenken, erfassen und abwägen. Ich sage meinen Studenten immer, Stichwort Goldwaage, eine Waage die ganz fein auswiegt, dieses wertvolle Metall, ja, also da müssen sie ganz genau drauf achten und so müssen sie auch den Sachverhalt nehmen und jedem Detail Aufmerksamkeit schenken, denn hier stand zum Beispiel drin, dass das eine sehr schwer einsehbare Straße war, eine unübersichtliche Landstraße. Das ist auch ein wichtiges Detail. Das aber der Autofahrer, der entgegen kam, auch nicht ganz Rechts gefahren ist, das sind so die ganzen Details, die sie sich so ein bisschen mitschreiben, alles spielt eine Rolle später für unsere Lösung. Den Sachverhalt erfassen, nun, dort ist ganz wichtig, dass sie das wiederholt und sorgfältig lesen. Viele machen sich gleich eine Fallskizze, das sehe ich immer in den Klausuren, dann steht da immer an den Fällen so dran oder eine Datentabelle. Sie müssen auch davon ausgehen juristisch das Regel-Ausnahme-Denken, das heißt, wir gehen von regelmäßigen Fallabläufen aus, das heißt die wären normalerweise ganz normal um die Kurve gefahren, hier haben wir aber mal eine Ausnahme: Hier hat der eine ein bisschen geschnitten und dadurch musste der andere ausweichen und außerdem ist das ein 15-jähriger. Es gibt auch solche "Das kommt darauf an" Antworten. Wenn sie also jemand fragt, wie ist die Rechtslage, dann dürfen sie nicht gleich sagen "Ja, der Autofahrer ist schuld, Autofahrer haben immer schuld." Das ist einer der häufigsten Fehler in der Praxis, nämlich das dann nicht juristisch antwortet. In der Praxis gibt es so viele Fallkonstellationen, sie können nicht sofort immer sagen: das ist so, oder das ist so. Nein, sie müssen immer sagen "Das kommt darauf an", und dann muss der Jurist natürlich sagen, worauf es ankommt. Also zum Beispiel wie alt hier der Fahrer Franz war, wie schnell der Autofahrer gefahren ist und solche Sachen. Sie sollten sich auf alle Fälle Unbefangenheit bewahren, dürfen nicht sagen "Ahja ich hab auch schon mal einen Unfall gehabt als Autofahrer und da musste ich alles zahlen, das wird hier auch so sein". Nene, ganz unbefangen rangehen. Gut, damit haben wir schon die ersten Hinweise zur Sachverhalts Erfassung, jetzt gehen wir mal zur Frage. Nun, die Fragestellung, ja wie war denn noch die Fragestellung in unserem Ausgangsfall? Begrifflich ist beim zweiten Schritt hier Folgendes zu beachten. Sie sollten in theoretischen Fällen natürlich immer die konkrete Fallfrage abarbeiten, das heißt also hier zum Beispiel: "Bernd verlangt von Franz 2000 Euro aus einem Unfall", aber so ist die Praxis nicht. Die Praxis hat manchmal auch allgemeine Fallfragen und die müssen sie dann mit System konkretisieren, zeig ich ihnen später noch in meinem Video Systematik zu dieser Falllösungstechnik. Das heißt es geht irgendwas kaputt bei ihnen in der Fabrik, explodiert eine Maschine in der Produktion und dann sitzen sie in ihrem Büro und dann müssen sie sich überlegen, ja wen verklage ich denn jetzt? Und die Fallfragen müssen sie sich dann sozusagen selbst erarbeiten. Es gibt hier noch eine Hilfestellung, durch die sogenannte 4-W-Frage. Wer will von wem was woraus. Ich werde es ihnen vorstellen, aber das ist alles begrifflich bei der Fragestellung zu beachten. Sie sollten auch trennen: Sachverhalts teile, verschiedene Personen und Anspruchsinhalte. Wenn hier vorher der Franz das Fahrrad geklaut hat, dann hätten wir hier noch Sachverhalts teil Diebstahl des Fahrrads, und als nächstes schneiden der Kurve. Also immer schön drauf achten. Prioritäten setzen. Das heißt wenn sie so einen Fall haben, müssen sie sagen, auf was stürzen sie sich als Erstes und wir würden uns jetzt hier stürzen auf die 2000 Euro zum Beispiel. Ganz wichtig, das hatte ich ihnen grade