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Transkript Adjektive – regelmäßige Steigerung

Salvete, discipuli,  ich bin es wieder, Sarah. Und ich hoffe, ihr seid top motiviert und ganz wild auf das Lernen. Das Thema heute: Die regelmäßige Steigerung von Adjektiven.  In diesem Film werde ich auf alle drei Steigerungsstufen genauer eingehen -  erst auf den Positiv, dann auf den Komparativ, auf seine Bildung, auf die Verwendung mit quam und die Verwendung ohne quam. Dann beschäftigen wir uns mit dem Superlativ, mit seiner Bildung und mit der Verwendung von quam und dem Elativ.  Vorwissen braucht ihr dieses Mal keines. Ihr solltet nur wissen, was Adjektive überhaupt sind.  Im Lateinischen gibt es wie im Deutschen drei Steigerungsstufen:  Den Positiv, die Grundstufe, den Komparativ, die erste Steigerungsstufe und den Superlativ, die zweite Steigerungsstufe. Man kann das auch, anhand eines Leiterbildes veranschaulichen. Der Komparativ ist ein bisschen höher als der Positiv und der Superlativ ein bisschen höher als der Komparativ. Höher geht es nicht mehr!  Als erstes der Positv:  Der Positiv ist die Grundstufe jeder Komparation und einfach ein Adjektiv. Adjektive haben unterschiedlich viele Formen für die Geschlechter. Manche haben eine, manche zwei und manche sogar drei Formen, für das Maskulinum, das Femininum und das Neutrum.  Ein Beispiel für eine Positvform ist zum Beispiel robusta, kräftig. Im Satz - bos robusta est / die Kuh ist kräftig - besteht Kongruenz zwischen robusta und bos, das heißt, Adjektiv und Nomen stimmen im Kasus, Numerus und Genus überein. Hier sind bos und robusta beide feminin.  Der Positiv wird nach der jeweiligen Deklinationsart des Adjektives dekliniert.  Den Positiv kann man auch steigern. Die erste Steigerungsstufe heißt Komparativ.  Zunächst zur Bildung des Komparativs: Der Komparativ wird gebildet, indem man an die Wurzel des Genitiv Singulars des Adjektives das Suffix, also die Wortendung, -ior bei maskulinen und femininen Formen, und das Suffix -ius bei Formen des Neutrums anhängt.   Liber, liberi / frei; liber ist der Positiv, liberi ist der Genitiv Singular, liberior / freier, ist der Komparativ. Wir verwenden hier die Endung- ior, weil liber ein maskulines Adjektiv ist.  Jetzt zu Vergleichen mit quam.  Der Komparativ dient unter anderem dem Vergleich von Dingen oder Personen. Dabei verwendet der Lateiner das Wort "quam".  Zum Beispiel: Alea dextra pulchrior est quam sinistra. Der rechte Würfel ist schöner als der linke. Quam wird hier mit "als" übersetzt und stellt das Vergleichswort dar. Pulchrior ist der Komparativ von pulcher, pulchra, pulchrum. Die Endung -ior wird verwendet, weil alea, der Würfel, feminin ist.  Nun zur Verwendung ohne quam.  Im Deutschen kann man den Komparativ auch öfter mit Wörtern wie - ziemlich, allzu oder ein wenig - übersetzen.  Zum Beispiel: Flaviores dentes teneo. Ich habe ziemlich gelbe Zähne.  Flaviores kommt von flavus, flava, flavum / gelb.  Der Lateinische Komparativ flaviores wird dann im Deutschen mit einem Beiwort, hier "ziemlich", und dem Positv, hier "gelb", übersetzt.  Es heißt also nicht: Ich habe gelbere Zähne, sondern - ich habe ziemlich gelbe Zähne!  Ganz wichtig hierbei ist, wie wir gerade schon gesehen haben, Folgendes: Die Deklination des Komparativs erfolgt immer nach der konsonantischen Deklination! Unabhängig davon, ob die Grundform des Adjektives auch konsonantisch dekliniert wird oder nicht. Verdeutlicht wird das nochmals an dem eben genannten Wort flavus. An sich gehört es zwar zur a/o-Deklination, sein Komparativ flavior aber wird konsonantisch dekliniert.  Nun kommen wir zur dritten Steigerungsform, dem Superlativ.  Die dritte Stufe der Komparation ist der Superlativ. Er bezeichnet immer ein Höchstmaß von Eigenschaften. Jetzt zur Bildung:  Man bildet den Superlativ bei allen drei Geschlechtsformen - feminin, maskulin und neutrum - aus der Wurzel des Genitiv Singulars und dem Suffix -issimus,  beispielsweise clarus / hell, und clarissimus / am hellsten. Clarus ist hier der Positiv, clari, der Genitiv Singular und clarissimus der Superlativ.  Jetzt zur Verwendung mit quam.  Im Deutschen wird der Superlativ manchmal auch mit - möglichst und oder so .... wie möglich - übersetzt. Anschließend wird der Superlativ angehängt. Das ist der Fall, wenn die Höchstform noch nicht erreicht worden ist, aber erreicht werden soll. Diese Übersetzungsmöglichkeit erkennt man, wenn im Lateinischen das Wort quam mit anschliessendem Superlativ steht.  Wieder ein Beispiel für euch: Quam lenissima musica. Eine möglichst sanfte Musik.  Lenissima ist hier der Superlativ von lenis, lene / sanft und "möglichst" das deutsche Beiwort verursacht durch quam.  Wieder ist hier ganz wichtig: Die Deklination oder Beugung der Superlative erfolgt nach der a/o-Deklination!  Im Lateinischen gibt es auch noch den Elativ, der im Deutschen mit "sehr" oder "ziemlich" übersetzt wird. Das ist wieder der Fall, wenn kein Höchstmass erreicht wird, aber zumindest beinahe. So wird - latrus stultissimus - zum ziemlich dummen Räuber. Hier haben wir wieder ein Beiwort - ziemlich.  Das war es jetzt erstmal wieder und in diesem Sinne: Valete discipuli! 

