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Transkript Merkmale und Merkmalsträger

Hallo! Merkmale und Merkmalsträger sind wieder Grundbegriffe aus der beschreibenden Statistik und deshalb werde ich mir hier wieder eine statistische Erhebung basteln, zumindest den Anfang davon. Ich habe also hier eine Grundgesamtheit von Klötzen und diese Klötze, aus denen nehme ich jetzt eine Stichprobe. Ich erhebe also die Daten hier - die sind jetzt höher als die anderen, das mache ich rein zufällig. Das bedeutet, ich konzentriere mich nur auf mein Gequassel und nicht darauf, was ich hier herausziehe. Das ist also meine Stichprobe, alles zusammen ist die Grundgesamtheit.Und jetzt kann ich an diese Stichprobe bestimmte Fragen stellen, ich kann zum Beispiel jedes Element dieser Stichprobe fragen: Welche Farbe hast Du? Und die würden dann antworten: Ich bin rot, ich bin gelb, ich bin rot, ich bin rot, ich bin grün und das, wonach ich frage, das nennt sich Merkmal. Ein Merkmal ist immer das, wonach gefragt wird, wenn man eine statistische Erhebung macht. Nun, warum nennt man das Ganze Merkmal und nicht etwa Eigenschaft? Zum Beispiel haben diese Dinge ja die Eigenschaft, eine bestimmte Farbe zu haben. Es gibt verschiedene Bedeutungen von Eigenschaft. Ich will das mal hieran zeigen. Dieser Würfel, könnte ich sagen, hat die Eigenschaft, gelb zu sein und dieser hat die Eigenschaft, rot zu sein und ich kann also im Ganzen nach der Eigenschaft fragen, welche Farbe diese beiden Würfel haben. Dann habe ich Eigenschaften mit 2 unterschiedlichen Bedeutungen benutzt, einmal konkret auf die Würfel bezogen, einmal den übergeordneten Begriff als Eigenschaft bezeichnet.Und damit man da nicht durcheinander kommt, nimmt man also einen neuen Begriff, das Merkmal. Das Merkmal ist immer der übergeordnete Begriff. Also hier könnte ich zum Beispiel nach dem Merkmal Farbe fragen, und rot ist dann kein Merkmal, sondern ganz allgemein die Farbe - das ist das Merkmal. Diese Steine kann ich auch auf andere Merkmale hin untersuchen. Das könnte jetzt die physikalische Größe Gewicht der Steine sein, das kann ich also hier mit der Briefwaage nachmessen (das werde ich jetzt nicht konkret machen). Alle Steine haben ein Gewicht und das Merkmal ist jetzt nicht zum Beispiel 20 g oder so was, sondern das Merkmal ist der übergeordnete Begriff, nach dem ich gefragt habe, nämlich das Gewicht.Es gibt Merkmale, die sind nicht ganz so knackig und genau zu beschreiben wie Gewicht oder Farbe. Dazu habe ich mal hier diese Seminarauswertungsbögen von Kursen, die ich an der Volkshochschule Münster gehalten habe, und zum Beispiel wird einem da die Frage gestellt: Wurde auf Ihre Fragen und Wünsche eingegangen? Oder es wird gefragt: Wie beurteilen Sie die Schulungsräume und die Organisation der Veranstaltung? So, hier wird also gefragt, inwieweit auf die Fragen und Wünsche der Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen eingegangen wurde. Es gibt da jetzt keine physikalische Größe für oder so was, dass man sagen kann, also es wird genau danach gefragt. Es könnte zum Beispiel nach der Zufriedenheit mit dem Kurs insgesamt gefragt werden, das lässt sich dann allgemein formulieren, aber so etwas wie "Wurde auf Ihre Fragen und Wünsche eingegangen?" kann man nicht so allgemein formulieren. Aber das, wonach hier gefragt wird, das ist das Merkmal, und wenn man das so allgemein beschreibt - also das Merkmal ist immer das, wonach gefragt wird - dann reicht das für den Schulgebrauch eigentlich aus.Etwas komplizierter wird es bei den Merkmalsträgern. Also ich zitiere mal aus Büchter und Henn, Elementare Stochastik. Da wird gesagt: Die untersuchten Objekte heißen Merkmalsträger, die interessierenden Eigenschaften heißen Merkmale. Die untersuchten Objekte sind immer die Elemente der Grundgesamtheit, die in der Stichprobe sind. Es sind nicht diese Elemente der Grundgesamtheit, die nicht in der Stichprobe vorkommen. Büchter und Henn sprechen an anderer Stelle noch von potenziellen Merkmalsträgern. Also für Büchter und Henn sind die Merkmalsträger die Elemente der Stichprobe. Bei Lambacher/Schweizer ist das ein bisschen anders. Hier steht: Alle Merkmalsträger zusammen nennt man Grundgesamtheit. Also hier besteht die gesamte Grundmenge aus den Merkmalsträgern und nicht nur die Stichprobe.Das dürfte eigentlich kein so großes Problem sein. Wenn Du die nächste Klausur schreibst, die nächste Klassenarbeit, klärst Du das am Besten vorher mit Deinem Lehrer oder Deiner Lehrerin, weil ja die Gefahr besteht, dass dann einfach wegen so einer Unsicherheit in der Definition Punkte verloren gehen, aber ansonsten wieder für den Schulgebrauch ist das eigentlich nicht so problematisch, dass es da 2 etwas unterschiedliche Bezeichnungen gibt.Ich hoffe, Dir ist alles klar geworden. Bis bald, tschüss!

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2 Kommentare
  1. Default

    voll gut erklärt :D

    Von Raika Lolly, vor mehr als 3 Jahren
  2. Default

    gutes vidio :D

    Von Vanep, vor fast 4 Jahren