schon gesagt, sind die ersten Gedanken. Erste Gedanken zur Lösung sollten sie sich festhalten. Ich sehe das manchmal bei meinen Studenten, wenn sie dann eine Klausur bei mir geschrieben haben, die haben sich dann oben dran geschrieben, so an den Fall, Achtung ist ein Kaufmann, Achtung er ist nur 15 Jahre, Achtung er ist minderjährig. Ja, was heißt das? Begrifflich bedeutet das, sie sollten sich Notizen machen, und mit späteren Ergebnissen vergleichen. Haben sie beim späteren Ergebnis dann vielleicht vergessen, dass er 15 Jahre ist? Sie sollten später eine Plausibilitätskontrolle durchführen. Was heißt das? Ja sie sollten noch mal gucken, habe ich das mit den 15 Jahren eigentlich irgendwo beachtet? Dann gibt es die worst-case und best-case Betrachtung. In unseren Fall, aus der Sicht des Autofahrers, best-case er kriegt die 2000, worst-case er kriegt gar nichts. Umgekehrt vom Fahrradfahrer best-case, 0 Euro muss ich zahlen hier und worst-case ich muss alles bezahlen. Das ist für die Praxis ganz wichtig, wenn dort mal was passiert, sie haben einen großen Rechtsstreit, müssen sich überlegen "Was kann schlimmstenfalls passieren", danach wählen sie dann auch die Mittel, wie viel Geld sie einsetzen und wie schnell sie jetzt agieren müssen oder wie viel Zeit sie sich nehmen. Ganz wichtig betriebswirtschaftliche und juristische Auswirkungen sollten sie sich bei den ersten Gedanken gleich mal anschauen. Gut, das nächste ist natürlich schwierig. Wie sucht man Vorschriften, das ist schwierig, die Suche der Rechtsvorschriften fällt den Studenten bei Arbeiten schwer, denn dazu müssen sie schon ein bisschen länger sich in einem Rechtsgebiet auskennen. Begrifflich heißt das also hier, sie müssten sich zunächst mal die Ziele angucken. Der Anspruchssteller, der möchte nämlich zum Beispiel Vertragserfüllung oder Rückabwicklung, Herausgabe oder Schadensersatz. Das ist ein wichtiger Tipp, die Vorschriften sind nämlich meistens nach den Zielen, die jemand haben möchte, sortiert. Werden wir uns anschauen. Das nennt man dann die sogenannten Anspruchsgrundlagen, das sind dann die ersten Vorschiften. Dann gibt es noch so Füllvorschriften, die so bestimmte Sachen definieren, also hier zum Bespiel, hätten wie eine Anspruchsgrundlage der Unfallbericht, also hier könnte eine Schuldanerkenntnis sein und natürlich Schadensersatzansprüche aus §8/23 BGB. Richter, woher wissen sie das? Nun ich kenne den Aufbau des BGBs, das sind so 5 Kapitel, 5 Bücher, wie das BGB selbst sagt und das ist ein bisschen verschachtelt, da sind am Anfang die Definitionen, sogenannte Ausklammerungsmethode und Hinten kommen dann so im Erbrecht, Schuldrecht, Familienrecht, kommen dann so die Besonderheiten, auch wird oftmals verwiesen auf Vorschriften. Das werden sie so langsam hier kennenlernen, gucken sie sich mal die Videos an "Grundlagen des Rechtes" und "Vertragsrecht" haben schon so viele gelernt, lernen sie auch. Also, so langsam muss man sich dann um die Vorschriften kümmern, aber bitte erst im vierten Schritt. Und vielfach müssen sie sogar mehrere Vorschriften nebeneinander prüfen, denn ich hab schon erlebt in der Gerichtspraxis, dass der Anwalt sagt, die Vorschrift bringt es, der Richter vorne sagt Nene, ich finde eine andere Vorschrift viel wichtiger und dazu haben sie gar nichts gesagt Herr Rechtsanwalt. Also immer mehrgleisig denken. Gut, wenn wir mal die Vorschriften gefunden haben, dann kümmern wir uns um die Frage, was ist eine Lösungsskizze? Ja, eine Lösungsskizze muss von ihnen erstellt werden. Was heißt das? Begrifflich zunächst mal kann man sagen, bei einer Lösungsskizze vergleicht man die rechtlichen Voraussetzungen, die wir in den Vorschriften gefunden haben, mit den tatsächlichen Gegebenheiten, die sie