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Transkript Skalen – Skalentransformation

Hallo, es gibt im Wesentlichen 4 Skalen, mit denen wir Merkmale messen können. Das ist die Verhältnisskale, die Intervallskala, die Ordinalskala und die Nominalskala. Diese beiden oberen hier, also die Verhältnisskale und die Intervallskala, heißen metrische Skalen. Die Verhältnisskala bringt uns die meisten Informationen, die Nominalskala die wenigsten. Wir können ein Merkmal, das verhältnisskaliert ist, in ein intervallskaliertes Merkmal transformieren, oder die Angaben, die wir haben, in ein Intervallskala packen und diese Angaben können wir in einer Ordinalskala unterbringen und weiter transformieren in eine Nominalskala. Weil das möglich ist, allerdings nur in diese Richtung und nicht in der anderen, spricht man hier vom höchsten Skalenniveau und dort bei der Nominalskala vom untersten Skalenniveau. Und wie man das transformieren kann, möchte ich jetzt mal an einem Beispiel vormachen. Es geht also um 4 Damen. Wir wissen, dass Maria 26 Jahre alt ist, Maren ist 15 Jahre alt, Mascha ist 18 Jahre alt und Magdalena ist 26 Jahre alt. Wenn wir das wissen, dann können wir, also dann ist das erst mal verhältnisskaliert hier, das Lebensalter. Wir können Quotienten bilden, wir können z.B. 18/15 rechnen und dann herausfinden, dass Mascha 1,2× so alt ist wie Maren. Wir können außerdem Differenzen bilden und wissen, dass Maria 11 Jahre älter ist als Maren und Maren 3 Jahre jünger ist als Mascha. Wir können die Lebensalter ordnen, muss ich, glaub ich, nicht weiter erklären. Und zählen können wir auch, zählen bedeutet hier, wir können sagen, wie viele 26 Jahre alt sind, dieser Damen hier, wir können sagen, wie viele 18 Jahre alt, naja, das ist nur 1, macht aber nichts, wir können also zählen. Wenn wir diese Angaben jetzt verändern, und zwar so, dann haben wir nur noch eine Intervallskala zur Verfügung. Stellen wir uns einen jungen Mann vor, der auf Brautschau ist, und der möchte unbedingt eine Freundin finden, die genau so alt ist wie er selbst. Mal abgesehen davon, ob das sinnvoll ist, könnte er sagen, Maria ist mir 6 Jahre zu alt, Maren ist mir 5 Jahre zu jung, Mascha ist mir 2 Jahre zu jung und Magdalena ist mir wiederum 6 Jahre zu alt. Wenn wir jetzt diese Angaben haben, wissen wir zwar, dass Maria 11 Jahre älter ist als Maren, wir wissen aber nicht, wie alt sie sind. Wir können auch keine Quotienten mehr bilden, das würde jetzt keinen Sinn mehr machen und deshalb sind diese Angaben jetzt in einer Intervallskala gegeben. Ordnen können wir nach wie vor, wir wissen, wer älter ist als wer. Und zählen können wir auch, wir wissen, wie viele Damen 6 Jahre älter sind, als dieser nicht näher bezeichnete junge Mann. Diese Angaben können wir weiter transformieren, und zwar in eine Ordinalskala, indem wir z.B. hier Maria und Magdalena die 1 zuordnen, Mascha bekommt die 2 zugeordnet und Maren die 3. Bedeutung ist jeweils der 1, das sind die ältesten, 2 und 3 sind die Alter, die da jeweils nachfolgen. Also zumindest hier, in dieser Gruppe der 4 Damen. Jetzt wissen wir noch, wer älter ist als wer, wir wissen aber nicht um wie viel, wenn wir das nur so geordnet haben oder quasi hier sagen: Gruppe 1, Gruppe 2, Gruppe 3. Wir wissen aber, wie viele in jeder Gruppe sind, hier in der obersten, Gruppe 1, befinden sich 2 Damen, hier eine und da auch eine. Diese Angaben können wir noch weiter transformieren, und zwar in eine Nominalskala. Mascha und Maren bilden jeweils unterschiedliche Gruppen, da sind immer nur sie selber drin. Maria und Magdalena bilden auch eine Gruppe, und zwar, Gleichaltrige kommen immer in eine Gruppe, die beiden sind gleichalt. Und wir wissen nun, wer genauso alt ist wie wer und wir wissen auch, ob 2 Damen hier unterschiedlich alt sind. Wir wissen, dass Mascha nicht das gleiche Alter hat wie Maren und dass Mascha auch nicht das gleiche Alter hat wie Maria und Magdalena, die beiden haben ja gleiches Alter. Ja, wir wissen, wer unterschiedlich alt ist, wir wissen aber nicht um wie viel. Und wir wissen auch noch nicht mal, wer älter ist von denen, wenn wir nur das so gegeben haben. Da sind wir jetzt also bei der Nominalskala angekommen und ja, das war es zur Skalentransformation. Viel Spaß damit, tschüss.

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1 Kommentar
  1. Default

    Wäre schön, wenn Sie noch ein Video zur Absolutskala machen könnten!
    Bin echt begeistert von den Erklärungen, jetzt endlich raffe ich auch die grundlegenden Begriffe. ;-)

    Von Deleted User 39796, vor fast 4 Jahren