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Transkript „Woyzeck“ – Inhaltsangabe (Büchner)

Georg Büchner: Woyzeck - Inhaltsangabe

Wie wird ein Mensch zum Mörder? Um diese Frage kreist das von Georg Büchner als Fragment hinterlassene Drama "Woyzeck".

Es geht um den einfachen, geistig etwas minderbemittelten Soldaten Franz Woyzeck. Er wird von seinen Vorgesetzten ausgenutzt, von einem Arzt für Experimente missbraucht und von seiner Freundin betrogen. Schließlich bringt er seine Freundin um.

Wie konnte es dazu kommen? Zu Beginn des Dramas sehen wir einen Woyzeck, der versucht, seine Freundin Marie und das gemeinsame uneheliche Kind mit seiner Arbeit zu unterstützen. Er neigt allerdings dazu, wahnhaften Vorstellungen zu verfallen.

Für seinen Chef, den Hauptmann, ist er nichts weiter als ein Laufbursche. Er lässt keine Gelegenheit aus, Woyzeck zu demütigen und zu beleidigen. Zudem nutzt er ihn aus. So wird Woyzeck beispielsweise von seinem Vorgesetzten beschimpft, während er ihn rasiert. Woyzeck jedoch lässt sich keine Gefühlsregung anmerken und arbeitet einfach weiter.

Währenddessen trifft Marie auf einem Spaziergang einen Tambourmajor in der Stadt. Tambourmajoren waren diejenigen, die die Trommler der Armeen ins Schlachtfeld führten. Er wirkt unerschrocken, weil er gerade die Parade der Militärkapelle anführt. Der Major entwickelt ein Interesse an Marie und versucht, sie zu erobern. Hierbei sollen kleine Geschenke helfen.

Woyzeck entdeckt Maries neue Ohrringe. Er beginnt zu ahnen, dass Marie einen anderen Mann trifft.

Aus Geldnot lässt er sich auf einen Arzt ein, der skrupellose Experimente mit ihm durchführt. Durch die zusätzlichen Einnahmen hofft er, seine Freundin halten zu können. Er glaubt also, dass nichts außer dem Geld ihm helfen kann. Der Arzt setzt Woyzeck im Zuge des medizinischen Versuchs auf eine Diät, die ausschließlich aus Erbsen besteht.

Marie erliegt unterdessen den Annäherungsversuchen des Tambourmajors und wird seine Geliebte. Woyzecks Eifersucht nimmt immer größere Ausmaße an.

Außerdem wird Woyzeck vom Arzt und dem Hauptmann in immer höherem Maße psychisch und körperlich ausgenutzt. Er wird öffentlich gedemütigt. Die Menschen im Umfeld von Woyzeck machen sich über ihn lustig und reizen auf diese Weise seine Eifersucht umso mehr.

Der Protagonist entdeckt Marie mit ihrem Tambourmajor im Wirtshaus beim Tanz. Woyzeck kann es nicht fassen. Wegen der Mangelernährung und der psychischen Strapazen ist Woyzeck mittlerweile vollkommen erschöpft und ein Schatten seiner selbst. Er hört Stimmen. Diese Stimmen fordern ihn auf, Marie zu töten.

Er versucht in der Nacht, seinem Freund Andres seine Not mitzuteilen. Er will ihm sagen, dass er Stimmen hört, die ihn zum Mord anstacheln. Doch Andres ist ihm keine Hilfe, er will nur schlafen.

Der betrogene Woyzeck und der Tambourmajor treffen im Wirtshaus aufeinander und geraten in einen Kampf. Der körperlich und psychisch angeschlagene Woyzeck verliert. Er kann den letzten Rest von Ehre, der ihm noch geblieben ist, nicht verteidigen.

Nun nähern sich die verhängnisvollen Geschehnisse ihrem mörderischen Höhepunkt: Woyzeck hat nicht genug Geld für eine Pistole, also kauft er stattdessen ein Messer. Er lockt seine Freundin in den Wald und bringt sie in einem Blutrausch um. Anschließend geht er eilig zurück zum Wirtshaus. Die anderen Gäste dort entdecken, dass er mit Blut besudelt ist.

Woyzeck flieht. Seine Flucht treibt ihn zurück zum Tatort, wo er das Messer in einem Teich versenkt. Man findet die Leiche von Marie und untersucht sie. So endet das Stück.

Das Drama handelt von einem sozial benachteiligten Mann, der aufgrund seiner Umgebung zugrunde geht und zum Mörder wird. Um aus dem niederen Stand aufzusteigen und auf materieller Basis seine Freundin halten zu können, ruiniert er seine körperliche und geistige Gesundheit.

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