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Transkript Die grundlegenden geistig-politischen Ideen des 19. Jahrhunderts

Hallo, mein Name ist Lasse und heute erzähle ich Euch von den grundlegenden geistig-politischen Ideen des 19. Jahrhunderts: der Liberalismus, der Konstitutionalismus, der Nationalismus und die Restauration. Um dieses Video leichter zu verstehen, solltet Ihr bereits wissen was die Aufklärung und die französische Revolution waren. Zunächst möchte ich Euch vom Liberalismus erzählen. Naturrechtsphilosophen und Staatstheoretiker wie John Locke, Montesquieu, Rousseau und Kant, gingen von der Annahme aus, dass alle Menschen von Natur aus Frei und Gleich seien. Die Menschen verfügten über natürliche Menschenrechte, die ihnen keiner nehmen konnte. Nur weil die Menschen sich im sogenannten Naturzustand gegenseitig bedrohten und bekämpften, Stichwort der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, schlossen sie einst einen Gesellschaftsvertrag und richteten so den Staat als Ordnungsmacht ein. Nach diesen Theorien war der Staat nicht gottgegeben, sondern von den Menschen geschaffen, was bedeutete das die Macht ursprünglich von den Menschen, vom Volke, ausging. Nach der Auffassung von Locke hatten die Menschen daher das Recht, sich gegen Machtmissbrauch des Herrschers zu wehren. Um einen eventuellen Machtmissbrauch des Regierenden von vornherein unwahrscheinlich zu machen, waren die fortschrittlichen Denker der Aufklärung für die schriftliche Festlegung der politischen Rahmenbedingungen, also für die Schaffung einer Verfassung und für die Teilung der Macht im Staat, also für die Gewaltenteilung. Die Konstitutionalisten vertraten die Ansicht, dass die Macht im Staat in 3 Teile aufzugliedern sei. Die Legislative als Macht, welche die Gesetze erlässt, die Exekutive, welche die Gesetze ausführt und die Judikative, welche die Einhaltung der Gesetze überwacht. Dem Monarchen kam danach die exekutive Gewalt zu und hohen Richtern die Judikative. Aber die wichtigste Gewalt, die der Gesetzgebung, sollte dem Volk selber zukommen. Die 3 Gewalten kontrollierten sich gegenseitig, womit es dem König kaum noch möglich war, seine Macht zu missbrauchen. Kommen wir nun zur 3. grundlegenden Idee des 19. Jahrhunderts, dem Nationalismus. Ab dem 14. und 15. Jahrhundert entwickelten die Menschen in bestimmten Teritorien, zum Beispiel Frankreich, England, Tschechien eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl gründete sich in Faktoren, wie der gemeinsamen Abstammung und Sprache, einer gemeinsamen Kultur, eines gemeinsamen Staatsgebietes und eines gemeinsamen historisch-politischen Schicksals. Die Nationalisten des 19. Jahrhunderts nahmen einige Ziele des Konstitutionalismus und des Liberalismus in ihr Programm auf. Sie forderten die nationale Selbstbestimmung, wie sie gegen den herrschenden Adel in England während der glorius Revolution von 1688 und Frankreich, durch die französische Revolution 1789, durchgesetzt wurde, wo der Fürst seine Macht zugunsten seiner Nation aufgab. Die französische Revolution von 1789 und die Freiheitskriege gegen Napoleon kurz darauf, dienten den Nationalisten in ganz Europa als Vorbild. Zusammen mit dem Liberalismus und dem Konstitutionalismus wurde der Nationalismus zu einem wesentlich Geschichtsfaktor der Neuzeit. Und nun zur 4. der grundlegenden Ideen des 19. Jahrhunderts, die Restauration. Die Anhänger der Restauration wollten die Wiederherstellung der Zustände von Staat und Gesellschaft, wie sie vor der französischen Revolution vorgeherrscht hatten. Also die Wiedereinsetzung der alten Dynastie mit absolutistischen Herrschaftsverhältnissen. Die Restauration prägte in der Zeit von 1815-1848 die Politik der Fürsten. Im deutschsprachigen Raum vor allem in Preußen und Österreich. Im Konflikt des Vormärz standen die Anhänger der Restauration gegen das liberal-konstitutionel und national gesinnte Bürgertum. So liebe Freunde, jetzt wisst ihr Bescheid und bis zum nächsten Mal, haltet die Ohren steif.

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21 Kommentare
  1. Karsten

    Die zentralen geistig-politischen Ideen des 19. Jahrhunderts waren:

    Der Liberalismus
    Geht davon aus das alle Menschen frei und gleich sind. Sie besitzen also nicht veräußerliche natürliche Menschenrechte.