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19 Kommentare
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    Hi,
    du hast in deiner Begrüßung die "discipolae" vergessen ;D.
    Ist denk ich mal nicht schlimm :D

    Von Enver, vor 10 Monaten
  2. Felix red

    Hallo,

    es ist, wie du sagst: Das Vergleichsobjekt kann durch den sog. ablativus comparationis (Ablativ des Vergleichs) ausgedrückt werden oder durch ein quam (in diesem Fall muss Kasuskongruenz mit dem anderen (übergeordneten) Vergleichsobjekt vorliegen.

    Beste Grüße,

    Felix

    Von Felix Teege, vor 11 Monaten
  3. Default

    Aha, ich glaube ich habe die Erklärung gefunden. Es gibt den vielfältig angewandten Ablativ auch in der Vergleichsfunktion, wobei man auf das Vergleichspartikel "quam" verzichten kann, indem man den Ablativ benutzt.
    Im Satz "Nihil est miserius bello civili". Hier steht also "bello civili" im Ablativ und drückt den Vergleich zu "allen anderen elenden Sachverhalten" aus.
    Ein einfacherer Vergleich (wo die Relationsgegenstände klarer sind) bietet der Satz (auf den ich gestoßen bin) und der lautet:
    - Iulia doctior est Marco (= quam Marcus).

    Von Eemilelv, vor 11 Monaten
  4. Default

    Habe eine Frage zum Komparativ mit und ohne "quam".
    Die folgenden beiden Sätze bedeuten doch dasselbe:
    1) Nihil est miserius quam bellum civile.
    2) Nihil est miserius bello civili.
    (Nichst ist elender/erbärmlicher als ein Bürgerkrieg)
    In Satz 2) fehlt das Vergleichswort "quam" dafür steht aber anstatt Nominativ "bellum civile" die Form "bello civili", die entweder Dativ oder Ablativ Sg. ist.
    Wie lässt sich das erklären?