ja bei der Sachverhaltarbeit ganz am Anfang, im ersten Schritt, raus gearbeitet haben. Und dann kommt die sogenannte Subsumtion oder wie ich das auch nenne Rosinen picken. Sie müssen aus dem Sachverhalt raussuchen, die Sachverhalts angaben, die wichtig sind für das Gesetz. Zum Beispiel bei uns der ist 15 Jahre, und wenn man 15 Jahre ist, ist man noch nicht volljährig. Da sind sie nur beschränkt geschäftsfähig und nach 823ff gibts da eine Vorschrift, die sagt dann braucht man nicht voll haften oder muss gar nicht haften. Diese Lösungsskizze, die sie dann machen, die hält Ergebnisse fest, das heißt sie schreiben die Vorschriften rein und schreiben immer +/- beziehungsweise die einzelnen Angaben, die in der Vorschrift drin sind, müssen sie sagen, ja ist gegeben, der hat hier fahrlässig gehandelt, als er geschnitten hat die Kurve, hat das Eigentum des anderen beschädigt, das Auto ist jetzt auf dem Dach liegend, hat dort ziemlich viele Kratzer und so weiter. Machen sie mit +/- oder gegeben/nicht gegeben, wie sie wollen. Ja, wie formuliert man nun. Im letzten Schritt, aber wirklich erst im allerletzten Schritt, dürfen sie die Lösung ausformulieren. Begrifflich heißt das, dass sie die Fallskizze oder auch die Datentabelle, einfach abarbeiten. Dazu müssen sie aber eine haben. Auch ihren Merkzettel, das sind so die ersten Gedanken zur Lösung oder was sie sich so in den Fall reinschreiben, schauen sie sich an. Sie formulieren eigentlich die Lösungsskizze dann mit freier Wortwahl einfach aus. Das ist ganz, ganz wichtig und sie sollten dabei aber auch beachten, begrifflich unterscheidet man hier den Gutachterstil, da geht es immer so "es könnte folgendes Merkmal gegeben sein, dazu müssten folgende Voraussetzungen gegeben sein, das setzt wiederrum voraus und in diesem Fall ist es so", also so in die Richtung geht der Gutachterstil. Man stell sich immer selbst eine Frage, also wenn hier der 15-jährige haften müsste aus Schadensersatzvorschriften, dann müsste er hier vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt haben, Fahrlässigkeit setzt folgende Definitionserfüllung voraus und so weiter. Das ist nur bei juristischen gelagerten Prüfungen, bei juristischen Fallbearbeitungen der Fall. In der Praxis herrscht eigentlich der Urteilsstil vor, das heißt dort setzt man das Ergebnis am Anfang und auch betriebswirtschaftliche Belange wird man da rein arbeiten und wird dann sagen, das Ergebnis, das hier der 15-jährige nur 1000 Euro zu zahlen hat, ergibt sich aus Folgenden Erwägungen. Gleich am Anfang das Ergebnis und dann kommen die Ergebnisse. Das andere klingt so ein bisschen langatmig, aber das juristische, diesen Begutachtungsstil, aber ganz wichtig trotzdem, denn da möchte man die Herleitung sehen und das müssen die Juristen auch machen, damit sie selber ok ich hab jetzt hier ganz sauber nachgedacht und ganz sauber gearbeitet, dafür gibt es den Gutachterstil. Ja, damit haben wir die Ausformulierung der Lösung und in diesem ersten Video zu den Begriffen haben wir uns jetzt mal angeschaut, einfach was ist wichtig und in dem nächsten Video zu den Grundlagen des Rechtes 1.3, geht es dann um die Bedeutung, die eine gute Fall-Lösungs-Technik hat und ich werde ihnen dort einfach mal zeigen, was so alles schief gehen kann, wenn sie diese Technik nicht haben. Aber jetzt erst mal den Teil 1, den gucken wir uns an, und dann herzlichen Dank fürs mitmachen in diesem Video.

Informationen zum Video
1 Kommentar
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    Bei 07:07 Min geht es nicht mehr weiter, wo es doch bis 15:57 min. laufen sollte... .
    Ich vermute ein technisches Problem.

    Von Nasrine Feldmann, vor mehr als 2 Jahren
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