    Der Konstitutionalismus
    Da jedoch der Mensch nicht fähig ist, reibungsfrei mit seinen Mitmenschen zusammenzuleben. Wird eine Gesellschaftsstruktur mit festen Regeln notwendig, die das Individuum schützt – Der Mensch schuf den Staat. Damit geht die Macht im Staat vom Volke aus. Elemente um einen Machtmissbrauch des Staates zu verhindern, waren die Verfassung und die Gewaltenteilung in Legislative, Executive und Judikative.

    Der Nationalismus
    Auf den Liberalismus und Konstitutionalismus aufbauende Wunsch nach Nationalstaaten deren Regierung vom Volke bestimmt wird und in denen nach den Ideen des Liberalismus und Konstitutionalismus regiert und gelebt wird.

    Die Restauration
    Der Gegenpol zum Nationalismus und der Wunsch zur Rückkehr zu den alten Gesellschaftsformen der Feudalherrschaft mit absoluter Macht des Herrschenden mit der gottgegebenen Macht.

    Folgen
    Diese Ideen führten zu einem Konflikt zwischen den jungen Republiken wie Frankreich und den obrigkeitshörigen Staaten wie Preußen und Russland. Da die Preußen und Russen zusammen in der Völkerschlacht gegen Napoleon siegten setzte eine Phase der Restauration ein. Die neunen Ideen, blieben jedoch in den Köpfen der Menschen und konnten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts entfalten.

    Von Karsten Schedemann, vor 8 Monaten
  2. Default

    ich raff des au net

    Von Yvonnescheer, vor 8 Monaten
  3. Default

    Ûbersichtliche Darstellung, vielleicht etwas zu kurz und zu abstrakt.

    Von Jolana1949 1, vor etwa einem Jahr
  4. Matthias redaktion

    Liebe Sabine,
    Es tut uns leid, dass das Video schwer verständlich war. Wenn du etwas bestimmtes nicht verstehst, dann schreib es einfach in die Kommentare und wir versuchen dir so schnell wie möglich weiterzuhelfen.
    Liebe Grüße
    Die Redaktion

    Von Matthias V., vor mehr als einem Jahr
  5. Default

    Zu viele Fremdwörter, auch wenn es für Realschule oder Abitur sein soll. Man muss erstmal verstehen, was Liberalismus usw. ist, um zu wissen, was es bewirkt hat. Und bitte, setzt nicht immer voraus das jeder jedes Fremdwort kennt. Dann wäre man ja ein Genie. Dies hatte ich genug bei der Fernschule, die ich zum Realschulabschluss machen gewählt habe.
    Danke.
    Es grüßt Sabine

    Von Deleted User 221074, vor mehr als einem Jahr
  1. Default

    endlich verstanden :)

    Von Matthias 9, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Es wäre besser wenn man das in der geschichtlichen Reihenfolge aufgezählt hätte

    Von Ibrahimmurat, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    richtig gut erklärt und so das es jeder versteht, danke :)

    Von F Haver, vor etwa 2 Jahren
  4. Default

    es war gut das sie langsam und deutlich gesprochen haben

    Von Almut, vor fast 3 Jahren
  5. Default

    Sehr schön erklärt. Aber was ist denn der Unterschied zwischen den Liberalisten und den Konstitutionalisten? und welcher Philosoph oder Theoretiker gehört zum Konstitutionalismus und Nationalismus?

    Von Celil D., vor etwa 3 Jahren
  6. Default

    Daaaaanke! :-)

    Von Tamararoth, vor etwa 4 Jahren
  7. Default

    Supi :)

    Von Rubinrot14, vor etwa 4 Jahren
  8. Default

    Finde ich sehr gut dargestellt.

    Von Julian Russo, vor mehr als 4 Jahren
  9. Default

    Schade, dass die Tonspur immer wieder knistert und hakt. Das lenkt vom Video ab. Ansonsten super gelungen, danke!

    Von Martina F., vor mehr als 4 Jahren
  10. Default

    Super, Danke !

    Von Yunus P, vor fast 5 Jahren
  11. Default

    gelungenes Video :)

    Von Chrissy00, vor fast 5 Jahren
  12. Default

    geht nicht!!!!

    Von Rapsberry, vor mehr als 5 Jahren
  13. Default

    So ungefähr wusste ich es schon, aber die Darstellung verdeutlicht das alles nochmal sehr gut! Danke : )

    Von Kiki92, vor mehr als 5 Jahren
  14. Default

    ja sehr gut!

    Von Louise Pauline, vor mehr als 5 Jahren
  15. Default

    find ich auch

    Von Asu, vor mehr als 5 Jahren
  16. Default

    gutes video!

    Von Maxxx, vor fast 6 Jahren
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