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Transkript Skalen – Verhältnisskala

Hallo! Die Verhältnisskala ist eine Skala, mit der man ein verhältnisskaliertes Merkmal messen kann und ein verhältnisskaliertes Merkmal ist ein Merkmal, dessen Merkmalsausprägungen angeordnet werden können, dessen Merkmalsausprägungsunterschiede sinnvoll bestimmt und verglichen werden können. Weiterhin ist es ein Merkmal, das einen absoluten Nullpunkt hat. Solche Verhältnisskalen sehen typischerweise so aus: Sie haben einen Anfangspunkt und dann gehen Skalenwerte in eine Richtung. Ein bisschen Äquidistant sollten sie schon sein, also den gleichen Abstand voneinander haben. Das ist eine typische Verhältnisskala. Ein Beispiel ist das Lebensalter. Das Lebensalter wird in Jahren gemessen, und diese Jahre kann man auf so einer Skala eintragen. Das Lebensalter beginnt immer mit der Geburt, das heißt, es gibt einen absoluten Nullpunkt, der dann dazu führt, dass man nicht nur sagen kann: "Ich bin älter als du", und nicht nur sagen kann: "Ich bin 20 Jahre älter als du", was ja durchaus sein könnte, wenn du jetzt den Film guckst. Ich könnte auch sagen, wenn es richtig wäre: "Ich bin doppelt so alt wie du", oder es könnte auch Zuschauer geben, bei denen ich sagen könnte: "Ich bin dreimal so alt wie du". Man kann also mit Unterschieden rechnen, man kann Unterschiede in den Merkmalsausprägungen nicht nur addieren und subtrahieren, sondern auch multiplizieren und dividieren. Wir erinnern uns an die Intervallskala, die das Datum misst. Da ist es nicht möglich, Produkte und Quotienten zu bilden, weil der absolute Nullpunkt nicht da ist. Ich kann also sagen: "Ich bin doppelt so alt wie du", ich kann aber nicht sagen: "Ich bin doppelt so früh geboren wie du". Das "doppelt so früh" macht keinen Sinn in dem Zusammenhang. Man kann das gut sehen, glaube ich, was der Unterschied ist, zwischen der Verhältnisskala und der Intervallskala. Ein anderes typisches Beispiel, was hier unbedingt genannt werden muss, ist die Temperatur. Temperaturen in Grad Celsius sind intervallskaliert, weil der Nullpunkt hier relativ willkürlich festgelegt ist. Es gibt aber eine Temperaturskala, die Kelvinskala, die einen absoluten Nullpunkt hat. Das ist nämlich die tiefste Temperatur, die möglich ist. Kurz physikalisch zur Erläuterung: Was ist überhaupt eine Temperatur? Das ist eine Bewegung von Molekülen, jetzt mal ganz vereinfacht gesagt. Diese Bewegung kann man spüren und dann ist es entweder heiß oder kalt. Es gibt den absoluten Nullpunkt der Temperatur und der ist dann erreicht, wenn die Moleküle sich auf diese Weise überhaupt nicht bewegen, wenn sie stillstehen. Kälter kann es nicht werden, denn weniger als stillstehen kann man nicht, auch nicht die Moleküle. Das nennt man tatsächlich auch den absoluten Nullpunkt und auf der Kelvinskala hat man da null Grad. Deshalb kann man, wenn man eine Temperatur in Kelvin misst, auch sagen, dass ein Objekt zum Beispiel doppelt so warm ist, wie ein anderes Objekt. Weitere Beispiele sind natürlich Längenmessungen und Gewichtsmessungen oder die meisten physikalischen Gegebenheiten. Die werden alle in Verhältnisskalen gemessen, zumindest ist das in den allermeisten Fällen der Fall. Eine kleine Anmerkung noch zu dem Gewicht und der Länge: Da gibt es dann schon mal die Diskussion: Erstens, das hängt ja davon ab, wo ich das jetzt hinhalte. Ich mein, ist der Nullpunkt jetzt hier, also hier ist dann null Centimeter, oder ist er dann hier, hier sind null Zentimeter. Das hat aber damit nichts zu tun, denn diese null Zentimeter sind immer gleich groß. Das ist bei uns überall der Fall, dass wir immer wissen, was sind null Zentimeter, was ist das für eine Ausdehnung. Also dieser Nullpunkt ist für alle gleich, auch wenn man das Lineal verschieden irgendwo ansetzen kann. Eine zweite Sache ist, dass schon mal gesagt wird, es gibt ja nichts, was eine Länge von null hat, deshalb kann es diesen absoluten Nullpunkt ja gar nicht geben. Doch gibt es schon. Meine Hände haben einen Abstand. Jetzt ist der Abstand nicht mehr so groß und jetzt auch. Und jetzt ist er null. Es gibt etwas, was den Abstand null hat, nämlich meine Hände. Es gibt auch, habe ich gerade erwähnt, Gewichte, die in dieser Skala gemessen werden, und da sagt man ja auch schon mal: Es gibt ja nichts, was das Gewicht null hat. Irgendein Gewicht muss es ja haben, außer ich messe Nichts. Also, wenn man einen Luftballon teilweise mit Helium füllt, - mit Luft und Helium-  Helium ist leichter als Luft. Wenn man ihn ganz mit Helium füllt, dann steigt er auf, und wenn man ihn nur zum Teil mit Helium füllt, könnte es sein, dass er schwebt im Raum und dann hat er jetzt, hier, aktuell das Gewicht null. So weit zur Verhältnisskala, viel Spaß damit, tschüss.

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