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Transkript Zitate und Paraphrasen

Studenten machen Schule. In diesem Video werde ich dir zeigen, wie man Zitate und Paraphrasen richtig verwendet. Das ist besonders wichtig, wenn du eine schriftliche Arbeit verfasst, aber auch wenn du z. B. eine Präsentation hältst und dafür einige Inhalte visuell darstellen möchtest, zum Beispiel mit einer Präsentationssoftware. Was genau sind also  Zitate? Sicher hast du schon mal in einer Klassenarbeit, oder in einer Hausaufgabe, zum Beispiel in Deutsch, eine Textstelle zitiert. Das heißt, dass du eine Textstelle wortwörtlich übernommen und somit ein Zitat verwendet hast. Da du nicht einfach Inhalte von anderen Autoren übernehmen kannst, musst du in deinem Text angeben, dass du ein Zitat verwendet hast. Nehmen wir den Satz: "Das ist ein Beispielsatz." Hierfür werden Anführungsstriche verwendet. Dein gesamtes Zitat steht also in Anführungsstrichen, sodass jeder versteht, dass dieser Text nicht von dir selbst stammt. Beachte hierbei, dass die Anführungsstriche zu Beginn unten stehen und am Ende oben. Beide Anführungsstriche oben, wie im Englischen, ist sonst ein unnötiger Zeichensetzungsfehler. Also merke: erst unten und dann oben. Neben den normalen Anführungsstrichen unten und oben, um den Beginn und Ende eines normalen Zitats zu kennzeichnen, kann es zum Beispiel auch passieren, dass der Autor, von dem du das Zitat übernehmen willst, wörtliche Rede verwendet hat und also auch schon die normalen Anführungszeichen nutzt. Zum Beispiel bei dem Satz: Er sagte "Hallo" und ging davon. Dann musst du das auch in deinem Zitat kenntlich machen, und zwar durch einfache Anführungszeichen auch wieder zuerst unten und dann oben.  Hier sieht man also, dass das Wort Hallo bereits im Ursprungstext Anführungszeichen besaß, weil es in dem Zitat dann einfache Anführungszeichen hat. Noch einen Tipp. Noch ein Tipp: Falls der Satz mit "Hallo" endet, kommen zu Beginn die normalen Anführungszeichen unten, vor Hallo das einzelne unten, nach Hallo das einzelne oben und aber auch noch die normalen Anführungszeichen oben. Also insgesamt am Ende drei Anführungszeichen. Natürlich kannst du aber auch nur Teile eines Zitats verwenden und musst nicht immer einen ganzen Satz zitieren. Wie zum Beispiel bei dem langen Satz: "Vor allem in den USA und Israel, aber auch in Spanien, Argentinien und Australien gibt es Zentren für die Delfintherapie". Wenn du hier nicht alle Aufzählungen einbringen möchtest, ist es wichtig, dass du kenntlich machst, dass du Teile aus dem Original auslässt. Das gibt man durch eckige Klammern und drei Punkte an. So erhält man dann den verkürzten Satz: "Vor allem in den USA und Israel [...] gibt es Zentren für die Delfintherapie." Falls du nur einige Wörter aus einem Originaltext in deinen einbringen möchtest, musst du darauf achten, dass du dich trotzdem an Grammatik und Zeichenregeln hältst. Auch hier gibt man durch eckige Klammern an, was du hinzugefügt hast. Nehmen wir zum Beispiel den Originalsatz: "Er gab Anna den Schlüssel." Zum besseren Verständnis fügt man hier zum Beispiel den Namen Peter ein. Also heißt der Satz dann: "Er [Peter] gab Anna den Schlüssel." Auch grammatikalische Veränderungen, die du in deinen Text einbringst, müssen durch eckige Klammern gekennzeichnet sein. Wie zum Beispiel bei dem Satz: "Zusätzliche Delfinarien, die es in Deutschland gibt, ersparen die Flugkosten." Wenn du daraus nur einen Teil in deinen Satz einbaust und die Grammatik veränderst, wie zum Beispiel: Mit "zusätzliche[n] Delfinarien, die es in Deutschland gibt", sparen Familien Geld. Dann musst du das mit den eckigen Klammern markieren. Generell solltest du also bei Zitaten drei Anforderungen beachten: Erstens sollte ein Zitat immer unmittelbar sein. Das bedeutet, dass der Text selbst nachgelesen sein muss. Ansonsten musst du zusätzlich "zitiert in" angeben. Das wird als: zit. in abgekürzt. Zweitens muss ein Zitat immer genau übernommen werden, das heißt, auch mit Fehlern. Fehler werden mit "sic" gekennzeichnet, was wirklich so bedeutet, damit klar wird, dass du nicht ausversehen einen Rechtschreibfehler eingebaut hast. Und drittens muss ein Zitat zweckmäßig sein. Das heißt: so lang wie nötig, aber so kurz wie möglich. Neben Zitaten gibt es auch noch Paraphrasen, die in einer Arbeit viel häufiger vorkommen. Was ist eine Paraphrase? Eine Paraphrase ist eine Umschreibung eines Inhalts, das heißt also, wenn du nicht wörtlich zitierst, sondern deine eigenen Worte benutzt, aber die Inhalte trotzdem von einem anderen Autor stammen. Zum Beispiel bei dem Satz: "Der älteste noch bestehende Zoo der Welt ist der Tiergarten Schönbrunn im gleichnamigen Wiener Schlosspark." Eine Paraphrase dazu wäre: Es gibt viele bekannte Zoos auf der Welt, der älteste ist der Tiergarten Schönbrunn. Hier benötigt man nun keine Anführungszeichen, da ja nichts wörtlich zitiert wurde. Trotzdem musst du natürlich später angeben, dass du die Information von einer anderen Quelle hast. Paraphrasen sind also dazu da, um wesentliche Aspekte, Thesen und Inhalte aus einem Text, in seinen eigenen Worten wiederzugeben. Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn Textpassagen zu lang oder zu kompliziert sind. Neben der richtigen Verwendung von Zitaten und Paraphrasen im Text musst du zusätzlich noch daran denken, dass die Quellen, aus denen deine Inhalte stammen, auch genannt werden müssen. Und zwar als Zitierbeleg direkt im Text und auch als Literaturliste am Ende deiner Arbeit. Hierfür kannst du dir das Video "zitieren und belegen" ansehen, indem die Zitiertechnik genau vorgestellt wird. Ich wünsche dir nun viel Spaß mit der Arbeit von Zitaten und Paraphrasen. Bis zum nächsten Mal, deine Jasmin.     

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1 Kommentar
  1. Default

    Gut erklärt und sehr hilfreich.Danke

    Von Pape Fulda, vor etwa einem Jahr