    Von Eemilelv, vor 11 Monaten
  5. Default

    Aha, ich habe mich ein bisschen umgesehen: Elativ kommt von dem Verb "efferre, efferō, extulī, ēlātum" - mit der Bedeutung "hervor-, herausheben". Dafür gibt es verschiedene deutsche Beiwörter: sehr, ziemlich, äußerst, ungemein, höchst; dazu passt u.U. auch stroh- oder stockdoof etc.
    Immerhin: Jetzt ist mir die Bedeutung des Wortes "Elativ" ziemlich klar geworden.

    Von Eemilelv, vor 11 Monaten
  1. Default

    Interessanter Hinweis von Kristina.
    Ich hätte "ziemlich" zwar der Bedeutung "recht hoher Grad" und somit "äußerst" zugeordnet; dennoch fand ich Kristinas Hinweis gut.

    Von Eemilelv, vor 11 Monaten
  2. Default

    Hallo Sarah,
    das Video ist schön anschaulich und gut verständlich;
    kleine Anmerkung - Der Superlativ als Elativ sollte nicht mit ziemlich, sondern eher mit äußerst übersetzt werden- latro stultissimus - der äußerst dumme oder strohdoofe Räuber.
    Mit freundlichen Grüßen
    Kristina

    Von Kristina Wernitz, vor etwa einem Jahr
  3. Img 20160215 wa0000

    Super erklärt- ich habe jedoch eine Frage-wär lieb wenn du sie mir beantworten würdest, Sarah :)

    Aaalso: Mein Leehrer macht immer so Tabellen. Manchmal gibt er nur den positiv an und ich muss Komparativ und Superlativ dazu deklinieren-das ist ja noch einfach.
    Aber manchmal ist nur der Komparativ angegeben und ich muss dazu Positiv und Superlativ delinieren.Wie mach ich das?Woheer soll man wissen wie der Positiv aussieht-es ist doch egal, ob welches Geschlecht der Positiv hat-der Komparativ MUSS konsonantisch sein.Wie ist es möglich dann des Positiv zu bilden.

    Genauso ist manchmal nur der Superlativ gegeben und ich muss Positiv und Koperativ bilden...
    Ich hoffe du weißt was ich meine-ich weiß ich hab alles total konfus geschrieben-Tut mir Leid :(

    Aber deine Videos sind super-weiter so ;)

    PS: Ich liebe deine Stimme *-* Total motivierend und so voller Elan :)

    Von Khadija N., vor fast 2 Jahren
  4. 1370520972957

    Vielen Dank, hatte es erst durch das Video richtig verstanden ^^

    Von Sralm, vor fast 3 Jahren
  5. Default

    Super gutes Video!!!

    Von Alex Torwart, vor etwa 3 Jahren
  6. Default

    danke, danke, danke !!!!

    Von Anne 3, vor etwa 3 Jahren
  7. Aufgezeichnet%202007 herbst%2000009 edited

    Du bist voll cool!!!

    Von Jacko1, vor etwa 3 Jahren
  8. Default

    gutes video!!!:)

    Von Neuhaus Family, vor mehr als 3 Jahren
  9. Default

    HI

    Von Agentff, vor mehr als 3 Jahren
  10. Default

    EIN KLEIN BISCHEN ZU SCHNELL :( SONST ABER OKAY

    Von Agentff, vor mehr als 3 Jahren
  11. Default

    thx

    Von Oreokeks, vor etwa 4 Jahren
  12. Default

    super!!!

    Von Vanessa S, vor mehr als 4 Jahren
  13. Default

    guuut ^^ und übersichtlich..:))

    Von Fluffi, vor mehr als 4 Jahren
  14. Default

    hat mir sehr geholfen! =)

    Von Silla1968, vor mehr als 4 Jahren
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